Abgestaubt: Final Fantasy XIII

Final Fantasy XIII

Heute stauben wir Final Fantasy XIII ab. Die Staubschicht ist zwar noch nicht allzu dick, aber dick genug, dass das Spiel vor einiger Zeit einen Nachfolger bekommen hat.

Square Enix hatte das Spiel 2009 in Japan veröffentlicht. Und seit 2010 darf auch Europa, Amerika und Kanada auf der PS3 und Xbox 360 mitspielen.

Worum geht es?

In diesem Spiel verfolgt man die Geschichte von Lightning, die eine Umsiedlung der Menschen einer Stadt verhindern wollte, um auch ihre Schwester zu retten. In Wahrheit sollen aber diese Menschen umgebracht werden. Lightning und die anderen Hauptfiguren des Spiels finden auch ihre Schwester, Serah, doch diese verwandelt sich zu Kristall. Das heißt Serah war eine L’Cie. L’Cie bekommen eine Aufgabe; können sie diese erledigen werden sie zu Kristall, scheitern sie werden sie zu Monstern namens Cie’th. Bei dem Versuch Serah zu retten wird jedoch jeder dieser Gruppe selbst zu einem L’Cie.

Das Problem war jedoch, dass niemand wirklich wusste was die Aufgabe sei, die sie zu erfüllen hatten. So viel erstmal zur Geschichte dieses Teils.

Final Fantasy hat eine treue Fanszene, welche sich einig ist, dass Teil 7 der beste von allen ist. Meiner Meinung nach kann man darüber streiten… Fans streiten sich währenddessen wie sie Teil 13 finden. Die einen mögen diesen Teil, die anderen hassen ihn abgrundtief. Aber warum spaltet genau dieser Teil die Meinungen?

Die Story ist Geschmackssache, aber das ist bei jedem Teil so. Es gab sicherlich einige Neuerungen, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Dazu zählt, dass das Kampfsystem umgestellt wurde. Man steuert nicht mehr jeden Charakter und sagt ihm, ob er mit seiner Waffe angreifen, Zaubern, Heilen oder ein Item benutzen soll. Vielmehr legt man das alles vor dem Kampf fest.

Das Kampfsystem

Zu Anfang kann jeder drei Rollen übernehmen.

Es gibt:

  • Brecher: Offensiver Angriff mit der Waffe
  • Verheerer: Angriff mit Zauber
  • Verteidiger: Ein Charakter zieht die Aufmerksamkeit des Gegners auf sich
  • Heiler: Heilen und Wiederbeleben der Kampfmitglieder und sich selbst
  • Augmentor: Kampfmitglieder werden mit positiven Statusveränderungen versorgt
  • Manipulator: Gegner werden mit negativen Statusveränderungen versorgt

Nach jedem Kampf bekommt man Kristallpunkte, welche man in einem Skillmenü einsetzt um die Fähigkeiten weiter auszubauen.

Nun stellt man sich eine Gruppe aus drei Mitgliedern zusammen und kann Paradigmen wählen, in welcher Rolle wer auftritt. Die Paradigmen kann man während des Kampfes wechseln. Es ist natürlich eine Umstellung, da man so nicht mehr die volle Kontrolle hat. Der Kampf ist auch verloren, wenn der “Anführer” besiegt ist. Man kann sich aber auch einen anderen Anführer als Lightning aussuchen. Dies ist vor allem dann nützlich, wenn jeder Charakter seine Esper hat. Man kann nämlich nur die zum Kampf hinzurufen, die auf den Charakter hört, den man gerade spielt.

Viele haben genau dieses Kampfsystem verflucht, uns inklusive. Aber irgendwann mussten wir zugeben, dass es auch einige Vorteile mit sich bringt. Es wurde dadurch vieles einfacher. Items wurden überflüssig. Alles was nötig ist, beherrschen meine Kampfmitglieder. Natürlich braucht man deswegen trotzdem noch Ausrüstung, aber das war auch bei älteren Final Fantasy-Teilen der Fall.

Der Wechsel der Paradigmen war immer schnell erledigt. Man brauchte im Prinzip immer nur den richtigen Takt, wann man das Paradigma wechseln muss. Besonders bei Bosskämpfen braucht man ein Gefühl dafür wann man sich besser heilen sollte und wann es günstig ist anzugreifen. Jedoch bekommt man recht schnell das richtige Gefühl. Wenn man in seinen Fähigkeiten auch noch gut geskillt ist, dann sind die meisten Kämpfe relativ einfach.

Man muss sich nur auf dieses Kampfsystem einlassen, dann kommt man auch sehr gut damit zurecht, auch wenn es etwas anderes ist, als man von der Reihe Final Fantasy kennt.

Ein anderer schöner Aspekt ist die Grafik. FF XIII ist von Anfang bis Ende wunderschön. Während man sich früher noch auf jede Zwischensequenz freute, um mal etwas schöne Grafik zu sehen, so wird die Grafik in Teil 13 nie schlecht. Genauso wie der Soundtrack. Nie wird ein Lied nervig, die Musik ist immer stimmig zur Situation. Jede Hauptfigur hat sein eigenes Theme und es ist einfach nur passend geschrieben. Den Soundtrack kann man sich auch sehr gut anhören, wenn man das Spiel gerade nicht spielt.

Kritik?

Kommen wir nochmal zur Geschichte zurück. Ich finde, dass sie etwas mühsam erzählt wird. Spielt man einfach nur das Spiel, dann ist es recht schwer die Geschichte zu verstehen. Es werden jedoch immer wieder Infos gegeben und man kann nochmal im Menü nachlesen was in welchem Kapitel passiert ist. Es ist nunmal etwas mehr Arbeit, was man sich machen muss, um nicht den Faden zu verlieren.

Im Endeffekt kann ich sagen, dass jeder mal das Spiel selbst testen soll. So kann man sich am besten ein Bild davon machen. Inzwischen ist es für sehr wenig Geld zu haben. Ich selbst hab es anfangs gehasst, jedoch lieben gelernt.

mr/olp

Final Fantasy XIII
Genre: Rollenspiel
System: PS3, Xbox 360
Release: 9. März 2010
Preis: ca. 20 Euro
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix

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