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E3

E3 2019: FIFA 20 gegen eFootball PES 2020

Wer wird der neue König auf den virtuellen Bolzplätzen, EAs FIFA 20 oder Konamis eFootball PES 2020? Wir haben beide Spiele auf der E3 ausprobieren können.

Erstmal zur Mannschaftsauswahl der E3-Demos; folgende je sechs Teams (+ ein All-Star-Team in PES) konnte man in den Demos auf der Messe anwählen:

FIFA 20

  • Athletico Madrid
  • Borussia Dortmund
  • FC Liverpool
  • Manchester City
  • Paris St.-Germain
  • Real Madrid

eFootball PES 2020

  • Arsenal London
  • Boca Juniors
  • Flamengo Rio de Janeiro
  • Frankreich
  • Palmeiras FC
  • PES Legends
  • River Plate

Wir gehen gar nicht erst weiter auf die Feature-Listen ein (vgl. EA PLAY-Artikel), sondern beschreiben direkt unsere Eindrücke vom virtuellen Rasen, im Falle von PES standen die Stadien Allianz Parque (Sao Paulo), Camp Nou (Barcelona), El Monumental (Buenos Aires), Emirates (London) und Estadio Alberto J. Armando (Buenos Aires) zur Verfügung. Die Aufnahme von eigenem Gameplaymaterial wurde uns in beiden Fällen nicht gestattet, daher müsst ihr mit dem offiziellen Bildmaterial vorlieb nehmen.

Das Spielgefühl in FIFA 20 ähnelt in Punkto Ballphysik und Spielgeschwindigkeit jenem des Vorgängers, allerdings hat man die Effektivität von Distanzschüssen verschärft. Die alte FIFA-Taktik, den Ball über die Flügel laufen zu lassen, hereinzuflanken und mit einem gezielten Kopfball abzuschließen, funktioniert nach wie vor gut. EA geht also spielerisch keine Risiken ein und verändert die Erfolgsformel lediglich in Nuancen. Auch im Menüdesign hat sich wenig getan und der geneigte Rasenschachspieler hat die Qual der Wahl über diverse Taktikoptionen bzgl. Formation, Aufstellung und Ausrichtung.

Wenige Tage später konnten wir Pro Evolution Soccer – eFootball PES 2020 anzocken, welches wir nachfolgend in alter Tradition einfach nur PES nennen. Hier wurde gefühlt an mehr Stellschrauben gedreht als beim EA-Konkurrent. Der Ball läuft nun wesentlich freier und klebt nicht am Spann des Ballführenden, Mitspieler laufen sich mehr frei und Verteidigen ist etwas herausfordernder geworden, da man das gezielte Tackle auf den Ball nun genauer timen muss. Der Schiri war in unseren Testmatches mit Arsenal gegen Frankreich etwas pingelig und bestrafte quasi jeden Rempler mit einer gelben Karte. In der finalen Version hoffen wir auf den Einsatz von Unparteiischen mit Premier League-Erfahrung. Spielerwechsel und Formationsänderungen gehen wie gewohnt von der Hand. Die neue standardmäßig aktivierte Kameraperspektive ist etwas niedriger angesetzt und schwenkt nach links und rechts – gewöhnungsbedürftig, aber jederzeit veränderbar.

Wir konnten die beiden Spiele lediglich für je zwei Matches anzocken, darin hatten wir allerdings den Eindruck, dass sich FIFA noch etwas statischer und PES einen Tacken dynamischer spielt. Beide Fußballspiele machen in jedem Fall eine gute Figur auf dem Platz und ein totaler Reinfall ist hier nicht absehbar. Man muss allerdings sagen, dass sich die finalen Verkaufsprodukte dieser Serien häufig von den Messedemos unterscheiden.

 

Grafisch geben sich beide Games keine Blöße. Es ist kein Geheimnis, dass hinter FIFA eine zugkräftige Lizenz und ein gigantischer Konzern steht und Konami jährlich mit einzelnen Klubs und Ligen, von denen man teils nur im Kleingedruckten des Sportteils gelesen hat, verhandelt und darum bangt, diese zu verpflichten. Vergleicht man die Situation allerdings mit dem Status Quo von vor fünf bis acht Jahren, hat sich PES allerdings auch in dieser Hinsicht ganz schön nach oben gemausert und schließt regelmäßig Kooperationen mit großen Vereinen ab. Der Fotorealismus der Spielergesichter ist beeindruckend, kein Wunder also dass Fans weltweit im Vorfeld der Sportspiel-Update-Releases (was für eine Wortschöpfung) akribisch im Netz nach neuen Scans der Spielergesichter Ausschau halten.

Die Stadionatmosphäre ist zugegebenermaßen bei FIFA 20 derzeit noch etwas intensiver, da es hier nicht nur fantasievolle Banner wie in PES 2020 in den Stadionreihen gibt, sondern auch diverse originalgetreue Gesänge, die Fanherzen höher schlagen lassen. Die Gestaltung des Emirates und Camp Nou in PES ist allerdings durchaus gelungen. Wir haben hier glücklicherweise sogar die Originalreferenz, da wir bereits im Barca-Stadion waren, und der Grad an Realismus ist einmal mehr enorm.

Zu den neuen Modi, etwa bei PES Match Day und bei FIFA der Nachfolger des Storymodus The Journey aus dem letztjährigen Ableger oder dem Straßenfußballmodus Volta Football, ist noch zu wenig bekannt, als dass wir euch handfeste vergleichbare Fakten liefern könnten.

Vorabfazit

Die beiden Fußballspiele geben sich also derzeit noch nichts. Jede Serie hat ihre Anhängerschaft und sie werden sich mit den Änderungen ohnehin anfreunden müssen. Während EA mit FIFA 20 augenscheinlich keine Experimente eingeht, fühlt sich PES 2020 deutlich anders als die 2019er-Version an. Wir hoffen euch schon bald Eindrücke aus den finalen Verkaufsfassungen geben zu können.

Während eFootball PES 2020 ab dem 10. September 2019 verfügbar sein wird, wird EA SPORTS FIFA 20 ab dem 27. September 2019 erhältlich sein. Beide Games werden für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen. Über Versionen für Switch und PS3/360 ist nichts weiter bekannt.

Alle Trailer, unsere selbst aufgenommenen Spielszenen, Podcasts und Artikel zur E3 2019 findet ihr auf unserer Microsite.

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