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Im Test: Guardians of the Galaxy – Episode 5

Nach unse­ren Dop­pel-Tests von Epi­so­de 1 & 2 und Epi­so­de 3 & 4 erzäh­len wir euch, wie das Fina­le von Tell­ta­le Games‘ Guar­di­ans of the Gala­xy gewor­den ist.

Nach­dem sich die Behü­ter der Gala­xie in Epi­so­de 4 zer­strit­ten haben ist es Peter Quills (ali­as Star-Lord) Auf­ga­be, die Trup­pe mit sei­nem… unschlag­ba­ren Charme wie­der zu ver­ei­ni­gen. Anten­nen­la­dy Man­tis gibt Peter die Mög­lich­keit, die ein­zel­nen Per­so­nen über sein Unter­be­wusst­sein auf­zu­spü­ren. Wäh­rend Wasch­bär Rocket und Baum Groot nicht von unse­rer Sei­te wei­chen, gilt es Gamo­ra zu suchen. Die­se ist total zer­stört, da ihre Schwes­ter weg­ge­lau­fen ist, sich mit Elek­tro­nik voll­ge­pumpt hat und am Ende ihrer Schwes­ter zwar für ihre Feh­ler ver­zie­hen hat, aber dann doch dahin­ge­schie­den ist. Gamo­ra gibt sich die Schuld dafür, dass ihre Schwes­ter von ihrem Vater Tha­nos kor­rum­piert wur­de und am Ende gestor­ben ist.

Schein­bar haben wir die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen getrof­fen, dann am Ende kämp­fen alle Sei­te an Sei­te gegen Hala, die von der soge­nann­ten Eter­ni­ty For­ge kon­su­miert wur­de und im Blut­rausch ist, um ihren toten Sohn Bal’Dinn  wie­der zum Leben zu erwe­cken. Toll: In der Rol­le Peters dür­fen wir die Auf­ga­ben an die Hüter ver­tei­len. Da mag sich Gamo­ra wun­dern, dass wir sie als Hacke­rin ein­set­zen, ein Wasch­bär dient aber, trotz Tech­ni­kaf­fi­ni­tät, unse­rer Mei­nung nach immer noch bes­tens als Ablen­kung. Ob das wirk­lich so ist, soll­tet ihr selbst her­aus­fin­den.

In einer schnit­ti­gen Sequenz erle­ben wir den End­kampf gegen Hala. Tell­ta­le liest anschei­nend unse­re Tests, denn plötz­lich als sich Star-Lord die iko­ni­schen In-Ear-Kopf­hö­rer in die Ohren steckt erklingt ein neu­er Song: „Cra­zy On You“ von der US-ame­ri­ka­ni­schen Band Hearts, die Gamern etwas jün­ge­ren Semes­ters dank „Bar­ra­cu­da“ in GTA: San Andre­as bekannt sein dürf­te. Abseits von die­ser musi­ka­li­schen Über­ra­schung gibt es aller­dings kei­ne neu­en Lie­der. Der Score und die wirk­lich groß­ar­ti­ge Leis­tung der eng­li­schen Syn­chron­spre­cher trös­ten aller­dings dar­über hin­weg.

In knapp zwei Stun­den die Wie­der­ver­ei­ni­gung der Grup­pe, einen impo­san­ten End­kampf und ein zufrie­den­stel­len­des Ende auf den Bild­schirm zu zau­bern, ist nicht leicht. Tell­ta­le hat hier Abstri­che machen müs­sen und das zeigt sich beson­ders beim End­kampf. Die­ser ist in sei­ner Insze­nie­rung fan­tas­tisch, dau­ert aber nur weni­ge Minu­ten an. Die Nach­wir­kun­gen wer­den eben­falls nur kurz dar­ge­stellt: Ähn­lich wie in Tales from the Bor­der­lands fin­den wir uns in einem Flam­men­in­fer­no wie­der. Anders als im genann­ten Tell­ta­le-Spiel gibt es aller­dings nicht einen epi­schen End­kampf, es bleibt ein­fach dabei. Fans wer­den von den anschlie­ßen­den Sze­nen zwar trotz­dem befrie­digt, das Fina­le hät­te jedoch wesent­lich impo­san­ter wer­den kön­nen, doch man ahnt, wie an vie­len Stel­len die­ser Fol­ge, dass man die Tür für eine zwei­te Staf­fel auf­hal­ten möch­te. Das ist kein Wun­der, denn die benann­te Koope­ra­ti­on mit Gear­box ist die ein­zi­ge Tell­ta­le-Serie, von der noch kei­ne zwei­te Staf­fel „bestellt wur­de“.

