Download Donnerstag: Aero Porter

Aero Porter

Heute nehmen wir Level-5s (Professor Layton) zweites Spiel als Teil ihrer eShop-Offensive Guild01 unter die Lupe.

Aero Porter ist ein Download-Spiel für den Nintendo 3DS. Es stammt von Yoot Saito, der erfahreneren Gamern noch wahrhaft bildlich im Kopfe schwebt, ist er doch das Gesicht vor und hinter Seaman, einer Haustier-Sim für das Dreamcast. Mit Aero Porter möchte Saito ein Game schaffen, dass leicht zugänglich und suchterregend ist. Schauen wir doch einmal, ob ihm das gelungen ist.

Im Spiel übernehmt ihr die Kontrolle über einen Flughafen, den ihr vom kleinen Bezirksflughafen zu einem internationalen Knotenpunkt führt. Das Sorting Game ist der Ort, an dem ihr euch meistens befindet. Ihr müsst das Gepäck von Tausenden von Passagieren in die richtigen Flugzeuge befördern. Habt ihr zu Beginn nur drei Rollbänder zur Verfügung, sind es bald fünf und mehr.

Die Rollbänder sind vertikal aufgereiht und auf beide Bildschirme des Handhelds verteilt. Mit den Schulterknöpfen befördert ihr das Gepäck eine Etage höher oder tiefer. Das Spiel erfordert nicht nur Genauigkeit, sondern auch Geschicklichkeit, da ihr stets unter Zeitdruck steht. Seid ihr zu langsam, fliegt der Flieger ohne dem vollständigen Gepäck ab. Agiert ihr hingegen zu vorschnell, verärgert ihr eure Kunden dadurch, dass ihre Koffer auf dem falschen Flugzeug landen.

Apropos Landen: Zwischendrin spielen sich oft Ereignisse ab, mit denen ihr kurzfristig fertig werden müsst. Etwa muss das Gepäck schnell von einer zur anderen Landebahn gebracht werden oder VIPs müssen umschmeichelt werden. Politiker sind beispielsweise besonders schwierig zufrieden zu stellen. Ihr Gepäck ist mit einer falschen Farbe deklariert, nur das Bändchen am Koffer ist mit der Farbe des korrekten Fluges markiert. Außerdem muss ihr Gepäck als erstes im Flieger Platz nehmen. Zusätzlich bekommt ihr es mit giftigen und gefährlichen Substanzen zu tun, die ihr auf spezielle Trucks laden müsst und die auf keinen Fall in ein Flugzeug verladen werden dürfen.

Auch die Stromversorgung spielt eine Rolle. Achtet ihr nicht auf euren Energieverbrauch und habt stets alle Lichter und die in der Geschwindigkeit regulierbaren Rollbänder in Betrieb, geht euch bald der Saft aus und ihr müsst vor 20 Uhr schließen. Ihr schaltet nicht nur Erweiterungen für euren Flughafen frei, sondern auch neue Flugzeugdesigns für euren Hangar. Außerdem können per StreetPass Flugzeuge anderer Spieler via WiFi-Verbindung landen.

Aero Porter spielt sich sehr schnell und erfordert viel Fingerfertigkeit, da euch die engen Flugpläne recht wenig Zeit lassen, das Gepäck auf das richtige Flugzeug zu verladen. Kommen dann noch die Sonderwünsche der VIPs dazu, ist bald Land unter. Zu Beginn nimmt euch Aero Porter zwar noch nicht so hart ran, das Game zieht aber schon bevor ihr Zugriff auf euren Hangar habt stark im Schwierigkeitsgrad an. Die Flipper-artige Mechanik zum vertikalen Manövrieren der Koffer funktioniert bei viel Gepäck mehr schlecht als recht. Oft lasst ihr Gepäck fallen, dass sich eigentlich schon auf dem korrekten Rollband befindet und das darf gerade bei diesem Spielprinzip einfach nicht sein.

Im Spiel sind einige nette Ideen verbaut. Beispielsweise müsst ihr Bälle durch Kippen des Nintendo 3DS in das Flugzeug laden oder durch Pusten in das Mikrofon bestimmtes Gepäck ausfindig machen – so hat Saito auch wieder seine Mikro-Unterstützung im Spiel integriert.

Zum Preis von 4,99 Euro bekommen Fans von Geschicklichkeit-Spielen ein ungewöhnliches Puzzle-Game serviert, das viele nette Ideen beinhaltet, aber nicht ganz ausgereift ist. Die Sitzungen arten von einer Sekunde auf die andere in hektische Balanceakte aus, die nur wenig zum Weiterspielen motivieren. Wir sind gespannt, wie es qualitativ mit den anderen Level-5-Projekten für den Nintendo 3DS Liberation Maiden, Crimson Shroud und Rental Bukiya de Omasse (japanischer Titel) aussieht. Wir lehnen uns mal etwas aus dem Fenster und prophezeien, dass Aero Porter noch nicht den Höhepunkt der Guild01-Reihe darstellt.

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