Im Test: Defenders of the Mystic Garden

Erdbeeren sind lecker und bis zur Erntezeit dauert es ja noch ein paar Wochen. Grund genug für uns die wenigen Früchte zu hegen und zu pflegen und sie vor fiesen Wald- und Wiesenganoven zu beschützen.

Tower Defense-Spiele in einem Fantasyszenario ist nichts neues. Im neuen Spiel Defenders of the Mystic Garden von Twisted Dragon Media müsst ihr einen Garten vor allerlei Unholden wie Maulwürfen, Spinnen und Bienen bewahren. Dabei stehen euch die für das Genre typische Einheiten Magier (Feuer und Eis), Krieger und Bogenschütze zur Verfügung. Auf einer Karte mit mehreren Wegen müsst ihr die Unruhestifter dann daran hindern, euren Erdbeervorrat zu plündern.

Anders als den meisten Spielen dieser Art könnt ihr stets nur eine vorgegebene Anzahl an Einheiten auf das Spielfeld stellen und seid sogar dazu in er Lage, euren Truppen Lauf- und Patroullienwege zuzuteilen. Da ihr nur wenige Slots zur Verfügung habt, müsst ihr durch Klasse statt Masse glänzen und levelt dazu eure Charaktere auf. Diese teilen dann mehr Schaden aus oder können schneller attackieren.

Die Eismagierin am hinteren Teil der Karte zu platzieren macht wenig Sinn, da ihr Zauberspruch Gegner verlangsamt.

Monsters (probably) stole my strawberries

Das Mehrweg(e)-Schwierigkeitsgradsystem.

In jedem der zwölf Level, die sich in vier Themengebiete (Wald, Acker, Eis und Blitz) unterteilen, gibt es je nach Schwierigkeitsgrad sieben bis elf Gegnerwellen, die es zu überstehen gilt. Ihr könnt von Beginn an alle Level anwählen. Anfänger gewöhnen sich in den niedrig stufigen Level gut ein, müssen in den folgenden Matches aber ihr Können unter Beweis stellen. Schon ab der zweiten Schwierigkeitsstufe wirft euch das Spiel Unmengen an Ungeziefern entgegen, die ihr mit euren mickrigen drei bis sechs Einheiten in Schach halten müsst. Je nach Szenario stellen sich euch auch Pinguine, Ratten und Frösche entgegen. Jedes Szenario wird mit besonderen Gegnern beendet. Das können fiese Robben, ein Lavageist oder die fleischfressende Pflanze Venus-Fliegenfalle sein.

Den Mitstreitern hapert es ab und an an Intelligenz und der Steuerung an Flexibilität. Beispielsweise weigert sich der Hammer schwingende Soldat öfters partout selbigen zu schwingen. Ihr müsst die gewünschte Einheit stets mit dem Analogstick erst einmal ansteuern und auswählen, bevor ihr ihr Befehle zuteilen könnt. Trotzdem motiviert das Game, da jeder Abschnitt mit ein wenig Nachdenken zu meistern ist. Eure Truppen können verkauft und ersetzt werden, aber keine Angst. Das ist, wenn man sich geschickt anstellt, gar nicht nötig.

Da es sich hierbei um ein Bild aus einer nicht finalen Version handelt, steht oben, es gäbe acht statt sechs Einheiten.

There’ll be tenderness in the air

Die niedliche Präsentation und die lustigen Kommentare der Figuren (der Feuer speiende Magier – gesprochen vom einzigen (!) Programmierer Ismail Said – fragt euch beispielsweise, was denn so ein Flammenwerfer sei) tragen einiges zum niedlichen Charme von Defenders of the Mystic Garden bei. Bei der Musik hätte es durchaus mehr Variation geben können. Diese ist dafür optischer Natur.

Leider laufen die zwölf Level stets nach dem gleichen Schema ab. Hier fehlt ein Endlosmodus oder zufallsgenerierte Gegnerwellen. Zumindest gibt es wie in anderen Minis-Titeln der Marke 1000 Tiny Claws (Test) Challenges und Gegnerbeschreibungen freizuschalten. Das ist aber auch nach wenigen Stunden geschehen, womit das Spiel nur für ein kurzes Vergnügen sorgt.

Fazit

Für 3,49 US-Dollar steht das PlayStation Minis-Spiel ab sofort im US-PSN zum Download bereit. Am 18. April erscheint es auch in Deutschland. Einsteiger werden an dem Game deutlich länger Spaß haben als Tower Defense-Profis. Für erstere ist Defenders of the Mystic Garden definitiv einen Blick wert.

Defenders of the Mystic Garden
Genre: Echtzeit-Taktik
System: PS3/PSP/PSVita (nur europäische Version auf Vita spielbar)
Preis: gratis (PlayStation Plus-Abo) bzw. 3,49 US-Dollar (PlayStation Store)
Termin: 18.04.2012 (Europa), erhältlich (USA)
Entwickler: Twisted Dragon Media
Publisher: Twisted Dragon Media

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  • Micha

    Da hat mein Handy ja bessere Grafiken 😀

    • Patrick

      Wer bei einem Minis-Spiel von einem Menschen auf die Grafik schaut, bei dem ist Hopfen und Malz schon lang verloren. 😛