Loading...
Test

Im Test: Corpse Party – Book of Shadows

Das PSP-Hor­ror­spiel Corp­se Par­ty lies bereits eini­gen hart­ge­sot­te­nen Gamern das Blut gefrie­ren. Im Test klä­ren wir, ob das dem neu­en Kapi­tel Book of Shadows auch gelingt.

Corp­se Par­ty han­delt von eini­gen Stu­den­ten der Kis­ara­gi Aca­de­my, die das Ritu­al Sachi­ko Ever After aus­üben, um einen Schul­ka­me­ra­den zu ver­ab­schie­den. Wie in Hor­ror­spie­len üblich geht dabei eini­ges schief und die Teen­ager lan­den in der ver­las­se­nen, ver­wes­ten und ver­fluch­ten Hea­ven­ly Host High School. Im ers­ten Corp­se Par­ty, das ein Remake des japa­ni­schen PC-Klas­si­kers Corp­se Par­ty PC-98 für die PSP dar­stell­te, habt ihr bereits die gru­se­li­gen Gän­ge und Klas­sen­zim­mer der Geis­ter­schu­le erforscht. In Book of Shadows ver­folgt ihr das Schick­sal eini­ger Schü­ler, die im ers­ten Spiel nur eine klei­ne Neben­rol­le abbe­ka­men.

Corpse Party: Book of Shadows

Vom J-RPG zur Visual Novel

Fans des Vor­gän­gers tref­fen also auf alt­be­kann­te Cha­rak­te­re wie Nao­mi, Sei­ko, Moris­hi­ge und Mayu, müs­sen sich aber an ein völ­lig neu­es Game­play gewöh­nen. Steu­er­te man in Corp­se Par­ty den Prot­ago­nis­ten noch wie in einem 16-Bit-Rol­len­spiel direkt durch das ver­win­kel­te Gebäu­de, spielt sich Book of Shadows nun kom­plett wie eine Visu­al Novel. Ihr durch­sucht sta­ti­sche Bil­der nach Hin­wei­sen und Gegen­stän­den und bewegt euch auf einer Mini­kar­te umher. Dadurch möch­te der Ent­wick­ler Team­Gris­Gris wohl das Frust­po­ten­ti­al des Vor­gän­gers aus­mer­zen und auch Nicht-Hard­core-Spie­ler am teuf­li­schen Spaß teil­ha­ben las­sen.

Corpse Party: Book of ShadowsCorpse Party: Book of Shadows

Book of Shadows ist in sie­ben Kapi­tel plus einem Bonus-Abschnitt auf­ge­teilt, in denen ihr in die Rol­len der ver­schie­de­nen Schü­ler schlüpft. Die Epi­so­den sind mit­ein­an­der ver­knüpft und sind nicht in einer fes­ten zeit­li­chen Rei­hen­fol­ge ange­legt. In den Dia­lo­gen wird viel geweint, gelacht und geschrien. Der abstru­se Humor aus dem ers­ten Spiel wur­de bei­be­hal­ten und auch an Grau­sam­kei­ten bleibt euch nichts erspart. Zwi­schen den Dia­lo­gen könnt ihr die Schu­le rela­tiv frei erkun­den. Die Schu­le ver­än­dert sich durch Erd­be­ben stän­dig und Räu­me, die zu Beginn nicht zugäng­lich waren, sind es plötz­lich. Im Kon­text­mit der von Geis­ter­kin­dern kon­trol­lier­ten Schu­le macht das sogar Sinn. Eben­falls sinn­voll ein­ge­baut ist, wie glei­cher­ma­ßen Ent­wick­ler als auch die Draht­zie­her des Hor­rors gekonnt mit der Erwar­tungs­hal­tung des Spie­lers spie­len.

Corpse Party: Book of Shadows

Ein Schulausflug mit Mordsspaß

Im Spiel­ver­lauf stoßt ihr auf eine Men­ge Lei­chen von ande­ren Schü­lern, die in die Schu­le ent­führt wur­den und dort auch das Zeit­li­che seg­ne­ten. Im Gegen­satz zum ers­ten PSP-Aben­teu­er unter­schei­det man in Book of Shadows zwi­schen “fri­schen” und ver­wes­ten Lei­chen. Jedem Schü­ler könnt ihr auch sei­nen Aus­weis sti­bit­zen, die als Sam­mel­ge­gen­stän­de fun­gie­ren. All­ge­mein gibt es recht viel frei­zu­schal­ten. Im Bonus-Menü könnt ihr dem Sound­track lau­schen, Gal­le­ri­en anse­hen, Inter­views der Syn­chron­spre­cher anhö­ren und am Ende sogar eige­ne Dia­lo­ge bas­teln. Zurück zum Game­play: Ähn­lich wie in Resi­dent Evil gilt es auch stets die rich­ti­gen Schlüs­sel ein­zu­sam­meln und euch mit soge­nann­ten Pro­tec­tive Charms (Talis­ma­ne) vor den bösen Geis­tern zu schüt­zen. Ihr trefft auch auf gute Geis­ter, die euch den ein oder ande­ren hilf­rei­chen Tipp geben, sodenn ihr ihnen auch helft.

