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Zelluloitis: WarCraft – The Beginning

Heute ist der WarCraft-Film in die deutschen Kinos gestartet und wir konnten ihn zu Beginn der Woche bereits in einer Vorführung schauen.

Ein Wort vorweg: Das ist keine professionelle Film-Kritik. Wir haben weder den Anspruch daran, noch das umfangreiche Wissen zur Vorlage. Trotzdem geben wir gern unsere Meinung zur Verfilmung von Blizzards Fantasy-Marke zum Besten.

Setting

Die Ausgangslage in The Beginning ist wie folgt: Die Menschen leben auf dem Planeten Azeroth, die Orks auf der anderen Seite des Multiversums auf Draenor. Den Orks dürstet es nach Krieg – dem Ersten Krieg -, also überfallen sie die Menschheit über das gigantische Stargate Dunkle Portal. Die Menschen sind dabei zwiegespalten und es gibt Verräter auf beiden Seiten. Den Unterschied macht letztendlich das “Fell” sowie der unausgeprägte Sinn für Loyalität mancher Figuren.

WarCraft

Charaktere

Das mag chaotisch klingen, im Grunde gibt es rund 10 Figuren, denen wir in dem Krieg zwischen Menschen und Orks während der 123 Minuten folgen. Auf Menschenseite sind das der relativ blasse König Llane und dessen entscheidungsfreudigere Gemahlin Lady Taria. Anduin Lothar führt als schöner starker Krieger die Menschheit in die Schlacht (kurz: Posterboy), während Medivh den zwielichtigen Magier darstellt. Ein junger Spund, der das aus den Fugen geratene Gleichgewicht der Welt wiederherstellen soll, darf nicht fehlen, diese Rolle übernimmt der junge Zauberer Khadgar.

Auf Ork-Seite bestimmen die Hardliner Gul’dan als tyrannischer Schamane und der Häuptling Schwarzfaust die politische Linie (alles umbringen, was nicht grün ist). Den Kontrast stellt Durotan, Führer des Frostwolf-Clans, dar. Dieser erwartet gemeinsam mit seiner Frau Draka ein Kind und beschützt dieses um jeden Preis. Eine entscheidende Rolle nimmt die junge Kriegerin Garona ein. Sie besitzt ein menschliches Gesicht, gehört allerdings der Ork-Rasse an.

WarCraft

Geschichte & Präsentation

Wir wollen hier natürlich nicht den kompletten Film verraten, weswegen wir etwas vage bleiben und schon mal beginnen wertend auf den Film einzugehen. Wo zu Beginn eher Belangloses passiert, nimmt die Geschichte ab der Hälfte langsam Fahrt auf. Nach kleineren Scharmützeln und vorhersehbaren Wendungen stellen sich beide Seiten bald im offenen Kampf gegenüber. Das ist es, wenn WarCraft: The Beginning brilliert. Sei es ein Greifenflug nach Sturmwind im Sonnenuntergang oder die gigantischen Schlachtszenen mit Aberdutzenden von Kriegern und toll animierten Schnetzeleien, die jedoch stets jugendfrei bleiben und ruhig etwas mehr Wums vertragen hätten können bei der vergleichsweise düsteren Präsentation.

WarCraft

Besonders emotional sind die Momente auf Ork-Seite. Wenn etwa eine Mutter ihr Kind um jeden Preis verteidigt oder sich manche Charaktere für das Wohl ganzer Völker opfern, dann ist das animationstechnisch und atmosphärisch so inszeniert, dass man schon einen Schauder bekommen kann. Diese Momente finden vor allem gegen Ende des Films statt. Die restliche Zeit über, besonders auf Menschenseite, finden endlose Diskussionen über Kriegsstrategie oder Wüste Böshaftigkeiten des Schamanen statt. Auch der vorherrschende Pathos im Film mag nicht jedermanns Geschmack treffen. Momente der Aufheiterung gibt es wenige, welche dem Film etwas fehlen.

Fazit

WarCraft: The Beginning wird seinem Namen gerecht. Es steckt eine ganze Menge an WarCraft drin – von den Rassen, Figuren, Orten und Kreaturen bis hin zur Geschichte. Und es handelt sich erst um die Anfänge. Es ist gelungen ein tolles Effekt-Kino auf die Leinwand zu projezieren, dass vor allem der jüngeren Zielgruppe gefallen mag, dabei aber die ältere, mit der Thematik bewanderte Zuschauerschaft nicht verschreckt. Allerdings dürfte die bierenste pathetisch inszenierte Thematik nicht jeden rundum glücklich stimmen und gewisse Längen im Mittelteil sind nicht zu verkennen. Wir hätten uns einen etwas selbstironischeren Ton und größer angelegte Schlachten gewünscht.Wer ein solides Fantasy-Abenteuer sucht, der wird bei WarCraft: The Beginning fündig. Wer innovatives Kino sucht mit frischen Ideen, die der Regisseur des Films, Duncan Jones – Sohn des kürzlich verstorbenen David Bowie -, mit Moon und Source Code hinlänglich geboten hat, der wird der Schlachtensaga keinen grünen Daumen (Pun intended) verpassen. Wir sind auf die Fortsetzung gespannt, von deren Veröffentlichung sehr stark ausgegangen werden kann.

 

 

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