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Download Donnerstag: Rainbow Moon

Ihr liebt es, euch in Dungeons, die vollgestopft sind mit Gegnern, zu stürzen und steht auf einen kunterbunten Fantasy-Look? Dann könnte Rainbow Moon genau in eure Kerbe schlagen. Wir nehmen das neue PS3-RPG einmal unter die Lupe.

Rainbow Moon ist ein Rollenspiel vom Mainzer Spieleentwickler SideQuest Studios, die vorher die Söldner-Serie auf die PlayStation 3 portiert haben. Mit ihrem neuen Game geht das Team weg vom Shooter-Genre und verbindet Dungeon Crawler mit Rundenstrategie. Ob das gut geht, finden wir jetzt einmal gemeinsam heraus.

Das Spiel startet mit einer vorgerenderten Zwischensequenz, in der der Held Baldren vorgestellt wird. Dieser wird auf seinem Weg zum jährlichen Duell mit seinem Nemesis Namoris von dem Übeltäter überrascht und gezwungen ein Portal zu betreten. Dieses führt ihn in eine ihm unbekannte Welt, in der er sich erst einmal zurecht finden muss. In den Wäldern trifft er auf Kobolde und Bienen. Ihr steuert den Nahkämpfer direkt mit dem Controller über die Oberwelt, die von anderen Figuren bevölkert ist. Ähnlich wie in einem Rundenstrategiespiel a lá Heroes of Might & Magic schreitet die spielinterne Uhr voran, sobald ihr euch bewegt.

Das Kampfsystem

Berührt ihr einen Gegner, startet der Kampfmodus. In einer Hexfeld-artigen Arena wechselt sich eure Gruppe und die der Feinde jeweils ab. Bei jedem Zug könnt ihr ein Feld vorrücken, eine Attacke einsetzen oder ein Item verwenden, ganz wie in anderen RPGs. Da ihr schnell neue Skills lernt und sich auch euer Zugradius erhöht (genauso, wie der der Feinde), gilt für die Kämpfe leicht zu erlernen, schwierig zu meistern. Mit der Zeit erlernt ihr auch Fernangriffe und flächendeckende Attacken. Außerdem stoßen zu eurer Gruppe weitere Mitglieder zu, die es taktisch klug in die eigene Taktik zu integrieren gilt.

Für jeden erfolgreich bewältigten Kampf erhaltet eure Charaktere Perlen und Erfahrungspunkten. Mit den Perlen geht ihr zu einem der in der Welt verstreuten Gelehrten, die auf Wunsch eure Attribute wie Stärke, Verteidigung, Glück und Gesundheitspunkte erhöhen. Dies geht pro Erfahrungslevel nur in vorgegebener Anzahl. Wollt ihr eure maximal aufrüstbare Angriffskraft beispielsweise verstärken, müsst ihr Erfahrungspunkte sammeln und dadurch im Level aufsteigen. Im Startdorf Cassar Village erhaltet ihr eure ersten Aufgaben. Es gibt sowohl für die Haupthandlung relevante Quests als auch Nebenmissionen, die euch Items als Belohnung bescheren.

Um herauszufinden, warum Baldren in dieser Welt gelandet ist und allerlei Monster mit sich gebracht hat, macht er sich auf und hilft den Dorfbewohnern, um in der Welt voranzuschreiten. Durch das eingefallene Unheil benötigen einige Menschen eure Hilfe und so schlagt ihr euch in den ersten drei Stunden bis zu einer Diebesfestung durch. Soweit haben wir bislang gespielt. Unterwegs trefft ihr nicht nur Gegnergruppen, die ihr meist bekämpfen müsst, sodenn ihr ihnen nicht ausweichen könnt, sondern auch auf Zufallsbegegnungen. Dieses von einigen Spielern verhasstes, von wieder anderen geliebtes Spielprinzip ist aber nicht in der üblichen Form eingebaut. Ihr findet euch also nicht ständig in vormals unsichtbaren Gegnerhorden wieder, sondern könnt diese Zusatzkämpfe jederzeit in erscheinenden Meldungen annehmen oder sie schlicht ignorieren. Ihr seid aber gut beraten, eure Figuren ständig hochzuleveln, da der Schwierigkeitsgrad recht schnell ansteigt.

