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Test: Silt – Ein Tauchgang in die Unterwelt

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Silt ist ein neues 2D-Rätselspiel im schwarz-weiß-Look und angesiedelt in einer gruseligen Unterwasserwelt, in dem ihr Meereskreaturen dazu nutzt weiterzukommen.

Mit seinem komplett in schwarz/weiß gehaltenen Grafikstil und der Horroratmosphäre hat Silt definitiv einen der interessantesten Looks der letzten Jahre im Spielemarkt. Der Vergleich zum Indie-Hit Limbo liegt nahe und ist nicht von der Hand zu weisen. Obwohl Silt das Erstlingswerk von Spiral Circus Games ist, hat es das Potential zu einem Geheimtipp. Wir hatten noch vor der Veröffentlichung des Spiels am 1. Juni die Möglichkeit, Silt auf der Xbox Series S zu spielen und schildern euch nachfolgend detailliert unsere Eindrücke aus unserem faszinierenden Abenteuer.

Zwar wurde die Unterwelt grotesk gestaltet, als waschechtes Horrorspiel würden wir Silt allerdings nicht klassifizieren. Es handelt sich um ein 2D-Rätselspiel, in dem ihr in die Rolle eines Tauchers mit übernatürlichen Kräften schlüpft. Er besitzt die Gabe, seine Seele ins Innere von Meereskreaturen zu versetzen und sie kurzzeitig zu kontrollieren. Nahezu jeder Fisch, auf den ihr im Laufe des Spiels trefft, dient der Lösung eines der zahlreichen Rätsel in Silt.

Die scharfen Zähne der Piranhas schneiden durch bestimmte Fäden, mit dem Hammerfisch durchdringt ihr marode Wände, Aale versorgen euch mit Strom und so weiter. Die Rätsel können auf clevere Art und Weise bewältigt werden und da wir meist schnell die Lösung finden, kommt selten Frust auf. Obacht: Bevor ihr eure Seele in einen Fisch versetzt, müsst ihr euren Körper vor Angriffen anderer Meeresbewohner in Sicherheit bringen.

Glücklicherweise hat unsere Fähigkeit eine große Reichweite und sobald wir die Kontrolle des Fisches verlassen wollen, wechseln wir auf Knopfdruck zurück in unseren menschlichen Körper. Manche Rätsel erfordern zwar Trial-und-Error, allerdings stehen uns unendlich viele Leben  zur Verfügung und wir müssen uns über das Ableben keine Gedanken machen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass uns das Spiel nach einem Bildschirmtod an den Anfang des aktuellen Rätsels zurückversetzt. Silt ist eine intensive Spielerfahrung, allerdings ziemlich kurz. Wir haben das gesamte Spiel in ca. 4 Stunden absolviert. Wenn ihr schnell unterwegs seid, könnt ihr es auch locker in 3 Stunden durchspielen.

Wie eingangs erwähnt ist der Grafikstil einer der faszinierenden Aspekte am gesamten Spiel. Die Handlung bleibt hingegen ein Mysterium, da im Verlauf des Spiels nicht erklärt wird, warum wir das eigentlich alles tun. Die Verbreitung von Theorien zur Story im Internet ist quasi vorprogrammiert.

Fazit

Silt hat sich als überraschenderweise unterhaltsames Spiel herausgestellt. Obwohl ein bis zwei besonders nervige Rätsel vorhanden sind, hat die Spielmechanik viel Potential. Die kurze Spielzeit führt dazu, dass jenes nicht ausgeschöpft wird. Ein gutes Beispiel hierfür sind die enttäuschenden Bosskämpfe, in denen meist ein bestimmtes Gimmick zum Sieg führt. Die Tatsache, dass wir Silt gerne länger gespielt hätten, spricht für den Ideenreichtum im Spiel. Seid ihr auf der Suche nach einer kurzen kreativen Spielerfahrung in einem Horror-Setting, solltet ihr diesem 2D-Puzzler eine Chance geben. Silt ist für Xbox Series X|S, Xbox One, PS5, Switch und PC erhältlich.

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