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Download Donnerstag: Theatrhythm und Kingdom Hearts 3D

An echten Goldstücken für die aktuellen Handhelds mangelt es gerade. Wir sehen uns zwei Demos an, die zumindest für den Nintendo 3DS frische Spielerlebnisse bieten könnten.

Square Enix ist stets bemüht, seine Marken mit interessanten Mobilablegern fortzuführen und zu erweitern. Ob ein Final Fantasy-Bemanispiel bei uns punkten kann und wie unser erster Eindruck zum neuen Kingdom Hearts ausfällt, lest ihr in den folgenden Minuten.

Theatrhythm: Final Fantasy

Hinter dem komplizierten Titel Theatrhythm steckt ein Musikspiel im Final Fantasy-Universum. Ganz wie in Guitar Hero und Konsorten wählt ihr aus unterschiedlichen Songs aus und führt zum richtigen Zeitpunkt die auf dem Bildschirm erscheinenden Kommandos aus. Diese sind auf unterschiedliche Spuren aufgeteilt, was spielerisch aber keinen Unterschied macht, da die jeweilige Spur keine Rolle spielt, wenn ihr eure Eingaben macht. Das funktioniert mit dem Touchscreen des Handhelds. Es gibt normale Noten, bei denen ihr im richtigen Moment mit dem Stift auf den Bildschirm klopfen müsst, Töne, die ihr halten müsst, und richtungsweisende Abfolgen, bei denen ihr in die angezeigte Richtung wischt. Je nachdem, ob ihr die Note perfekt anschlagt oder das Timing nicht hundertprozentig stimmt, bekommt ihr eine entsprechende Bewertung pro Note, die sich in einer Punktzahl wiederspiegelt.

Wird der Rollenspielaspekt also vollkommen außer vor gelassen? Falsch gedacht. Es hat schon einen Grund, warum es verschiedene Spuren gibt. Hinter jeder Saite, wenn man so will, versteckt sich eins eurer Gruppenmitglieder. Führt ihr Kombos aus, können eure Figuren Sonderattacken vom Stapel lassen, verwandeln sich in einen niedlichen Chocobo oder benutzen Gegenstände wie einen Trank. Ihr habt nämlich eine Lebensanzeige für eure Party. Durch Fehlschläge schrumpft der Balken und sinkt eure Energie auf null, müsst ihr den Song von Neuem beginnen.

In der Demo kann man bereits zwei Songs anspielen. Im ersten tretet ihr gegen mehrere Feinde an und dementsprechend actionreich ist das Lied aus Final Fantasy VIII. Im zweiten Level lauscht ihr einer Melodie aus Final Fantasy XIII während ihr durch einen Wald spaziert, was deutlich gemütlicher ist. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade, die ihr direkt vor Beginn der Partie anwählen und sogar im Practise-Modus üben könnt, ohne bei zu vielen verpassten Noten zu sterben. Einsteiger werden mit der Stufe „Beginner“ gut eingeführt, während sich Profis auf den beiden weiteren Schwierigkeitsgraden austoben können. Bereits die mittlere Stufe „Expert“ verlangt euch im Battle Song viel Fingerfertigkeit ab. Die Erkennung der Touch-Befehle funktioniert größtenteils sehr gut. Bei schnellen Abfolgen aus den höheren Stufen hat der Nintendo 3DS aber so seine Probleme, die Eingaben zu erfassen. Sollte das wirklich generell so sein, könnte das ziemlich störend sein.

Optisch macht Theatrhythm eine tolle Figur. Gerade mit aktiviertem 3D ist die Aktivität im Hintergrund recht hübsch. Nur bekommt man als Spieler davon nicht viel mit, da man viel zu sehr damit beschäftigt ist, den Rhythmus nicht zu verlieren. Ist der mal weg, so schwindet die Lebensenergie zusehends. Grafisch wird das durch Attacken von riesigen Monstern dargestellt. Die Framerate scheint im 3D-Modus im Gegensatz zu anderen 3DS-Spielen konstant zu bleiben. Die Demo kann 30 Mal gestartet werden.

Unser Ersteindruck von Theatrhythm ist außerordentlich positiv. n-Space bietet Nintendo 3DS-Besitzern ein kurzweiliges Musikspiel, das mit der RPG-Komponente für Dauermotivation sorgen könnte und Final Fantasy-Fans mit vielen Songs und Charakteren aus der Serie erfreut.

