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Im Test: Etrian Odyssey IV – Legends of the Titan

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Es ist schon eine Weile her, dass ein Titel der Etrian Odyssey-Serie den Weg nach Europa findet. Atlus’ traditioneller Dungeon Crawler glänzt seit der Veröffentlichung des Originals auf dem DS mit Abwesenheit auf dieser Seite des Atlantiks. Jetzt hat es Etrian Odyssey IV hierher geschafft und wir können endlich und wir können den ungestritten besten Teil einer bereits großartigen Serie genießen.

Etrian Odyssey IV beginnt ähnlich wie die vorangegangenen Serienableger und lässt euch eure eigene Gilde von Kundschaftern kreieren. Die Erschaffung von Charakteren ist verhältnismäßig einfach gehalten, euch werden ein paar Klassen und Charakterportraits zur Auswahl gestellt. Gewisse Klassen und Unterklassen sind zu Beginn noch gesperrt, womit ihr weniger Zeit bei der Schaffung eurer Gruppe benötigt und schneller loslegen könnt. Das Spiel stellt euch genügend Charakterslots zur Verfügung, um die unterschiedlichen Ausrichtungen auszuprobieren. Später wird das Aufleveln von neuen Figuren enorm erleichtert, wodurch man das viel gescholtene Grinding vermeidet.

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Sobald eure Party steht und ausgestattet ist, geht’s auch direkt ab in den ersten Dungeon. Etrian Odyssey IV legt das Hauptaugenmerk auf Dungeon Crawling, also das Durchstöbern von gefährlichen Verließen, und nicht auf das Erzählen einer herausragenden Geschichte. Für gewöhnlich gibt es einen einfachen Vorwand, um in die abenteuerlichen Gegenden vorzustoßen. Die Übersetzung ist gemäß Atlus’ üblichem Standard sehr hochwertig. Besonders erinnerungswürdige Momente gibt es jedoch aufgrund der Dialogarmut keine.

Das eigentliche Spielgeschehen erlebt ihr aus der Ego-Perspektive, während auf dem unteren Bildschirm des Nintendo 3DS das Spielfeld in Form eines Rasters dargestellt wird. Jedes Stockwerk bietet fest Punkte an denen Items erscheinen und Geheimnisse, die alle von euch aufgestöbert werden wollen.

Etrian Odyssey IV schöpft seine Inspiration von altgediegenen Dungeon Crawlern ab und so finden sich bekannte Elemente wie Zufallskämpfe und rundenbasierte Auseinandersetzungen wieder. Die Kämpfe gestalten sich grundsätzlich recht simpel, jeder Charakter verfügt dafür über eine Großzahl von Fertigkeiten. Spezielle Skills sorgen für die Anpassung der eigenen Gruppe sowie die Dominanz über die meisten Gegner, wenn man dies richtig einsetzt.

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Der übrige Teil des Spiels wurde besonders einsteigerfreundlich gestaltet. Es gibt einen neuen ausgewogenen Spielmodus, der eure Einheiten automatisch bufft und heilt, wenn ihr zur Stadt zurückkehrt sowie mehr Icons um Gänge abzustecken in die Hand gibt. Unter Berücksichtung der Veränderungen ist Etrian Odyssey IV weiterhin ein schweres Spiel. Grinding wird besonders später im Spiel zur absoulten Notwendigkeit und Bosskämpfe gewinnt ihr üblicherweise erst nach mehreren Versuchen. Die F.O.E.s sind auch wieder am Start – sehr knackige Monster, die auf der Karte erscheinen und die ihr anfangs vermeiden solltet.

Grafisch ist es nicht das beeindruckendste Spiel auf dem 3DS, obwohl manche Gegenden und Monster gut designt sind. Die Aktivierung des wenig herausragenden 3D-Effektes könnt ihr beruhigt unterlassen. Der Soundtrack ist auf der anderen Seite phänomenal, was dem Serienstandard entspricht. Lieder stoppen bald genug, um Wiederholungen zu vermeiden. Die Kampfmusik bleibt gerne im Ohr für eine Weile.

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Fazit

Etrian Odyssey IV ist ein Sucht erregendes Spiel, das sich Einsteigern öffnet, ohne dabei sich von den Fans abzuwenden. Jeder Rollenspiel-Fan sollte sich EO IV zu Gemüte führen und es ist die perfekte Gelegenheit die Serie europäischen Zockern wieder schmackhaft zu machen.

Etrian Odyssey IVEtrian Odyssey IV: Legends of the Titan
Genre: Rolenspiel
System: Nintendo 3DS
Preis: ca. 40 Euro
Entwickler: Atlus
Publisher: Atlus / NIS America

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