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Vorschau

Vorschau: The Last Tinker – City of Colors

Das MĂŒnchener Studio Mimimi Productions werkelt momentan mit Hochdruck an The Last Tinker: City of Colors fĂŒr PC und Konsolen. Wir konnten schon einmal eine 40-minĂŒtige Vorabversion spielen und wollen euch unsere EindrĂŒcke nicht vorenthalten.

The Last Tinker ist ein 3D-Jump’n’Run, das euch in eine bunte Stadt der Farben entfĂŒhrt und euch in die Rolle von Kuro versetzt. Dieser muss als letzter verbleibender Tinker, also Bastler, die Stadt vor dem Untergang bewahren. Bevor es jedoch zu solch epischer Tragweite kommt, gilt es erst einmal seinen Nemesis im örtlichen Marathon zu besiegen. Das Startgeld betrĂ€gt aber ganze 500 Kristalle, die Kuro erst einmal verdienen muss. Nun werden in einem frei spielbaren und ohne nervige Unterbrechungen ablaufenden Tutorial die Grundlagen des Spiels erklĂ€rt. UnterstĂŒtzt wird Kuro dabei von seinem treuen Begleiter Tap, einem Fee-artigen Mini-Elefanten.

40 Minuten XT Gameplay aus der Preview-Version (englisch)

G’hupft wie g’sprunga

Der erste Teil des Spiels ist das Springen. Ähnlich wie in Assassin’s Creed haltet ihr nur die Schultertaste gedrĂŒckt und springt automatisch von Vorsprung zu Plattform, schwierigere SprĂŒnge absolviert ihr durch eine Rolle. Ein Jump’n’Run also, in dem man nicht frei springen kann? Das könnte auf die verwendete Unity Engine zurĂŒckzufĂŒhren sein, die bei 3D-Platformern eher unĂŒblich ist. Selbst das Ă€hnlich gestrickte Tiny & Big: Grandpa’s Leftovers aus Kassel verwendet eine eigene Spielengine. Das macht aber nichts, denn es kommt immerhin auf das richtige Timing an und dank gutem Leveldesign gibt es an vielen Stellen Verstecke mit Sammelobjekten wie Pinseln. Cool: Ähnlich wie Cole in inFamous könnt ihr an Seilen entlang rutschen, das GeschwindigkeitsgefĂŒhl kommt dabei erstaunlich gut rĂŒber.

Ape Man: Color City – HĂŒpfmeister Kuro am Werk

Der zweite große Teil des Spiels ist das KĂ€mpfen, welches euch in einem Trainingslager alĂĄ Fable erlernt wird. Diese laufen Ă€hnlich wie in den Batman: Arkham-Spielen ab, denn ihr mĂŒsst große Scharen an Widersachern mit allein euren FĂ€usten besiegen und dabei zwar nicht direkt auf den Konterbutton hĂ€mmern, aber dafĂŒr eine Art Roll-Kick mit rechtem Schulterbutton + B vollfĂŒhren. Daneben könnt ihr noch Kombos mit SchlĂ€gen vollfĂŒhren, dazu einfach oft B drĂŒcken. Die KĂ€mpfe laufen intuitiv ab, stellen euch vor keine grĂ¶ĂŸeren Schwierigkeiten, haben aber noch leichte Probleme dank störrischem Auto-Lock-on, sprich ihr schlagt öfters ins Leere. Falls es hier noch andere Gegnertypen gibt, die unterschiedliche Strategien erfordern, könnten die KĂ€mpfe bis zum Ende hin ein motivierendes und spaßiges Spielelement darstellen.

Aller guten Dinge sind es bekanntlich drei und so ist der dritte Gameplay-Part ein ĂŒberdimensionales Pilzgeschöpf namens __ zu befehligen. Der ansĂ€ĂŸige Bauer möchte, dass ihr Pilzfelder verzaubert und darin ist __ Spezialist. Mit dem linken Schulterknopf pfeift ihr ihn herbei oder lĂ€sst ihn euch folgen durch GedrĂŒckthalten der Taste. Sobald ihr alle Felder sprichwörtlich abgegrast habt, könnt ihr in die nĂ€chste Gegend vorstoßen. Der Clou ist, dass ihr __ an verzauberten Blumen auch in eine praktische Handtaschen-Version verwandelt könnt. Der nennt sich dann __ und hat die gleiche Funktion, passt aber nun auch durch enge DurchgĂ€nge. Dieser Aspekt lockert das Erkunden und KĂ€mpfen gut auf, sollte aber auf lange Sicht auch neue Aspekte beinhalten, da dieser Teil schnell repititiv werden kann. Zu Inspirationszwecken kann sich der Entwickler, falls nicht schon getan, Papo & Yo (XTgamer-Test) ansehen, ein geglĂŒcktes Beispiel dieser Art von Gameplay.

Tink away!

Die Gameplay-Elemente greifen bislang gut ineinander, was The Last Tinker aber so rund erscheinen lĂ€sst, ist die immersive Spielwelt und der detaillierte Look. An jeder Ecke werdet ihr eine Figur mit eigener Geschichte, individuellem Aussehen und einer Textzeile treffen. Sich auf dem Jahrmarkt zu Beginn umzusehen und die einzelnen StĂ€nde und Attraktionen mit witzigen Dialogen und Videospielreferenzen durchzusehen macht bereits einen Heidenspaß, wie es zuletzt Bioshock: Infinite mit der großartigen EinfĂŒhrung in Columbia schaffte, wenn auch nicht zuletzt aufgrund des weitaus niedrigeren Budgets in kleinerem Maßstab. NatĂŒrlich ist The Last Tinker nicht das erste Spiel mit Papier-haftem Look. Da hĂ€tten wir bereits Paper Mario (XTgamer-Test), The Dream Machine (XTgamer-Test) und Tearaway (XTgamer-Test). Besonders letzteres ist diesem Spiel nicht ganz unĂ€hnlich. Sprachausgabe gibt es in The Last Tinker bis auf den unschön abgeschnittenen Intro-Sprecher keine, hier verlĂ€sst man sich auf eine seltsame Lautsprache und Texte in allen gĂ€ngigen Sprachen.

Vorabfazit

The Last Tinker macht bereits einen charmanten Eindruck. Die Mischung aus HĂŒpf- und Knobelpassagen sowie Erkundungssequenzen gefĂ€llt uns bislang sehr gut. Das farbenfrohe Design wirkt frisch, die Dialoge sind kindgerecht und das Gameplay nicht zu anspruchsvoll. FĂŒr Klein und Groß scheint uns hier ein lohnenswertes Abenteuer zu erwarten.

The Last Tinker: City of Colors
Genre: Jump’n’Run
System: PC/Mac, Konsolen
Release: Sommer 2014
Entwickler: Mimimi Productions
Publisher: Unity Games

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