Taktisches Vorgehen ist Pflicht

Sehr bald müsst ihr euch eure Kräfte genau einteilen und Gegenstände sinnvoll einsetzen. Ihr könnt zwar jederzeit zurück zum Dorf reisen, allerdings vergehen dadurch einige Stunden und eurer Charakter fängt an zu hungern. Um die Zeit für bestimmte Quests, die automatische Lebenspunkteregenerierung oder die Eröffnung des Händlershops voranschreiten zu lassen, könnt ihr euch an Lagerfeuern schlafen legen. Noch ein Wort zu den Nebenquests: Diese bestehen aus den genretypischen Sammelaufgaben. Während ein Mädchen drei Koboldflügel möchte, sollt ihr der anderen drei Bienenflügel beschaffen. Bringt ihr den Auftraggebern mehr Material als sie fordern, erwartet euch eine größere Belohnung. Diese Quests kann man unbegrenzt oft wiederholen und so steht sogenanntem Grinding, dem ständigen Verbessern der eigenen Fähigkeiten und des Equipments durch immergleiche Abläufe, nichts im Wege. Dies ist auch einer der wenigen Kritikpunkte, die wir bislang am Spiel haben. Ohne das Abgrasen von oftmals gleichen Kämpfen kann und dem Sammeln von Erfahrungspunkten man in späteren Auseinandersetzungen kaum bestehen.

Apropos Equipment: Ihr könnt eure Ausrüstungsgegenstände wie die Rüstung, Stiefel und Helm beim Schmied mit gefunden Items verbinden und somit deren Statuswerte wie Glück oder Verteidigung verbessern. Allerdings habt ihr nur eine vorgegebene Anzahl an Slots pro Objekt und solltet daher bedacht vorgehen.

Dungeons dürfen auch nicht fehlen

Neben der Oberwelt gibt es auch klassische Dungeons. In Höhlen trefft ihr auf Möchtegern-Helden und später auch Diebe. Menschliche Gegner können gleich zwei Züge pro Runde absolvieren. Das ist aber kein Problem, da ihr das auch früh im Spiel beherrscht. Besiegte Feinde lassen ihre Beute im Kampf zurück. Das kann nützlich sein, da ihr nur von vier Seiten aus angegriffen werden könnt und der Beutesack nicht nur euren Vorrat an Äpfeln (gegen Hunger), Fackeln (in Höhlen wichtig) und Gold (könnt ihr beim Händler ausgeben) aufstockt, sondern auch als Deckung dient.

Die Künstliche Intelligenz geht meist mit Grips an die Kämpfe heran und antizipiert ähnlich wie in einem Schachspiel euren nächsten Zug. Das Glück scheint aber auf der anderen Seite zu sein, können andere Krieger euch teils drei bis vier Mal pro Zug attackieren und euch damit überraschend außer Gefecht setzen. Segnet ihr das Zeitliche, erscheint ihr im Startportal mit einem Lebenspunkt wieder. Was nicht erklärt wird: Im Spielverlauf hinzugekommene Gruppenmitglieder müssen beim Heilmeister wiederbelebt werden, um wieder fit für den Kampf zu sein. Die Kämpfe gehen flott von der Hand und ihr entwickelt schnell ein Gefühl dafür, welche Gegner wie zur Strecke zu bringen sind und wo deren Schwächen liegen. Wir hoffen allerdings, das nach dem bockschweren Diebesnest neue Gegnerarten hinzukommen, denn 40 Stunden (so lange ist die Spielzeit laut Entwickler) lang Bienen, Kobolde und Menschen zu bekämpfen hält kein noch so hilfsbereiter Held aus.

Die Atmosphäre von Rainbow Moon kommt sehr charmant rüber. Der liebevolle bunte Grafikstil und der Final Fantasy-artige Soundtrack erzeugen eine fröhliche Atmosphäre, auch wenn es in der Nacht im Wald angenehm gruselig ist. Die Dialoge mit den Bewohnern sind meist sehr knapp bemessen. Doch das Ziel von Rainbow Moon ist es auch nicht eine besonders verstrickte Story zu erzählen, sondern die Jagd nach besseren Gegenständen und Fähigkeiten.

Fazit

Rainbow Moon macht einen guten Eindruck. Die Kämpfe motivieren, die Atmosphäre ist stimmig und die Bedienung erstuanlich einfach gehalten. Einige Kritikpunkte wie die langen Laufwege, die fehlende deutsche Lokalisierung (das Entwicklerstudio ist doch in der schönen Pfalz beheimatet) und das wiederholende Gegnerdesign gibt es aber doch. Ob das PS3-exklusive RPG also wirklich über 40 Stunden so viel Spaß macht, wie wir in den ersten drei Stunden hatten, können wir noch nicht abschätzen. Die Screenshots zeigen aber schon, wohin die Reise buchstäblich noch gehen wird. Wer Lust am Spiel gefunden haben sollte, kann gern einmal die Demo ausprobieren. Zum Preis von 12,99 Euro bietet das Game, soviel können wir jetzt schon versichern, Rollenspielliebhabern und Dungeon Crawler-Fans eine Menge Spielspaß.

Anschließend haben wir euch noch eine ganze Serie an Developer Diaries von den Machern von Rainbow Moon für euch.

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