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Im Test: The Last of Us

Inhalt
Seite 1: Einzelspieler
Seite 2: Mehrspieler

Mehrspieler

Wie so oft war mal allseits geschockt, als das erwartete Einzelspieler-Spektakel The Last of Us auch einen Mehrspielermodus spendiert bekommt. Dass dieser nicht auf Kosten der Kampagne eingebaut wurde, wissen wir ja bereits. Nun gehen wir auf die Gestaltung von Factons, wie der abgeschottete Teil heißt, ein.

The Last of Us

Zu Beginn entscheidet ihr euch entweder für die Fireflies oder die Hunter. Unterschiede zwischen den Parteien gibt es keine. Für welche Seite ihr euch entscheidet in den kommenden 12 Wochen zu kämpfen, bleibt also euren Moral-Vorstellungen überlassen. Es gibt zwei Modi, den Vorratsraubzug und Überlebende. Vorratsraubzug ist Team-Deathmatch mit unendlichen Wiedereinstiegen, in Überlebende geht es etwas taktischer zu, zwei Teams kämpfen rundenweise um den Gesamterfolg.

Im Mehrspielermodus gibt es ein übergreifendes Stammessystem. Jeder Spieler hat ein eigenes Lager an Überlebenden und muss dies mit Medikamenten und Vorräten versorgen, sonst werden die armen krank oder erlegen grausam dem Hungertod.

The Last of Us

Events

Ab und an gibt es Missionen. Diese Ereignisse sind zufallsgeneriert. Etwa bricht eine Malariaepidemie im Lager aus oder Banditen nehmen sich bei euch Geiseln und ihr müsst bestimmte Ziele, die ihr selbst auswählen könnt, innerhalb der nächsten 3 Partien gegen menschliche Gegner erfüllen. Beispielsweise gilt es fünf Gegner per Messer auszuschalten oder nur mit dem Bogen ins Feld zu ziehen. Die Belohnungen erhaltet ihr gestaffelt. Schaft ihr also mehr, vergrößert sich euer Klan. Andere Events bringen euch einmalige Booster z. B. um euch mehr Waffenteile sammeln zu lassen.

Jede Partie stellt ein Tag im Überlebenskampf für euer Lager dar. Eine Anzeige gibt Aufschluss über die Anzahl benötigter Vorräte, die ihr unabdingbar benötigt, sonst gibt es üble Folgen. Toll: Ragequittern (Spielabbrecher, die eine Niederlage durch vorzeitiges Verlassen vermeiden wollen) wird somit ein Riegel vorgeschoben.

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Erledigte Gegner lassen Vorräte fallen und in Kisten sind neben den Crafting-Elementen aus der Einzelspielerkampagne auch Waffenteile versteckt. Diese dienen auch den Vorräten eurer Kolonie. Ausschließlich damit kauft ihr in jeder Runde Munition für primäre und sekundäre Waffen sowie Kevlarwesten. Anders als bei Counter-Strike könnt ihr jederzeit nachkaufen, andererseits übernehmt ihr eure Ausrüstung nicht in die nächste Runde.

Im Ausrüstungsbildschirm findet ihr vier individuelle Slots sowie vier vorgegebene in den Kategorien Angriff, Scharfschütze, Unterstützer und Lautlos. Anschließend wählt ihr eine Primär- und Sekundärwaffe sowie vier Skills, die unterschiedlich viele Ausrüstungspunkte benötigen. Zu den Skills zählen das Minimieren des Zielfernrohrschwankens, schnelleres Reanimieren von gefallenen Kameraden, eine Verlängerung des Lauschmodus’ und schnelleres Crafting. Ihr könnt sogar Sonderwaffen wie eine Machete, den Flammenwerfer oder die El Diablo-Pistole anlegen, jedoch kosten diese wertvolle Ausrüstungspunkte und ihr werdet gezwungen nützliche Skills für den Einsatz zu deaktivieren.

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Die Karten sind Schauplätze der Einzelspieler-Kampagne. Diese verfügen über reichlich Deckungsmöglichkeiten, ihr könnt euch in vielen Häusern verschanzen und euch sogar in Schneestürmen verstecken. Da kann der Gegenüber den Lauschmodus so oft anwerfen, wie er will.

Durch das Echtzeit-Crafting und die unterschiedlichen Spezialisierungen sowie das unebene Terrain entstehen besonders im Überlebensmodus interessante Partien mit taktischen Einschlag. Aufgrund der Munitionsknappheit steht auch im Mehrspielermodus das Schleichen an der Tagesordnung und so entwickelt sich ganz natürlich eine Form von Teamplay. Man kreist etwa den Feind ein, legt Sprengfallen aus oder lauert ihm von hinten auf. Ungeübte Spieler und Neulinge müssen sich an das eigenwillige Tempo gewöhnen. Vorratskisten müsst ihr nicht mit euren Teamkameraden teilen, die kann jeder nach Belieben verwenden. Das Herstellen von Gegenständen sollte man aber schon üben und in hitzigen Situationen ist Nervenstärke und wohlüberlegtes Timing gefragt.

The Last of Us

Trotzdem feiert man schnell Erfolgserlebnisse. Selbst wenn man jede Runde verliert, sammelt man wertvolle Ressourcen und die Überlebenden eures Klans werden es euch mit Boni danken. Schön ist auch, dass während der Mehrspieler-Reise auch eine kleine Geschichte erzählt wird und das Abschießen von Gegnern sich als Teil eines größeren Ganzen anfühlt. Man schließt sich auf seinen Abenteuern mit zahlreichen menschlichen Gefährten an, jeder hat so ein bisschen seine persönlichen Ziele, und geht dann wieder getrennte Wege.

Mehrspieler-Fazit:

Auch der Mehrspielermodus von The Last of Us motiviert durch interessante Survivalmechaniken. Besonders der Aspekt des eigenen Lagers voll von Überlebenden, über deren Zustand man im Newsfeed im Menü auf dem Laufenden gehalten wird, und die zufälligen Ereignisse verwoben mit dem taktischen Überlebende-Spielmodus, der uns spontan an Counter-Strike erinnert, macht den Multiplayer so einzigartig. Vor allem weil Naughty Dog es schafft, die beklemmende Atmosphäre des Einzelspielerabenteuers auch auf den Multiplayer-Karten zu erzeugen. Der zweite Modus Vorratsraubzug ist hingegen etwas stumpf und für die Action zwischendurch geeignet. War zum Release des Spiels noch der Einstieg verhältnismäßig leicht, muss man sich nun auf den Servern mit zahlreichen Elite-Spielern messen und wird somit vor eine nicht zu verachtende Frustprobe gestellt. Trotzdem ist Factions einen Blick wert, liefert er doch etwas mehr als nur Waffen-Unlocks und Rang-Aufstiege am laufenden Band.

The Last of UsThe Last of Us
Genre: Action-Adventure
System: PlayStation 3
Preis: ca. 60 Euro / 40 Pfund / 60 US-Dollar
Entwickler: Naughty Dog (Uncharted, Jak & Daxter)
Publisher: Sony

 

 

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