Loading...
Zelluloitis - Filmecke

Zelluloitis: Viral

F√ľr den kleinen Hunger zwischendurch: Wir stellen euch die Heimkino-Neuheit dieser Woche¬†Viral von capelight pictures vor.

Viral dreht sich um die beiden Schwestern Emma (Sofia Black-D’Elia) und Stacey (Analeigh Tipton). Die beiden sind mit ihrem Vater (Michael Kelly) neu in das Shadow Valley in Kalifornien gezogen, einer scheinbar friedlichen Neubausiedlung. W√§hrend ihr Dad einen Job an ihrer Highschool annimmt, besch√§ftigen sich die Teenager vornehmlich mit Jungs. W√§hrend die √§ltere Schwester Stacey auf den tattowierten YOLO-Typen CJ (Colson “Machine Gun Kelly” Baker) steht, f√ľhlen sich Emma und “Good-Guy” Evan (Travis Tope) zueinander hingezogen.

Evan hilft Emma zwar h√§ufiger aus der Patsche, wir erfahren leider reichlich wenig √ľber ihn. Langsam entpuppt sich auch, warum die Familie getrennt lebt und was sie dazu trieb, in diese Ein√∂de zu ziehen. Das Hauptaugenmerk des Films liegt nach dem seichten Einstieg aber darauf die beiden jungen Frauen dabei zu zeigen, wie sie emotional mit der Lage versuchen klar zu kommen. Beide finden sich in misslichen Lagen wieder, aus denen sie trotz Hang zum Erstarren dann doch noch entkommen.

Viral bietet ein geerdetes Setting und stellt auf glaubw√ľrdige Art und Weise dar, wie mit einer solchen Epidemie verfahren werden k√∂nnte. US-Pr√§sident Barack Obama (Drehjahr ist 2016) versucht die Bev√∂lkerung zu beruhigen, der Katastrophenschutz namens CNC versorgt die Anwohner sp√§rlich mit Nahrungsmitteln und Schutzkleidung und das Milit√§r geht nicht zimperlich mit jenen um, die versuchen die kontaminierte Zone zu verlassen. Zusammen mit der tollen Inszenierung z√§hlt das zu den Pluspunkten des Films.

Die Motivationen der Charaktere lassen sich gr√∂√ütenteils nachvollziehen. W√§hrend die Stacey ihre j√ľngere Schwester besch√ľtzen m√∂chte, versucht auch der Vater aus der Ferne das M√∂glichste, um seine T√∂chter in Sicherheit zu bringen. Evan fungiert dabei als St√ľtzrad, um f√ľr den ein oder anderen √úberraschungsmoment zu sorgen, ohne dabei eine tragende Rolle einzunehmen.

Die Visualisierung des Virus, der sich √ľber einen Wurm-artigen Parasiten √ľbertr√§gt, ist gelungen, ohne dabei in zu abstruse Bilder abzudriften. Habt ihr den Anfang von The Last of Us gespielt, d√ľrften euch einige Situationen in Viral bekannt vorkommen.

Während man bis dahin gut unterhalten wird, fährt sich der Film ab Dreiviertel der Laufzeit etwas fest und die Szenen doppeln sich. Danach wird nochmal ordentlich mit Action-Sequenzen losgelegt und es offenbart sich spätestens hier, dass das Spezialeffekte-Team einen guten Job leistet. Auch abseits der gezielt eingesetzten Spezialeffekte zaubert der Film tolle Bilder auf den TV und vermittelt die Isolation, in der sich die Charaktere befinden, auf eindringliche Weise.

Fazit

Viral ist ein kurzweiliger Film. Es f√§llt schwer, den Streifen in ein Genre zu legen. Er bietet Elemente aus Horror, Thriller und Teenie-Liebesgeschichte und vermengt diese in einen gesunden Happen. Im Gegensatz zu anderen Werken macht man sich sogar die M√ľhe, den Wurm-Virus wissenschaftlich zu begr√ľnden. Ebenso gef√§llt uns, dass man nicht Dutzende von Charaktere einf√ľhrt und sie dann buchst√§blich schnell abfr√ľhst√ľckt. Zwar verk√∂rpern alle drei Hauptdarsteller/-innen ihre Rollen glaubw√ľrdig und auch die Chemie stimmt, Evan h√§tte man aber ruhig etwas mehr Stellenwert verschaffen k√∂nnen, wenn man das Ende beachtet. Wer Geschmack an einem geerdeten Virus-Thriller im Stile von The Purge (die Produzenten des Films sind an Viral beteiligt) findet, der sollte sich diesen Leckerbissen nicht entgehen lassen.

Viral jetzt g√ľnstig auf Blu-ray, DVD und als Video on Demand sichern.¬†This movie was provided by the film distributor for review purposes, check our review policy for details.

Twitch Live Stream is ONLINE
Twitch Live Stream is OFFLINE