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Download Donnerstag: Hack ’n‘ Slash – Java vs. Wizards

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Hack ’n‘ Slash beschreibt sich selbst als Puzzle-Action-Spiel, in dem man nicht buchstäblich durch Feinde hackt, sondern seine Hacking-Künste etwa durch USB-Schwerter manifestiert. Man hackt etwa einen Gegner, um dessen frühere Kameraden anzugreifen, im Kreis zu laufen oder einfach die Lebenspunkte auf null zu setzen.

Double Fine meint, dass „der einzige Weg zu gewinnen ist nicht den Regeln zu folgen!“ Und schon horchen wir gespannt auf. Schon fühlen wir uns besser dieses Spiel zu zocken, anstatt Java zu lernen. Eine gute Ausrede hat schon immer geklappt.

Hack 'n' Slash

Hack ’n‘ Slash beginnt wie Zelda oder ein altes Final Fantasy. Ihr seid in einer Höhle und tretet hinaus, um die Welt mit eurer neuen Code-Hacking-Waffe zu erkunden. Reicht euch das Zelda-Gefühl noch nicht aus, dann gefällt euch sicher euer Feen-Freund. Da hören die Gemeinsamkeiten auch auf, denn in Hack ’n‘ Slash kommt es nicht auf Kampfeskraft an. Mit gezücktem Schwert könnt ihr beinahe alles mit einem USB-Stick bekämpfen. Der Beginn ist etwas langatmig, wenn ihr direkt loslegen wollt. Ihr lernt, wie ihr Gestein und Büsche hackt sowie die Zeit und Sprache kontrolliert, erst dann kommt ihr zu den coolen Sachen.

Wie es aber bei Abenteuerspielen so ist, fuchst man sich irgendwann rein. Das Spiel versprüht die Atmosphäre eines alten Textadventures, löst Rätsel in der richtigen Reihenfolge und dekonstruiert sie, obwohl ihr nicht einmal über das nötige Wissen verfügt. Aus Programmierersicht ist das recht interessant. Wieder mal wird bewiesen, wie man dank gelungener Spielmechaniken um Ecken denken kann. Beim Herumexperimentieren mit den Gegner kommt Freude auf – ob das Spiel wohl irgendwann abstürzt? Da fällt uns der Vergleich zu Scribblenauts leicht. Ihr könnt zwar viele Hindernisse mit gleichen Lösungsansätzen überwinden, aber der Spaß, den ihr euch selbst beschert, ist das Lohnenswerte am Spiel.

Hack 'n' SlashHack 'n' Slash

Zuerst haben wir das Gefühl, dass sich die Handlung nicht besonders ernst nimmt. Der Humor geht in Ordnung, aber kein Kaufgrund und gemeinsam mit dem verwirrenden Gameplay sahen die Dinge nicht gerade rosig aus. Die Geschichte erscheint lahm, wenig intelligent und wir wollen eigentlich nur Abenteuer erleben. Im Nachhinein war unsere Erwartungshaltung einfach anders. Einige Punkte konnte man Hack ’n‘ Slash negativ ankreiden, da sie den Spieler zuerst überfordern. Rätsel für Rätsel standen wir ratlos da, wo wir eigentlich beginnen können und ob wir es überhaupt mit den gegebenen Mitteln abschließen können. Außerdem war das Tempo ebenfalls hoch angesetzt, was es schwierig macht, sich an das eine zu gewöhnen, wo schon die nächste Idee im Raum steht. Das ist im ersten Moment stressig, setzt man die Puzzlestücke alle zusammen, stellt sich aber Befriedigung ein.

Vorabfazit

Alles in allem ist Hack ’n‘ Slash mehr Arbeit, als manchem lieb ist. Die Schlussherausforderung lässt euch Rätsel kodieren statt Messer und Kugeln fliegen zu lassen. Speichert oft! Manchmal erreicht ihr einen Punkt, an dem ihr durch eure eigenen Aktionen einen alten Speicherstand laden müsst. Nehmen wir an, diese intelligente Herangehensweise Herausforderungen zu gestalten ist nach eurem Geschmack und die öfters auftretenden Bugs in eurem Arsenal machen euch nichts aus, dann ist Hack ’n‘ Slash eine lohnenswerte Herausforderung und vielleicht sogar eine Einführung in die Programmierwelt. Mögt ihr das Spiel, warum bleibt ihr nicht am Ball?

Eine abschließende Beurteilung hängt stark vom Spielertypus ab. Als selbst angehender Programmierer ist Hack ’n‘ Slash von Anfang bis Ende trotz aller Fehler ein tolles Erlebnis. Double Fines Hack ’n‘ Slash ist ein lohnenswertes Spiel, zum einen für sein tolles Puzzledesign und zum anderen als Einblick in Videospieldesign.

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