Im Test: Captain Cat

Captain Cat

Captain Cat ist ein neues Spiel für das iPad, das den Stärken und Schwächen aktuell beliebte Handyspiele treu ist, aber ein paar herausstechende Merkmale vorzuweisen hat, die das Spiel bereichern. Macht euch auf den kompliziertesten Angelausflug bereit, den ihr oder jede in See stechende Katze, jemals erlebt hat.

english / englischThis is our first review that is from ground up available in both English (by our lovely reader FemPat) and German (translated by her sidekick ManPat). Please visit page 2 for the original English article.

Gameplay

Die Spielmechanismen sind einfach gehalten und werden euch langsam nach und nach beigebracht. Das Hauptelement im Spiel ist es, einen wie eine Pendel schwingenden Anker nach unten in Richtung Fische zu navigieren, indem man auf den Bildschirm tippt, und der Anker in seine aktuell ausgerichtete Position herunterschnellt. Jeder Richtungswechsel erzeugt einen Knoten in der Leine. Ihr navigiert den Anker durch Hindernisse, um Münzen einzusammeln und Fische zu fangen und versucht gleichzeitig, die Anzahl der Knoten und eure Zeit gering zu halten. Zu den schwierigeren Hindernissen zählen Schwarze Löcher, die euch teleportieren, Strömungen, die euch abtreiben, Quallen, Seeigel und Aale, während die Power-ups von der Strömung unbeeindruckte Anker und die Fähigkeit zu Untertunneln.

Belohnungen werden in einer Form übermittelt, die Gelegenheitszockern gefallen dürfte. Es gibt wie in vielen Spielen drei Sterne (in diesem Fall Seesterne) in der Levelbewertung einzufahren. Ein Stern bekommt ihr, wenn ihr alle Münzen einsammelt, einen weiteren bei Absolvierung des Level innerhalb des Zeitlimits und den letzten Seestern erhaltet ihr, wenn ihr den maximalen Einsatz an Knoten nicht überschreitet. Im Gegensatz zu den meisten Spielen kann man diese Erfolge in mehreren Durchgängen des gleichen Level erreichen und muss also keinen perfekten Lauf für alle drei Sterne hinlegen. Jene von uns, die sich einer manchmal frustrierenden Herausforderung stellen möchten, schnappen sich pr Level alle drei Seesterne in einem Versuch.

Stärken und Schwächen

Die Höhepunkte dieses Spiels sind die hübsche, farbenfrohe Optik und die fortgeschrittenen Hürden (stellt euch die Portale und Traktorstrahlen aus Portal 2 vor). Sind manche Ideen unter Umständen aus anderen Spielen entliehen, so gibt es doch genügend kreative Ideen, um das Spiel unterhaltsam zu machen. Captain Cat hat außerdem eine vernünftige Lernkurve, die sich angenehm im Verhältnis zum Anspruch entwickelt. Es gibt einige interessante Ärgernisse im Spiel wie zum Beispiel das garstige Seeleben und das Ankerupgrade, das euch durch schweres Gestein stoßen lässt, aber nur einen Ankerwurf stand hält. Wir sind außerdem auf ein paar frustrierende Level gestoßen, in denen die Bewegungszeit eures Ankers asynchron mit der Reaktionszeit der Hindernisse ist und diese schier unmöglich zu bewältigen sind. Dies kann man beheben, indem man das Level einige Male neu startet, bis euch die (Ge-)Zeiten freundlicher gesinnt sind.

Wir haben das Spiel zuhause durchgespielt und können uns vorstellen, dass etwa beim Spielen unterwegs im Bus durch Erschütterungen präzise Timings zu finden schwierig ist und dies zusätzlich für Frust sorgt.

Als letzten Punkt möchten wir aufführen, dass ihr eure Bestmarke pro Level nach einem absolvierten Abschnitt nicht einsehen könnt. Ihr seht eure Punktzahl nur dann, wenn ihr ein Level abschließt und könnt euch zusätzlich eine Gesamtbewertung von 25 Level anzeigen lassen. Eure High Scores für einzelne Level scheinen sich an keiner Stelle wiederzufinden. Diesen Umstand bemerkt ihr, weil ihr alle drei Seesterne in einem Versucht bekommen könnt. Wenn ihr also die Level nacheinander angeht und nicht die Bestbewertung direkt im ersten Anlauf erreicht, wisst ihr nicht, welche Level ihr noch einmal angehen müsst, da es keine niedrigen Punktzahlen in der Levelübersicht gibt.

Fazit

Anhand des aktuellen Umfangs von 50 Level seid ihr mit Captain Cat mehrere Stunden lang beschäftigt. Falls ihr gerne Handy-Spiele mit klassischer Level-nach-Level-Struktur spielt, die mehr eure Reflexe als eure Knobelfertigkeiten beanspruchen, dann wird euch Captain Cat viel Freude zum aktuell günstigen Preis von 1,59 Euro bereiten. Eine iPhone-Version ist derzeit in der Mache. Falls wir einen Code bekommen, wird Konsti die Umsetzung sicherlich im Mobile Monday unter die Lupe nehmen.

Die Bilder wurden von uns persönlich erstellt.

Pat L./olp

Captain Cat
System: iPad (iPhone-Version in Arbeit)
Genre: Geschicklichkeit
Preis: 1,59 Euro / 1,29 Pfund / 1,99 USD/CAD
Entwickler: Digital Tentacle (Mitarbeit an Castlevania: LoS, Heavy Rain)
Publisher: Digital Tentacle

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