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Im Test: Team Sonic Racing

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Habt ihr je den Wunsch verspürt, Sonic in einem Kart zu sehen? Wir verneinen zwar ebenso, doch der blaue Igel und seine Freunde fahren trotzdem um die Wette.

Nach dem sehr guten Sonic & All-Stars Racing Transformed, das 2012 veröffentlicht wurde, hat Sonic das Lenkrad nieder- und eine Pause eingelegt. In diesem Jahr feiert er sein großes Comeback, lässt dabei allerdings die anderen SEGA-Charaktere außen vor und fährt die Rennen stattdessen gegen seine Freunde und Rivalen aus der Serie. Da viele SEGA-Marken heutzutage nicht gerade weltweite Bekanntheit genießen, macht diese Entscheidung aus ökonomischer Sicht Sinn, doch die langjährigen Fans, welche das ein oder andere nette Crossover erwartet haben, enttäuscht man damit. Einmal mehr arbeitet Sumo Digital an einem Sonic Kart-Rennspiel und die Marketingkampagne erinnert mit einem cartoonigen Video an jene von Sonic Mania, ist allerdings kürzer geraten. Und so wurde Team Sonic Racing geboren.

Aus spielerischer Sicht werden Mario Kart-Spieler ohne größere Probleme den Einstieg in das Spiel schaffen. Es handelt sich um einen üblichen Vertreter eines Arcade-Rennspiels mit Waffen und Turboboosts über das Driften. Der titelgebende Team-Modus hebt das Spiel aus der Masse der Racer hervor. Im Gegensatz zu einem weiteren Rennspiel mit einer menschlichen Beutelratte in der Hauptrolle trägt Team Sonic Racing das “Team” zurecht. Der Team-Modus ist auch Teil des Abenteuers und erfordert die Zusammenarbeit aller Fahrer, um Erfolgserlebnisse feiern zu können. Spielt man alleine, wird Team Sonic Racing zum vergleichsweise schlechteren Mario Kart-Klon. Mit zwei Teamkollegen hingegen könnt ihr Power-ups teilen und ihnen beim Boosten helfen. Das Gesamtergebnis spiegelt die Leistung des Teams während des Rennens wieder und akkumiliert nicht stupide eure Endpositionen. Das Konzept ist zwar löblich, es verliert allerdings schnell seinen Reiz. Neulinge kann man so sicher für den Kart-Racer begeistern, doch Veteranen könnten nach Eingewöhnung schnell gelangweilt das Spiel wechseln.

Die Einzelteile eures Vehikels könnt ihr anpassen und dadurch die Charakteristiken davon verändern und es nach Belieben einfärben. Diese Teile erhaltet ihr durch den Einsatz von Spielgeld. Die legendären Versionen davon sind nichts anderes als vergoldete Varianten, deren Farbe nicht veränderbar ist. Verwendet ihr alle Teile aus einem Set, bekommt ihr keine Boni spendiert. Seid ihr auf der Jagd, alles freizuschalten, wird euch der Story mit einigen schweren Strecken auf die Probe stellen. Zwar sind einige der Personalentscheidungen fragwürdig, insgesamt geht das von den Entwicklern vorgesehene Team-Konzept mit dem verfügbaren Fahrerfeld allerdings gut auf. Die Musikuntermalung ist in alter Sonic-Tradition großartig geworden. Während der Rennen lauscht ihr gut gemachten Remixes von Liedern der Vergangenheit.

Fazit

In der Gesamtbetrachtung ist der größte Wermutstropen, dass das Spiel so nah an dem Release des Remakes von Crash Team Racing veröffentlicht wurde. Das Activision-Spiel ist einer der wenigen Titel, der online gar als Mario Kart-Killer gehandelt wird, wobei das natürlich eine Frage des eigenen Geschmacks ist. Handelt es sich bei Team Sonic Racing um ein exzellentes Spiel? Nein, wie bereits erläutert kann sich das Spiel nach einer gewissen Zeit einfach und langweilig anfühlen. Es ist schwierig ein gutes Kart-Rennspiel zu finden, in dem nicht ein rot bemützter italienischer Hausmeister zu Werke ist. Es ist allerdings unsere Überzeugung, dass der Vorgänger besser war. Gelingt es euch jedoch eine ausgewogene Gruppe an Konkurrenten an die Startlinie zu bringen, macht Team Sonic Racing überraschend viel Spaß, besonders wenn man Fan des blauen Igels ist.

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