Loading...
Download Donnerstag

Download Donnerstag: Symphony

Heute wird es musikalisch bei uns: Symphony ist ein rasantes Musikspiel, bei dem ihr in den unendlichen Weiten des Weltraums ganze Heerscharen an Raumschiffen vernichtet und dabei hoffentlich nicht den Takt verliert. Ob die Entwickler den richtigen Ton treffen erfahrt ihr nach dem wub wub wub wub.

Arcade-Shooter, bei denen ihr passend zur Musik generierte Level vorfindet, sind nichts neues. Was mit Beat Hazard (Mobile Monday vom 2. April) begonnen hat, zog einen ganzen Rattenschwanz an Nachahmern hinter sich her. Mit dem Steam-Spiel Symphony verfolgen die Empty Clip Studios ein ├Ąhnliches Konzept. Ihr gleitet mit einem Raumschiff durch spacige Level und ballert allerhand Gegner ab.

Anders als bei der Konkurrenz erscheinen die feindlichen Flugobjekte nicht einfach an jeder Ecke des Bildschirms, er seht f├Ârmlich, wo die Masse an Gegner in den Bildschirm hinein fliegen wird. Neben vordefinierten Tracks k├Ânnt ihr auch eure eigene Musikbibliothek in’s Spiel reinladen und nach verschiedenen Kriterien wie Interpret oder Album filtern. ├ťbersicht sieht zwar anders aus, das Men├╝ erf├╝llt daf├╝r seinen Zweck.

Das System, mit dem Symphony die Intensit├Ąt der Songs misst, funktioniert erstaunlich gut. K├Ânnt ihr euch bei ruhigen Passagen noch entspannt zur├╝cklehnen, geht es beim aufw├Ąndigen Solo gut her und die Geschwindigkeit und Anzahl an Raumschiffen nimmt blitzschnell zu. Mit der Verwandtschaft beim Design endet auch schon die Gemeinsamkeit mit Beat Hazard, denn die Steuerung erfolgt nicht etwa mit den beiden Analog-Sticks eines Controllers, sondern mit der Maus, ├Ąhnlich wie im gelungenen Sammel- und Ausweichspiel Waveform (Download Donnerstag vom 29. M├Ąrz). Mit der Maus k├Ânnt ihr euch in alle Richtungen bewegen und das ist auch bitter n├Âtig, da ihr von allen Seiten Gesellschaft bekommt.

Beim Gegnerdesign h├Ątte uns ruhig etwas mehr Vielfalt geboten werden k├Ânnen (sollen d├╝rfen). Neben den Standard-Raumschiffen, die ab und an einen Schuss in eure Richtung abfeuern gibt es mit einem Energieschild gesch├╝tzte Widersacher und einige der Fantasie der Entwickler entsponnene Kreaturen. Diese sind besonders gro├č und stark gepanzert, bewegen sich daf├╝r auch recht langsam von einem Bildschirmende zum anderen. Dazu z├Ąhlen allerlei geometrische Formen wie Obelisken und Trapeze sowie waschechte Drachen und Schw├Ąne.

Habt ihr mehrere Opponenten niedergestreckt, k├Ânnt ihr Punktekombos aneinander reihen. Dazu m├╝sst ihr Musiknoten einsammeln. Andere Collectibles stellen euer Schiff wieder her oder liefern euch kurzzeitige Upgrades. Wie in Beat Hazard werden eure Sch├╝sse immer st├Ąrker, je mehr Power-ups ihr einsammelt. Da kann es auch passiern, dass ihr pl├Âtzlich nach unten feuern k├Ânnt.

Da w├Ąren wir auch schon bei der Spezialisierung eures Fighters. Eure Kriegsmaschine verf├╝gt ├╝ber vier Waffenslots, die ihr mit jeweils einer Wumme best├╝cken k├Ânnt. Die Waffen schaltet ihr mit hohen Kudo-Punktzahlen nach dem Abschluss eines Songs frei. Es gibt nat├╝rlich die aus dem Handbuch f├╝r Weltraumbewaffnung™ bekannten Laser-Waffen wie einen doppell├Ąufigen Schuss, eine Maschinengewehr-artige Bewaffnung und Raketen, die sich erst aufladen m├╝ssen und dann in einem ganzen Rocket Pack abgefeuert werden. Doch auch musikalische Instrumente werden im Krieg umfunktioniert und als Waffe missbraucht. Den Subwoofer habt ihr recht fr├╝h an eurer Seite, er feuert automatisch im Takt der Musik panzebrechende Noten auf die hilflosen Raumschiffe. Sp├Ąter kommen noch weitere Instrumente wie das Crescendo hinzu, das Elektrizit├Ątsblitze in sporadischen Sch├╝ben absondert.

 

Mit den gesammelten Kudos (ein Schelm, wer an PixelJunk 4 am (Test) denkt) k├Ânnt ihr die Waffen verbessern und sie auch im Ausr├╝stungbildschirm in jede Himmelsrichtung neigen, um so die optimalen Schusswinkel abzudecken. Die Bedienung mit der Maus ist auf den Punkt pr├Ązise und macht das Spielgeschehen noch spannender, wenn es auch manches Mal etwas hektisch wird. Schaltet ihr die Soundeffekte ab und lasst nur den fantastischen visuellen Stil gepaart mit eurer Lieblingsmusik auf euch wirken, werdet ihr recht schnell in den Bann von Symphony gezogen. Obwohl das Spiel keine Aberdutzenden von Upgrades bietet, wird es zu keiner Zeit langweilig. Sechs Schwierigkeitsgrade motivieren auch den gr├Â├čten Musikliebhaber f├╝r einige Stunden.

Eine grobe Story gibt es auch. Ein fieser D├Ąmon greift die Musikwelt an und nimmt geschichtstr├Ąchtige Songschreiber gefangen. In f├╝nf Sets an kreativ designten Bossk├Ąmpfen, in denen beispielsweise eine Terminator-Kopie in euren Song platzt, m├╝sst ihr die einzelnen Seiten einer Symphonie (daher der Titel!) zur├╝ckerobern und schaltet dadurch neue Schwierigkeitsstufen wie Piano, Mezzo-Forte und Fortissimo frei. Um ├╝berhaupt Kudos zu erhalten, m├╝sst ihr je nach Schwierigkeitsgrad eine vorgegebene Anzahl von Kudos erreichen, die aber selbst Einsteiger vor keine gr├Â├čeren Probleme stellen sollte. Sterbt ihr im Spiel einmal, werden euch zwar einige Punkte abgezogen, die ihr aber sehr bald wieder reinholt.

Symphony bietet nichts aufregend neues, ist aber ein gelungenes Musikspiel f├╝r Fans von Beat Hazard, Waveform und Konsorten. Die Symbiose aus der fantastisch umgesetzten Musik-Analyse-Technik, die das Spielgeschehen sehr gut dem jeweiligen Song anpasst, und dem immersiven Look im Stile von Dyad (Download Donnerstag vom 26. Juli) erzeugt ein tolles Spielgef├╝hl und steht der Spielbarkeit in nichts nach. F├╝r ein potenzielles Track Pack, das man zum Download anbieten k├Ânnte, w├╝nschen wir uns Mari├ę Digbys Symphony, das den Entwicklern als ideales Titellied h├Ątte dienen k├Ânnen – vielleicht beim n├Ąchsten Mal.

Als kleines Zuckerl haben wir noch ein paar Steam-Codes f├╝r euch, die wir um 20 Uhr (in einer Stunde) in die Kommentaren posten werden.

*Mari├ę Digby-Bild zur Verf├╝gung gestellt von uncensoredinterviews.com