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Im Test: Stories – The Path of Destinies

Spearhead Games’ Stories: The Path of Destinies ist ein Action-Adventure aus einer geneigten Vogelperspektive, in dem ihr reihenweise KrĂ€hen mit eurem Schwert niederstreckt und einer interessant gestalteten Geschichte folgt.

Die Geschichte wird von einem Sprecher begleitet und gliedert sich in fĂŒnf Kapitel. Zu Beginn jedes Abschnittes dĂŒrft ihr eine Entscheidung treffen. Anfangs ist das etwa, ob wir in der Haut des heroischen Fuchses Reynardo unseren Hasen-Freunden Lapino aus der Klemme helfen wollen oder ob wir die Rebellion im Kampf gegen das gemeine KrĂ€hen-Imperium unterstĂŒtzen und die Suche des sagenumwobenen Artefaktes Skyripper aufnehmen. Je nach Entscheidung Ă€ndert sich der Sprechertext und die besuchten Orte, aber auch der weitere Verlauf der Geschichte wird maßgeblich durch den Spieler bestimmt.

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Die Geschichte ist mit fĂŒnf Kapiteln in rund zwei Stunden oder weniger auch schon beendet, doch danach dĂŒrft ihr zurĂŒckblĂ€ttern und neue Pfade ausprobieren. So umfasst das Spiel ĂŒber 20 Enden. Es macht auch Sinn, die verschiedenen Wege zu gehen, da ihr immer mehr FĂ€higkeiten lernt und neue Gegnertypen freischaltet. Dieser Review basiert auf fĂŒnf Enden sowie des “wahren Endes”, das ihr erst freischaltet, wenn ihr von den vier verschiedenen Wegen jeweils eines vollendet habt.

Die Gameplay-Abschnitte umfassen lineare Level, in denen aber auch die ein oder anderen Schatztruhen versteckt wurde. Ein Looten & Leveln-Spiel ist Stories nur bedingtermaßen, da es relativ wenig zu holen gibt. Meist findet ihr Ore, das ihr an WerkbĂ€nken fĂŒr bis zu zwei Upgrades eures Schwertes ausgebt. Es gibt vier verschiedene Schwerter, die sich in ihrer SpezialfĂ€higkeit unterscheiden. WĂ€hrend euch das grĂŒne Schwert erlaubt euch zu heilen, dĂŒrft ihr mit dem roten SĂ€bel ganze KrĂ€henhorden in Brand setzen und mit dem lila Äquivalent schnellere Kombos vollfĂŒhren. In knapp fĂŒnf bis sechs Stunden habt ihr alle Schwerter freigeschaltet und erst dann entfaltet sich das an Batman-Spiele angelehnte Kampfsystem vollends.

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Mit Quadrat schlĂ€gt ihr, R2 erlaubt euch die SpezialfĂ€higkeit einzusetzen, mit Dreieck zieht ihr einen Gegner an euch und mit Kombinationen in Verbindung mit der Angriffstaste könnt ihr zudem KrĂ€hen werfen als auch Konter starten. Das funktioniert grundsĂ€tzlich schön flĂŒssig und schon bald schnellt ihr zusĂ€tzlich mit X durch ganze Gegnerhorden. Schließlich könnt ihr auch eure Fertigkeiten an Statuen durch Erfahrungspunkte aufwerten und verfĂŒgt ĂŒber mehr Ausdauer oder könnt durch mit Schilden bewaffnete Widersacher dashen. Leider sind die Areale, in denen die ScharmĂŒtzel stattfinden, etwas eng. Hier wĂŒrden wir uns mehr Bewegungsfreiraum wĂŒnschen, da wir oftmals in eine Ecke gedrĂ€ngt werden und dann von explosiven AttentĂ€tern in die Luft gejagt werden.

Zu Beginn mag man noch denken, dass Stories einen geringen Schwierigkeitsgrad hat, doch spÀter werden die KÀmpfe durch den Einsatz verschiedener Gegnertypen immer kniffliger. Richtige BosskÀmpfe gibt es im Spiel nicht. Das hÀtte sich bei der Vielzahl an Oberschurken doch sehr angeboten.

Euren Greifhaken dĂŒrft ihr nicht nur in KĂ€mpfen benutzen, sondern euch damit auch ĂŒber AbgrĂŒnde und in der finalen Schlacht sogar von Schiff zu Schiff bewegen. Aufgrund der kurzen Gameplay-Passagen und des linearen Leveldesigns wirken diese Abschnitte doch etwas steril, trotz der tollen AtmosphĂ€re: Im Hintergrund reihen sich Schlachtschiffe aneinander und fechten dramatische Gefechte gegeneinander aus. An anderer Stelle laufen wir durch noch friedliche Dörfer und Bauernhöfe, die allesamt schön gestaltet sind. Auch die Musikuntermalung ist jederzeit passend.

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Aufgrund der Tatsache, dass wir die Level immer und immer wieder in verschiedenen Konstellationen absolvieren und damit von der spannenden Geschichte mitgerissen werden, lauschen wir stĂ€ndig den gleichen MusikstĂŒcken und durchlaufen die gleichen Gegenden. Hier hĂ€tte man sich einen besseren Kniff ĂŒberlegen sollen, da dies durchaus zu ErmĂŒdungserscheinungen fĂŒhrt.

Gameplay-Videos

Fazit

Stories: The Path of Destinies hat ein interessantes Konzept dank der Vielzahl an Story-Gabelungen und macht als Metroidvania-Titel auch auf Gameplay-Seite einen Heidenspaß. Das atmosphĂ€risch starke Abenteuer macht nur den Fehler, dass es die stete Wiederaufbereitung der Level nicht intelligent genug verpackt und so nur beinharte Story-Fetischisten alle Enden sehen werden. Der Großteil werden vier Enden sehen, um das wahre Ende freizuschalten und dann abschalten. In dieser Zeit wird man allerdings bestens unterhalten. Wer auf eine intelligent erzĂ€hlte Geschichte im Fantasy-Setting fernab von Orks und Elfen steht, der wird mit Stories nicht enttĂ€uscht werden.

Stories: The Path of Destinies
Genre: Action-Adventure
Systeme: PS4 (getestet), PC
Preis: 15 Euro (PSN/Steam)
Entwickler: Spearhead Games (ACE – Arena: Cyber Evolution, Tiny Brains)
Publisher: Spearhead Games

This game was provided by the publisher for review purposes, check our review policy for details.

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