Download Donnerstag: Wizorb

Wizorb

Ein Königreich steht vor dem Untergang. Fiese Dämonen haben sich in den einst friedlichen Ländereien breit gemacht. Ihr macht euch als mächtiger Zauberer auf, den Biestern Einhalt zu gebieten – mit eurem Schläger und verzauberten Bällen.

Im Retro-Arcadespiel Wizorb (PC/Mac, Xbox Live, PSN, iOS) steuert ihr einen Zauberer, der im Königtum Gerudo Gorudo in der von Dämonen verwüsteten Hauptstadt Tarot ankommt. Die Dorfbewohner berichten ihm in gebrochenem Deutsch von ihren Verlusten und ihr sollt ihnen doch bitte mittels Goldspenden unter die Arme greifen. Da wir mit nur sehr wenig Münzen starten, können wir höchstens den im Dorf ansäßigen Hund helfen. Dessen Hütte steht mit 100 GP (Goldpunkte) wieder. Durch das Erfüllen von Quests, also der fünf Welten mit jeweils 12 Level, erlangen wir GP und können sie im Dorf spenden und bekommt dort Belohnungen in Form von Items.

Wizorb ist schon länger für diverse Plattformen erhältlich und wurde nun von Beatshapers (StarDrone, Canabalt, Galcon Labs) auf die PlayStation minis-Plattform (PS3, PSP, PSVita-kompatibel) portiert.

In den einzelnen Stages müsst ihr wie im Klassiker Arkanoid mit eurem Ball alle Blöcke abtragen und herumwuselnde blaue Wölfe vernichten. Je nach Blockgröße und Resistenz erhaltet ihr unterschiedlich viel Gold oder Gegenstände wie Manatränke, Extraleben oder Schlüssel für Türen, die in Bonuswelten mit vielen Items oder zu Händlern führen.

Mana? Ganz genau, schließlich befinden wir uns in einer Fantasywelt. Dementsprechend ist auch der Look des Spiels gehalten. Die Itemshops sehen original so aus wie in den alten The Legend of Zelda-Teilen. Dort werden die Waren also nebeneinander ausgelegt und ihr gebt euer hart verdientes Gold auch für Upgrades wie ein breiteres Brett aus. Einzig die futuristisch anmutenden Blöcke passen nicht so ganz in die Spielwelt hinein.

Das Spieltempo ist ziemlich gemächlich, kann jedoch auch in den Optionen erhöht werden. Weil die Kugel aber schnell fahrt aufnimmt und euer Pong-Brett zum Abwehren Balles sehr langsam ist, sind die ein oder anderen Frustmomente buchstäblich vorprogrammiert. Auch die 12 Level-langen Welten könnten eine Halbierung gut vertragen. Beißt ihr mal in’s Gras, habt ihr drei Continues und könnt danach mit gesammeltem Gold weitermachen. Sonst beginnt das Kapitel von vorn.

Ihr könnt auch Zauber benutzen und so die Kugel in eine zufallsgenerierte Richtung wehen lassen oder Blöcke manuell abschießen. Falls ihr Quadrat genau in dem Moment, indem der Ball euren Schläger trifft, drückt, könnt ihr das Geschoss kurzzeitig direkt steuern. Das ist sehr hilfreich in den manchmal verwinkelten Level. Ihr müsst schließlich alle Blöcke abtragen, um die Stage abzuschließen. Neben Schlangen und Fledermäusen bekommt ihr es auch mit großen Bossgegner zu tun. Diese Kämpfe machen Spaß, da ihr gleichzeitig den verschiedenen Attacken entkommen müsst und die Schwachstelle des Gegners auszunutzen habt. Die Level an sich erfordern eine ordentliche Portion Geschicklichkeit und viele sogenannte Trick Shots, ihr müsst also wie beim Billard die Banden gut einsetzen.

Die europäische Version von Wizorb im PSN ist in Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Russisch verfügbar, im US Store sind Englisch, Französisch und Spanisch anwählbar. Die deutsche Übersetzung ist ziemlich mau und erzeugt eine unfreiwillige Komik.

Alles in allem macht Wizorb eine Menge Spaß, hat aber den ein oder anderen Durchhänger durch öde Stages und zu lange Welten. Wer sich an eine Mischung aus Arkanoid und Zelda herantraut, dem können wir nur dazu raten, die 2,99 Euro im PlayStation Store auszugeben oder sich das Game über die anderen etablierten Wege zuzulegen.

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