Die Sto­ry über­zeugt uns, das Ende aller­dings nicht ganz. Die ein­zel­nen Cha­rak­te­re haben wirk­lich eine Ent­wick­lung hin­ter sich gebracht: Drax wur­de vom Rauf­bold zu einem ver­ant­wor­tungs­vol­len Mit­glied der Trup­pe, der sich nur noch hin und wie­der ein Blut­bad anrich­tet und Gamo­ra ver­sucht sich ihre Feh­ler zu ver­zei­hen. Doch was ist mit Peter Quill? Hat sich auch der selbst­ge­fäl­li­ge eit­le Prot­ago­nist des Spiels in irgend­ei­ner Wei­se durch unse­re Ent­schei­dun­gen wei­ter­ent­wi­ckelt und ist gereift? Zuge­ge­be­ner­ma­ßen ist das nicht ein­fach für Tell­ta­le, da es der spiel­ba­re Cha­rak­ter ist und von euren per­sön­li­chen Ent­schei­dun­gen lebt. Dass man trotz­dem einen her­an­rei­fen­den Cha­rak­ter schrei­ben kann, zeigt Tell­ta­le mit der Figur, die sie groß gemacht hat: The Wal­king Deads Cle­men­ti­ne. Star-Lord bleibt die glei­che Per­son, wie in Epi­so­de 1. Ein Schritt dahin das zu ändern wäre gewe­sen, mit der Ver­gan­gen­heit und damit mit sei­ner Mut­ter abzu­schlie­ßen. Am Ende gibt es zwar eine Sequenz, die ganz und gar nicht so ist, wie die vori­gen Flash­backs, es wird aber über­deut­lich, dass es in Staf­fel 2 wei­ter­geht mit den Rück­blen­den. Das macht aller­dings ande­rer­seits auch Sinn, denn schließ­lich spielt das Tape­deck sei­ner Mut­ter eine wich­ti­ge Rol­le in der Serie.

Spie­le­risch über­zeugt die Fol­ge ein­gangs durch die Mög­lich­keit, Erin­ne­run­gen in Form von ver­schie­den­far­bi­gen Ener­giebäl­len anzu­steu­ern. Spä­ter gibt es aller­dings nichts Revo­lu­tio­nä­res, auch wenn der End­kampf posi­tiv her­aus sticht. Ins­ge­samt gibt wenig Game­play und das trotz einer Sequenz, in der Peter im Welt­raum mit sei­nen iko­ni­schen Rake­ten­stie­feln unter­wegs ist. Hier hät­ten wir uns mehr Inter­ak­ti­on ver­spro­chen.

Video: Die Serie im Let’s Play

Fazit

Mit kecken Dia­lo­gen, einem toll insze­nier­ten End­kampf, wenig ech­tem Game­play und eines bruch­stück­haf­ten Endes hin­ter­lässt das Fina­le von Tell­ta­les und Mar­vels Guar­di­ans of the Gala­xy einen gemisch­ten Ein­druck. Einer­seits ist Gamo­ras und Peters Annä­he­rung total knuf­fig, wäh­rend Drax und Man­tis auf­grund ihrer son­der­ba­ren Art Lacher garan­tie­ren. Ande­rer­seits wären wir ger­ne tie­fer in die Rol­le eines Hüters geschlüpft. Die Tell­ta­le-For­mel funk­tio­niert auch noch mit mehr Game­play und das wün­schen wir uns für die zwei­te Staf­fel. Dass die Sto­ry eben­so vie­le Wen­dun­gen haben wird, wie die der ers­ten Staf­fel, zeigt bereits die After-Credits-Sze­ne. Auch das Sys­tem der Ent­schei­dun­gen und deren Aus­wer­tun­gen am Ende, die nicht nur die Pro­zent­an­tei­le der von Spie­lern welt­weit getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen anzei­gen, son­dern auch die Sym­pa­thie unse­rer Weg­ge­fähr­ten dar­stellt, gefällt uns sehr gut. Wir wün­schen uns, dass sich Tell­ta­le Zeit lässt, nicht nur eine mit­rei­ßen­de Geschich­te zu schrei­ben, son­dern auch Man­tis ihre Trink­fes­tig­keit anzu­eig­nen, die sie als Mit­glied der Guar­di­ans benö­tigt.

Wir haben die Screen­shots anhand unse­res Game­play-Vide­os auf­ge­nom­men. Auf­grund der Kom­pres­si­on des Vide­os und der Bil­der weicht die Qua­li­tät leicht von der im Spiel ab.

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