Corpse Party: Book of ShadowsCorpse Party: Book of Shadows

Zurücklehnen & nicht den Kopf verlieren

Doch Ver­trau­en ist in Corp­se Par­ty Gold wert. Ver­schenkt ihr es zu gut­gläu­big, seht ihr euch bald einem der zahl­rei­chen schlech­ten Enden gegen­über, in denen ihr auf grau­sa­me Wei­se umkommt. Wie in ande­ren Visu­al Novels wer­det ihr auch öfters vor Ent­schei­dun­gen gestellt. So befin­det ihr bei­spiels­wei­se in einem unter­ir­di­schen Bun­ker in einer Art Schlach­ter­zim­mer und hört plötz­lich Schrit­te. Ver­steckt ihr euch im Eisen­schrank oder doch lie­ber unter dem Tisch? Da ihr jeder­zeit spei­chern könnt und die ver­schie­de­nen Pfa­de alle­samt span­nend und inter­es­sant sind, wird eure Expe­ri­men­tier­freu­dig­keit sogar geför­dert. Ent­schei­det ihr euch nach Abschluss eines Kapi­tels es neu anzu­ge­hen, könnt ihr die bereits bekann­ten Dia­lo­ge im Zeit­raf­fer ablau­fen las­sen und an der nächs­ten Eint­schei­dungs­ga­be­lung eine neue Rich­tung ein­schla­gen.

Ange­nehm an der neu­en Spiel­me­cha­nik ist, dass ihr alle Zeit der Welt habt, um eure Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Das Spiel erzeugt dafür so eine beklem­men­de Atmo­sphä­re, dass ihr das mit­ten in der Action gar nicht rea­li­siert und über­has­tet reagiert, da ihr euch rich­tig in die “miss­li­che” Lage der Cha­rak­te­re rein­ver­set­zen könnt. Wir sagen es klipp und klar: Obgleich das lan­ge Intro wie­der sehr knuf­fig gestal­tet ist, gehört Corp­se Par­ty: Book of Shadows in kei­ne Kin­der­hän­de und wenn ihr einen schwa­chen Magen habt, soll­tet ihr euch den Kauf auch wohl über­le­gen. Hier wer­den rei­hen­wei­se Glied­ma­ßen abge­trennt, Lei­chen­ber­ge auf­ge­häuft und Schä­del zer­trüm­mert.

Corpse Party: Book of Shadows

Die Cha­rak­ter­zeich­nun­gen in Corp­se Par­ty: BoS sind schö­ner als noch im letz­ten Spiel. Zwar ist das Spiel nicht beson­ders hübsch, bleibt sich sti­lis­tisch dafür stets treu. Die Sound­ku­lis­se ist toll: Altes Holz knarzt, Fuß­trit­te pol­tern und Metall­tü­ren knal­len. Der Sound­track erzeugt eine gru­se­li­ge Atmo­sphä­re und die (japa­ni­schen) Syn­chron­spre­cher sind über jeden Zwei­fel erha­ben. Alle Tex­te sind übri­gens in eng­lisch.

Soll­tet ihr doch für 14,99 Euro im Play­Sta­ti­on Store zuschla­gen, kön­nen wir euch nur emp­feh­len auch das Bonus-Kapi­tel BloodDri­ve emp­feh­len zu spie­len, wel­ches als Pre­quel fun­giert und zeit­gleich den direk­ten Nach­fol­ger Corp­se Par­ty: BloodDri­ve ankün­digt., des­sen Ver­öf­fent­li­chung wir nur her­bei­seh­nen kön­nen.

Fazit

Ja was ist es denn nun, die­ses Book of Shadows? Das ver­ra­ten wir euch natür­lich nicht, dafür müsst ihr schon selbst die Qua­len der Hea­ven­ly Host auf euch neh­men. Und das kön­nen wir allen Hor­ror-Fans da drau­ßen nur strengs­tens emp­feh­len. Die Cha­rak­te­re sind schön schrul­lig, die Geschich­te span­nend und mit vie­len Wen­dun­gen ver­se­hen und das Visu­al Novel-Game­play eig­net sich per­fekt, um in der Bahn eine schnel­le Prie­se Sur­vi­val-Hor­ror auf der Play­Sta­ti­on Por­ta­ble oder Play­Sta­ti­on Vita zu erle­ben. Hier wer­det ihr 15 bis 20 Stun­den in eine Welt abtau­chen, die ihr nie hät­tet öff­nen dür­fen. So wie das Book of Shadows

Corpse Party: Book of ShadowsCorp­se Par­ty: Book of Shadows
Gen­re: Visu­al Novel
Sys­tem: PSP/PSVita
Preis: 14,99 Euro / 11,99 Pfund / 19,99 US-Dol­lar (PSN)
Ent­wick­ler: Team­Gris­Gris / 5pb Games
Publisher: XSEED Games

Comments are closed.

Twitch Live Stream is ONLINE
Twitch Live Stream is OFFLINE