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Im Test: Guardians of the Galaxy – Episode 1 & 2

Die Ver­fil­mung des Comics Guar­di­ans of the Gala­xy schlägt 2014 ein wie eine Bom­be. Tell­ta­le Games ver­sucht das glei­che mit einer neu­en Video­spiel­se­rie. Ob das gelingt, lest ihr in unse­rem Test des Auf­tak­tes.

Das unglei­che Hel­den­quin­tett besteht aus dem läs­si­gen Schmugg­ler Peter „Star-Lord“ Quill, dem sar­kas­ti­schen Wasch­bä­ren Rocket, des loya­len Krie­gers Drax, Cyborg-Schwes­ter #1 Gamo­ra und des stum­men Bau­mes Groot. Sie jagen nach der Eter­ni­ty For­ge, die von Gamo­ras Vater und Kriegs­trei­ber Tha­nos beschützt wird. In Epi­so­de 1 „Tang­led Up In Blue“ gilt es, den blau-häu­ti­gen Wider­ling aus­fin­dig und ding­fest zu machen. Die Kree sind eine wis­sen­schaft­lich und mili­tä­risch weit fort­ge­schrit­te­ne Ras­se mit blau­er Haut­far­be, ähn­lich der Asa­ri in Mass Effect. Tha­nos hat aller­dings nicht nur eine Adop­tiv­toch­ter, son­dern auch eine zwei­te namens Nebu­la, die Star-Lord nicht gera­de freund­lich gegen­über steht. Sobald die Eter­ni­ty For­ge, ein mys­te­riö­ses Arte­fakt, in den Besitz der Trup­pe gelang ist, ist sie also vor dem übel gelaun­ten Cyborg mit spa­ni­schem Akzent beschützt zu wer­den.

Trotz der vie­len Cha­rak­te­re ist Tell­ta­les und Mar­vels epi­so­den­haft-ver­öf­fent­lich­tes Guar­di­ans of the Gala­xy ein guter Ein­stieg in die Fran­chise. Die Beweg­grün­de und Hin­ter­grün­de der ein­zel­nen Figu­ren wer­den im Lau­fe der Staf­fel mehr und mehr auf­ge­klärt. Zudem wird es nach den the­ma­tisch gese­hen erns­ten Spie­len The Wal­king Dead: A Final Fron­tier und Bat­man: The Tell­ta­le Series wie­der Zeit für unkom­pli­zier­ten Spaß im Stil von Tales from the Bor­der­lands. Genau das lie­fert GotG. Die ers­te Fol­ge ist so umfang­reich, obwohl sie sich auf die o.g. zen­tra­le Geschich­te kon­zen­triert, dass wir sie glatt für zwei hal­ten kön­nen.

Weit gefehlt, denn Epi­so­de „Under Pres­su­re“ erzählt schon den nächs­ten Akt in der fünf Fol­gen umfas­sen­den Staf­fel. Waren wir in Fol­ge 1 noch vor­nehm­lich auf Pla­ne­ten­ober­flä­chen unter­wegs, erkun­den wir dies­mal das Schiff aus­führ­lich. Ähn­lich wie in Bio­wa­res Sci­Fi-Epos ist das Raum­schiff unse­re Hei­mat­ba­sis zwi­schen den Ein­sät­zen. Aller­dings ist der Umgang hier wesent­lich locke­rer. Das beginnt damit, das Star-Lord sei­ne Lieb­lings­hits anhand von Musik­kas­set­ten durch die Laut­spre­cher­an­la­ge des Schif­fes bläst. Das ist natür­lich ein wesent­li­ches Ele­ment in den Fil­men und so hat sich Tell­ta­le Games auch für die Ver­sof­tung Lie­der aus den 70er und 80ern und sol­che, die sich so anhö­ren, lizen­ziert, dar­un­ter King Har­vests Dan­cing in the Moon­light und Elec­tric Light Orche­s­tras Livin‘ Thing. Die Kapi­tel­ti­tel sind eben­falls Anspie­lun­gen an belieb­te Songs aus der Zeit­pe­ri­ode.

