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Test

Im Test: Orgarhythm

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Ist Orgarhythm der neue King der abstrus benannten Rhytmus-Games? Erfahrt es in unserem Test.

Orgarhythm ist eins der interessanteren Vita-Spiele. Rhythmus- und Echtzeit-Strategie-Elemente verschmelzen zu einem einzigartigen Spiel, das nicht perfekt ist, sich aber hinreichend von anderen Games unterscheidet, um einen Blick wert zu sein.

OrgarhythmGeschichte

Der Spieler übernimmt die Rolle des Gottes des Lichts, der den Gott der Dunkelheit die Herrschaft über die Welt streitig machen will. Die Geschichte ist kein wichtiger Bestandteil des Spiels, wird sie nur in der Anleitung und kleinen Zwischensequenzen am Anfang des Spiels erzählt. Sie dient dem Zweck, eurem Tun etwas Sinn zu verleihen.

Gameplay

Als Gott des Lichts marschiert ihr an der Seite eurer Untertanen. Während der Gott des Lichts sich auf Schienen fortbewegt, muss man sich selbst nur um das Herumkommandieren seiner Anhänger kümmern. Das geschieht durch das ‘Tri-Tapping’ (dreimalige Berührung des Bildschirms), bei dem ihr den gewünschten Truppentyp im Takt der Musik auswählt. Für jede Auswahl werdet ihr bewertet. Da gute Beurteilungen eure Truppen verstärken, sollte man idealerweise Rhythmusgefühl an den Tag legen. Dieser Aspekt macht Orgarhythm spielerisch interessant, da man bei jeder Auswahl völlig bei der Sache bleiben muss.

Orgarhythm

OrgarhythmFreunde und Feinde gliedern sich in drei Farben. Blau, rot und gelb repräsentieren die Elemente Wasser, Feuer und Erde. Diese Farbgebungen erschaffen ein Schere-Stein-Papier-Prinzip, durch das ihr Schwächen eurer Gegner ausnutzen und mehr Schaden austeilen könnt. Zudem gibt es vier unterschiedliche Truppenarten – Nahkämpfer, Bogenschützen, Katapulte und Kamikaze-Soldaten. Jede Einheit besitzt individuelle Stärken, die ihr ausspielen müsst, um jeden Abschnitt zu meistern.

Haben sich Feinde beispielsweise auf einem Vorsprung über euch verschanzt, können sie nur mit Katapulten getroffen werden. Alle Details zu den Truppentypen und noch andere Infos bekommt ihr in der Einführungssektion des Spiels vermittelt. In den zehn kleinen Tutorial-Level kommen Neulinge auf Touren und lernen, wie das Spiel funktioniert.

OrgarhythmIn jedem Abschnitt steht ein anderer Truppentyp im Vordergrund, während euch eine bunte Mischung aus Gegnern auf Trab hält. Richtig knifflig wird es aber immer an Ende jedes Level, wenn der Bossgegner erscheint. Diese Kämpfe gehören zu den Höhepunkten jedes Abschnitts, da sie alles Gelernte auf die Probe stellen. Mit neuer Musik müsst ihr euch nach anderen Takten richten.

Apropos Musik: Orgarhythm bietet einen fantastischen Soundtrack, der zum Großteil aus Stammes- und Rockmusik besteht. Fast jeder Song ist einprägsam, was vorteilhaft ist, da Musik eine wichtige Rolle im Spiel einnimmt. Gute Kopfhörer gehören zur Grundausstattung, um das Spiel in vollen Zügen genießen zu können.

OrgarhythmEs spielt keine Rolle, ob man ein Level abschließt, man erhält immer Erfahrungspunkte, mit denen man seinem Gott neue Fähigkeiten beibringt. Man kann nur eine Kraft pro Abschnitt anlegen und erhöht z. B. seine Lebenspunkte oder mindert die benötigte Genauigkeit bei der Auswahl der Truppen. In späteren Level erhaltet ihr bessere Fähigkeiten, die sich in den höheren Schwierigkeitsgraden bezahlt machen.

Orgarhythm

Kritikpunkte

OrgarhythmAuch wenn Orgarhythm eine Menge Spaß macht, sind uns einige Ärgernisse während dem Spielen aufgefallen. Das Spiel ist nicht gerade schön. Die Darstellung der Figuren ist einfach gehalten und die Umgebungen sind größtenteils blass und eintönig. Außerdem stellt sich die Künstliche Intelligenz eurer Anhänger manchmal etwas dumm an. Zuweilen bewegen sie sich nicht in Richtung von Feinden und es ist keine Seltenheit, dass sie gegen Wände laufen, während sie von Feinden aus sicherer Distanz auf’s Korn genommen werden.

Über das rückwärtige Touch-Panel könnt ihr eure Schergen zwar zurückrufen, dies schwächt sie aber und kann für euch zum Tod führen. OrgarhythmEbenfalls störend ist, dass das Spiel meist zu einfach ist und Kämpfe gegen Bossgegner zum Kinderspiel werden, es sei denn, man wählt die höchste Schwierigkeitsstufe aus.

Der Hauptkritikpunkt lastet allerdings auf Orgarhythms geringem Umfang. Die 12 verfügbaren Level habt ihr im Nu absolviert und ihr habt das Spiel innerhalb weniger Stunden durchgespielt. Spielt man einzelne Stages nochmals, kann man ein paar Minuten draufschlagen. Die Motivation, das Spiel ein zweites Mal anzugehen, ist nicht gegeben, es sei denn, euch genügt es eure Highscores zu schlagen und ein paar neue Kräfte freizuschalten.

Orgarhythm

Fazit

Für 30 US-Dollar ist Orgarhythm angesichts des geringen Umfangs ein teures Vergnügen, was sicher einige Leute abschrecken wird. Entscheidet man sich dafür, dem Spiel eine Chance zu geben, erhält man einen einzigartigen Rhythmus-Strategie-Hybriden mit einem wundervollen Soundtrack. Da Nachschub an Inhalten in Form von DLC angekündigt ist, können wir jedem Vita-Besitzer mit Rhythmus im Blut dazu raten, einen Blick in das Spiel zu werfen.

Dieser Test stammt von unserem neuen Vita-Experten Isaac. Falls ihr Fragen und Anregungen habt und den Kommentaren scheut, könnt ihr ihn per E-Mail (s. Profil oben) oder Twitter erreichen.

Alle Bilder wurden von uns persönlich aufgenommen.

it/olp

Orgarhythm
Genre: Rhytmus-Strategie
System: PSVita
Preis: 29,99 US-Dollar (PSN)
Entwickler: Acquire (Way of the Samurai 4)
Publisher: XSEED Games

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