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Download Donnerstag: Galcon Legends

Der nächste Ableger von Phil Hasseys Indie-Taktikserie Galcon steht an, die mit dem Originalspiel, Galcon Fusion und Galcon Labs (XTgamer Download Donnerstag vom Oktober 2012) schon einige Teile aufweisen kann. Galcon Legends ist jetzt im iOS App Store und auf Steam erhältlich und wir testen aus, ob das Spielprinzip immernoch funktioniert und Fans zum erneuten Kauf bringen kann.

Im Gegensatz zu Labs oder Fusion gibt es in Legends auch eine kleine Story, die in Form von Mini-Comics erzählt wird. Ihr seid Buck, der Geldeintreiber, der das Universum erobern will. Jeder Planet wird von einem Boss kontrolliert, der jeweils anders agiert. Dazu später mehr.

In jedem Level seid ihr mit einem Raster von Planeten konfrontiert, die erobert werden wollen. Diese unterscheiden sich in Produktionsrate und Anschaffungskosten. Erstere wird durch die Größe des Planeten bestimmt, je größer dieser ist desto schneller werden neue Dreiecke (eure Kampfeinheit) nachproduziert. Die Kosten zur Übernahme eines Planeten wird in Form von Ziffern auf den Planeten dargestellt. Schnell entsteht ein Mathespiel für Kopfrechner: Bei welchem Planeten lohnt sich gleich zu Beginn unter den Nagel zu reißen und wo nimmt man besser noch Abstand von?

Galcon Legends

Gesteuert wird das Ganze mit der Maus, zumindest in der uns vorliegenden Steam-Version für Windows, Linux und Mac OS. Mit einem einzelnen Klick wählt ihr die Einheiten eines einzelnen Planeten aus und schickt in die Umlaufbahn eines anderen. Per Doppelklick wählt ihr all eure Planeten aus. Jeweils werden aber nicht alle Einheiten entsandt, sondern nur ein Bruchteil, damit eure bereits eroberten Himmelskörper unter eurer Herrschaft weilen. Ihr könnt aber auch Kästchen ziehen und damit bestimmte Planeten auswählen, was sich als durchaus praktisch herausstellt.

Nun zu den Strategien, die die einzelnen Sternensysteme voraussetzen: Walter und Ms. Magpie bedienen sich den Basics der Galcon Legends-Taktiken. Sie halten sich an benachbarte günstieg Planeten mit hohen Produktionsraten. Des Banjo Kings Flotte ist da schon kniffliger, denn sie attackiert gleich dreimal so schnell wie eure eigene.

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Das Phantom verfügt über unsichtbare Einheiten. Ihr müsst also darauf achten, auf welchen Planeten sich Explosionen ereignen und diese gezielt ausschalten. Der Crab Lord schickt euch drei Wellen und äußerst schnell attackierenden Kämpfern entgegen.

Fünf Schwierigkeitsgrade vom Schiffsknappen bis zum Kapitän sorgen bei Einsteigern und Profis für die notwendige Herausforderung. Klar, in den unteren Stufen könnt ihr die meisten der 23 Level in wenigen Minuten abschließen, knackig wird es in den höheren Rängen. Einem Leutnant oder Kommandanten werden weniger neutrale Flächen geboten, sie müssen sich gleich gegen zwei oder mehr Parteien verteidigen und gleichzeitig das Gleichgewicht wahren, um nicht plötzlich einer zahlenmäßigen Übermacht gegenüberzustehen.

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Obwohl das Spiel auf Bildern dank der Zahlen unglaublich komplex erscheint, ist das Spielprinzip simpelste Mathematik. Durch unterschiedliche Eigenschaften eurer Widersacher oder die Planetenarchitektur tuen sich dann aber doch Herausforderungen auf, die man nicht so schnell bewältigt. Nicht jedem Puzzlespieler wird das hohe Spieltempo und hektische Geklicke gefallen und auf niedrigen Stufen bietet das Spiel wenig Anspruch an den Gamer. Zwar kann man verschiedene Wege gehen, hier fehlt aber gegenüber Eufloria mit ähnlichem Spielprinzip einfach ein wenig mehr Spieltiefe (z. B. unterschiedliche Einheiten, das Terraformierung von Planeten, Power-ups oder Unlockables etc.).

Fazit

Galcon Legends ist ein netter Zeitvertreib, der besonders auf dem Smartphone/Tablet (wo das Spiel nur knapp 3 Euro kostet) für eine schnelle Partie zwischendurch Sinn macht. Als PC-Release für knapp 10 Euro bietet das Spiel einfach zu wenig. Es wird hier auf die bewährte Formel zugegriffen, außer einer generalüberholten Optik bietet Legends aber nichts neues. Die Zwischensequenzen kann man beinah an einer Hand abzählen und das Design der Charaktere ist von Stereotypen geprägt. Trotzdem macht das Spielprinzip immer noch süchtig und hält auch zumindest für wenige Stunden einen Spannungsbogen aufrecht, da die Level auf den höheren Stufen hohe Aufmerksamkeit von euch erfordern und man immer wieder verschiedene Herangehensweisen ausprobieren möchte.

Kein Must-Have, aber für Fans von diesem Spielprinzip (ähnlich wie Eufloria oder Auralux) sicher einen Blick wert beim nächsten Steam-Sale.

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