Die Eter­ni­ty For­ge macht Fol­ge 2 so beson­ders. Sie ver­setzt einen Cha­rak­ter inmit­ten einer Erin­ne­rung. Sobald eine wei­te­re Per­son das Relikt berührt, sieht die­se das Glei­che. Als Rocket erfah­ren wir, wie der kecke Wasch­bär aus einer For­schungs­an­stalt geflo­hen ist und unter wel­chen dra­ma­ti­schen Umstän­den dies gelang. Star-Lord hin­ge­gen war einst der klei­ne Peter. In einer emo­tio­na­len Rück­blen­de erfah­ren wir, wie er zu sei­nem Namen kam und wie sei­ne Bezie­hung zu sei­ner Mut­ter war.

Wäh­rend die Geschich­te bei­der Fol­gen über­zeu­gen kann, ist das Game­play immer ein strit­ti­ger Punkt in Tell­ta­le-Spie­len. Guar­di­ans of the Gala­xy ist eine linea­re Erfah­rung. Ab und an dür­fen wir ein paar Gän­ge erkun­den, größ­ten­teils han­geln wir uns von einem Dia­log zum Nächs­ten und tref­fen diver­se Dia­lo­g­ent­schei­dun­gen. Dank der Rück­blen­den erge­ben sich so Ent­schei­dun­gen, die eine Figur für den Rest ihres vir­tu­el­len Lebens mit sich her­um­schleppt. Zwar ist nicht jede Ent­schei­dung welt­be­we­gend, ist sie es jedoch, ist das Erleb­nis umso inten­si­ver.

Auf der Tech­nik­sei­te sind uns teils erheb­lich lan­ge Lade­se­quen­zen auf­ge­fal­len. Dach­ten wir, Tell­tae hät­te die­se für alle Zei­ten aus­ge­löscht, haben wir uns offen­sicht­lich getäuscht. Die Kali­for­ni­er nut­zen die­se Defi­zi­te aller­dings, um sich sel­ber auf die Schip­pe zu neh­men. Etwa dau­ert eine Auf­zug­fahrt super lan­ge und es gibt gar eine Lade­se­quenz dazwi­schen. Tell­ta­le geht locker damit um und lässt die Figu­ren dar­über scher­zen. GotG mag kein Gra­fik­feu­er­werk sein, wir fin­den den Stil, in dem das Sci­Fi-Aben­teu­er erzählt wird, sehr pas­send. Die eng­li­schen Syn­chron­spre­cher leis­ten durch die Bank her­vor­ra­gen­de Arbeit, dar­un­ter Tell­ta­le-Vete­ran Adam Har­ring­ton, Syn­chro-Legen­den Nolan North und Micha­el Roo­ker sowie Jung­ta­lent Emi­ly O’Brien. Musi­ka­lisch wün­schen wir uns ein­fach mehr und vor allem jene Lie­der, die durch die Kapi­tel­ti­tel refe­ren­ziert wer­den.

Video: Die Serie im Let’s Play

Fazit

Guar­di­ans of the Gala­xy ist eine wür­di­ge Ver­sof­tung des Erfolgs­ma­te­ri­als aus Comic und Kino. Nach einer kur­zen Auf­wärm­pha­se ist das Zusam­men­spiel des inter­es­san­ten Ensem­bles ein wah­rer Schmaus für Augen und Ohren. Letz­te­res beson­ders auf­grund der klu­gen Aus­wahl an Musik, die the­ma­tisch super in die ers­ten bei­den Fol­gen passt. Will man Kri­tik üben, so soll­te man sich der bis­lang blas­sen Cha­rak­te­re Groot und Drax anneh­men. Da uns die Eter­ni­ty For­ge aller­dings noch ein gutes Weil­chen beschäf­ti­gen wird, war­ten wir sehn­süch­tig auf deren Rück­blen­den. Die Flash­backs zäh­len zu den High­lights des Spiels, da sie emo­tio­nal geschrie­ben und insze­na­to­risch wun­der­voll ver­packt wur­den.

Wir freu­en uns auf die 3. Fol­ge, die bereits am kom­men­den Diens­tag zum Down­load bereit­ste­hen wird.

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