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E3

E3 2017: IndieCade Line-up Teil 2

Auf der E3 2017 gibt’s am IndieCade-Stand über 30 Spiele, wir stellen euch weitere drei Games vor.

Somewhere In The South

In einem beißend kalten Tag im September 1859 macht sich eine Sklavin aus dem Süden der USA auf, über das Schienennetz im Untergrund in das sichere Kanada zu flüchten und setzt dabei ihr Leben auf’s Spiel. Somewhere In The South ist ein Survival-Horrorspiel. Anstatt zum x-ten Mal aus der Ego-Perspektive von Zombies zu Flüchten, erleben wir hier aus der Top-Down-Perspektive den realen Horror von Sklaven, die alles für ihre Freiheit geben. Es gibt keinerlei Speicherpunkte, Punkte oder Power-ups zu sammeln.

Eure Aufgabe ist es für das Wohlergehen der Protagonistin und aller derjenigen, die sich ihr auf ihrer Reise anschließen,zu sorgen. Das bedeutet, es gilt sichere Unterschlüpfe zu finden, sich zu verbarrikadieren und sich mit anderen zu verbünden, wodurch man Essen und frische Kleidung erhält. Somewhere In The South erzählt dramatische Geschichten von Kindern, die ihre eigene Kleidung essen und von Bluthunden flüchten.

Ihr könnt die Welt von Somewhere In The South frei erkunden, in Unterschlüpfen findet ihr Nahrung und Kleidung. Gegenstände haben des öfteren mehrere Funktionen. So können wir Fässer durchsuchen und damit die Tür verbarrikadieren. Es gibt nämlich Plünderer und Menschen, die euch bei der Polizei verpfeifen. Nachts gilt es also unterzutauchen und möglichst wenige Lichtquellen zu nutzen.

Das Spiel ist bereits auf der offiziellen Website spielbar, die erweiterte Fassung ist eine Art „Director’s Cut“ mit verbessertem Gameplay und neuem visuellen Design. In unserem eigens auf der E3 aufgenommenem Gameplayvideo könnt ihr einen ersten Blick auf die neue Version werfen, für die es noch keinen Erscheinungstermin gibt.

The Cat In The Hijab

Andrew Wang ist ein Spieleentwickler, der schon einige Spiele in seinem Portfolio vorweist. IndieCade zeigt sein Spiel auf der E3, auch wenn er selbst aufgrund des Travel Bans nicht vor Ort sein kann – eine tolle Geste. Das Spiel ist frei für jedermann erhältlich. Als Katze, die einen Hijab anhat, sind wir in der U-Bahn unterwegs.

Wir treffen auf viele andere Katzen. Einige bewundern uns dafür, dass wir unsere Freiheit ausleben. Andere verurteilen uns dafür, dass wir anders sind. Toll an dem Spiel ist es, dass wir durch das komplexe Dialogsystem selbst diejenigen, die uns unfreundlich anpöbeln, dazu bewegen können, ihre Sicht der Dinge zu überdenken. The Cat In The Hijab behandelt ein aktuelles Thema auf gefühlvolle Weise und bietet allerlei Dekanstöße.

The Big Journey

Nina Samay ist ein 15-jähriger Kañari. Hierbei handelt es sich um das indigene Volk aus der heutigen gleichnamigen ecuadorianischen Provinz. Im Jahr 1500 fallen die Inka in die Region ein.

Wir begleiten den Teenager auf seiner Reise, wie ihr die Pflanzen- und Tierwelt Ecuadors entdeckt. Hinzu kommen einige übernatürliche Kreaturen wie ein Wasserdrache und ein Steingolem, die uns dabei unterstützen, um uns der Invasoren zu erwehren. Es gilt Pflanzen zu finden, Rezepte zu kreieren und die weitläufige Spielwelt zu erkunden.

 

Es handelt sich um ein eher ruhigeres Spiel. Was uns sofort auffällt, ist der eigenwillige Stil. Die Schrift ist an antike Schriftzeichen angelehnt. Die dichte Flora und Fauna schafft eine stilgerechte Atmosphäre, der Charakter ist derzeit noch ohne Schatten. Die geringe Weitsicht stört die Immersion etwas, der Entwickler verspricht hier auf das Feedback der E3-Besucher einzugehen. Das Spiel entwickelt sich von einem ecuadorianischen Studentenprojekt in ein vollwertiges circa drei bis vier Stunden andauerndes Spiel. Für den Feinschliff ist noch viel Zeit, denn wir werden mit Nina erst 2018 oder 2019 aufbrechen.

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