Kingdom Hearts 3D. Dream Drop Distance

In der Demo von Kingdom Hearts 3D steuert ihr den Teenager Sora, der mit seinem Schlüsselschwert seit jeher den Protagonisten der populären Rollenspielserie mimt. In den Tutorials lernt ihr die grundlegenden Mechaniken des Spiels. Das Kampfsystem besteht aus Schwertkombos und Spezialfähigkeiten wie den Eisbrecher oder Funkga. Letzterer ist ein flächendeckender Angriff, der einem Wirbelsturm gleicht. Hinzu kommt eine weitere Ebene, die es beispielsweise im PSP-Vorgänger Kingdom Hearts: Birth by Sleep noch nicht gibt. Im Freien Fluss (engl. Free Flow) könnt ihr euch blitzschnell bewegen und somit euren Feind verwirren. Außerdem stehen euch Spezialattacken zur Verfügung. Ihr steuert den Freien Fluss, indem ihr mit Y gegen eine Wand oder einen Laternenpfahl springt. Auch der Realitätswandel ist neu. Ist dieser aktiv, könnt ihr Fässer mit dem Touchscreen in die Luft schleudern und dann wie mit einer Steinschleuder per Touch-Steuerung verschießen.

Nach der Einführung könnt ihr euch frei durch das Städtchen Traverse bewegen. Dieser Ort erinnert von ihrem Aufbau her an Ezios Heimatdorf in Assassin’s Creed II. Und ganz wie der Assassine kann sich auch Sora butterweich und flink wie ein Hase über die Dächer des stockdüsteren Ortes bewegen. Während ihr Traverse erkundet, trefft ihr immer wieder auf euch attackierende Fledermäuse und riesige Pandabären, die ihr nur im Freien Fluss zu Fall bringen könnt. Auf eurer Erkundungstour trefft ihr kleine Meerschweinchen-artige Wesen, die ich in Kämpfen zur Seite stehen. Ist deren Anzeige voll (wir sind nicht völlig sicher, ob es sich dabei um eine Erfahrungspunkteleiste oder die Darstellung der Loyalität handelt), könnt ihr euch mit ihnen verbinden. Dieser Link ermöglicht euch, auf ihnen durch die malerische Kulisse zu hopsen oder ein kleines musikalisches Rhythmusspiel vom Zaun zu lassen.

Zusätzlich zu den Zufallskämpfen könnt ihr auch an bestimmten Stellen sogenannte Kampfportale auslösen. Einmal aktiviert, stolzieren mächtige Drachen auf euch zu und diese sind übel gelaunt. Habt ihr sie dank Sonderfähigkeiten und Freien Fluss besiegt, bekommt ihr eine kleine Abrechnung. Erreicht ihr Sonderziele wie den Kampf innerhalb einer festgelegten Zeit zu absolvieren, hagelt es Boni wie Erfahrungspunkte oder Items. Wo wir gerade bei den Gegenständen sind: Ein Inventar suchen wir in der Demoversion noch vergeblich. Das wird aber mit Sicherheit an der kleinen Vorabversion liegen. Bosskämpfe kommen ebenfalls nicht zu kurz. Der mächtige Kistenklopper will euch in einer abgeschotteten Stage an’s Leder. Er hält sich wohl für einen Transformer und verwandelt stets seine Form. Doch wir lassen uns nicht beeindrucken und schicken ihn mit ein paar gezielten Spezialmanövern zurück in’s Reich der Träume. Damit endet auch die Demo, die man übrigens 15 Mal spielen kann.

Die Demo ist zwar sehr kurz und lässt euch nur mal kurz in Kingdom Hearts 3D reinschnuppern, für einen ersten Eindruck lohnt sie sich trotzdem. Die Steuerung ist intuitiv, die Spielmechanik wurde sinnvoll erweitert und der bewährte charmante Disney-Look ist immer noch vorhanden. Fans von Kingdom Hearts und solche, die es werden wollen, können sich schon einmal auf den 20. Juli freuen. Acht Tage bevor der mit 90 Prozent größerem Bildschirm erscheinende Nintendo 3DS XL erscheint, beglückt Square Enix RPG-Freunde mit Dream Drop Distance.

Das war es mit unserem kleinen Ausflug in zwei Demos für den Nintendo 3DS. Besitzt ihr einen 3DS und überlegt ihr euch, eins der Games anzuschaffen? Habt ihr die Demos schon gezockt? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

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