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JahresrückblickSpecial

Bergauf, bergab – mein Spielejahr 2012

So ver­geht also ein wei­te­res Jahr. 365 Tage vol­ler Freu­de, Leid und den übli­chen Pro­ble­men. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass man ab und zu eine Aus­zeit von dem oft­mals gering­fü­gig anstren­gen­dem Leben sucht und ein paar gemüt­li­che Stun­den vor dem Fern­se­her oder Moni­tor ver­bringt.

Arti­kel-Autor: Mer­lin

Video­spie­le haben für mich im Bereich der Unter­hal­tung schon immer einen beson­de­ren Platz, kon­su­miert man beim Spie­len eben jener doch nicht nur, son­dern wird als akti­ves Ele­ment in die Spiel­welt mit ein­be­zo­gen. Allein auf­grund des­sen hat die­ses Gen­re die Mög­lich­keit Geschich­ten und Wel­ten auf eine voll­kom­men ande­re Art und Wei­se zu prä­sen­tie­ren als es bei klas­si­schen Medi­en wie Büchern oder auch dem Film der Fall ist.

Umso bedau­er­li­cher ist es dann, wenn die meist­ver­kauf­ten Titel oft­mals schlauch­ar­ti­ge Schieß­bu­den mit dem Tief­gang einer Pfüt­ze sind, Call of Duty, du bist gemeint. Jedoch hat­te das Jahr 2012 vor allem in die­sem Bereich eini­ge viel­ver­spre­chen­de Titel zu bie­ten, auch wenn hier mal wie­der oft­mals Indie-Ent­wick­ler nach­hel­fen muss­ten da vor allem die gro­ßen Ent­wick­ler sich teil­wei­se in eine fal­sche Rich­tung ent­wi­ckeln. Ohne wei­te­res Tam­tam möch­te ich euch hier­mit mei­ne Höhe­punk­te sowie die bit­te­ren Ent­täu­schun­gen des Jah­res 2012 prä­sen­tie­ren.

1-Up, Meine Highlights

2012 Top und Flop (7)

Halo: Reach war das letz­te Pro­jekt im Halo-Fran­chise des Ent­wick­lers Bun­gie und Fans der Serie sahen neu­en Titeln, wel­che fort­an von 343 Indus­tries ent­wi­ckelt wer­den soll­ten, sor­gen­voll ent­ge­gen. Glück­li­cher­wei­se war die in Fal­ten geleg­te Stirn unbe­rech­tigt, Halo 4 ist durch und durch ein wür­di­ger Able­ger, wenn nicht sogar der bes­te den die­se Serie zu bie­ten hat. Nach fünf Jah­ren Win­ter­schlaf schlüpft man end­lich wie­der in die Rol­le des schwer gepan­zer­ten Mas­ter Chief und sieht sich auch gleich einer neu­en Bedro­hung gegen­über. Von der ers­ten Sekun­de fühlt und spielt sich alles wie eh und je, neben den alt­be­kann­ten Geg­nern der Alli­anz tum­meln sich die­ses Mal jedoch auch die geheim­nissvol­len Pro­me­thea­ner auf dem Schlacht­feld und brin­gen voll­kom­men neue Aspek­te in das Game­play. Zu allem Über­fluss han­delt es sich bei die­sem Titel auch um einen wah­ren Augen­schmauß, eine der­ar­ti­ge gra­fi­sche Wucht hät­te ich der betag­ten Xbox über­haupt nicht zuge­traut.

War­um Halo 4 jedoch nur auf dem fünf­ten Platz ran­giert hat einen ganz ein­fa­chen Grund: Es ist Halo. Zwar hat sich in Sachen Sto­ry­tel­ling eini­ges ent­wi­ckelt, jedoch gleicht das Game­play den vor­he­ri­gen Titeln erschre­ckend. Etwas mehr Mut, was Neue­run­gen angeht, hät­te die­sem Titel wirk­lich gut getan, viel­leicht hat 343 jedoch den ers­ten Able­ger ihrer Tri­lo­gie bewusst recht tra­di­tio­nell belas­sen, für Halo 5 erhof­fe ich mir jedoch eini­ge Neue­run­gen. Ein aus­führ­li­cher Test zu die­sem Titel folgt übri­gens noch.

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Mythi­sche Bes­ti­en, rie­si­ge Dra­chen und stän­dig plap­pern­de Beglei­ter: Dragon’s Dog­ma hat zwar Schwä­chen, kann aber dafür mit bock­schwe­ren, epi­schen Kämp­fen und einer gro­ßen Welt vol­ler Geheim­nis­se punk­ten. Man­che Momen­te sor­gen unwei­ger­lich für offe­ne Mün­der und Dra­chen stel­len anders als bei Sky­rim eine wah­re Bedro­hung dar. Wer mehr über die­sen Titel wis­sen möch­te liest sich am bes­ten mei­nen aus­führ­li­chen Test durch.

2012 Top und Flop (12)

Zwei Teams, Mit­tel­al­ter­ar­se­nal und eini­ge Spiel­mo­di. Mehr braucht ein guter Mul­ti­play­er Titel eigent­lich nicht. Chi­val­ry stellt einen wun­der­ba­ren Kon­trast zu einem Markt dar, der heut­zu­ta­ge mit Level-Sys­te­men, hun­der­ter frei­schalt­ba­rer Waf­fen sowie diver­sen Perks wel­che einem einen spe­zi­el­len Vor­teil ver­schaf­fen dar. Auch Kill­st­reaks sucht man glück­li­cher­wei­se ver­geb­lich, es las­sen sich ledig­lich ein paar neue Knüp­pel, Schwer­ter oder Bögen frei­spie­len, wel­che jedoch die Balan­ce nicht im gerings­ten beein­flus­sen. Es bleibt also ein Titel für Puris­ten, wel­cher wirk­lich höl­li­schen Spaß macht und mit einer soli­den Prä­sen­ta­ti­on glänzt.

2012 Top und Flop (2)

Lest am bes­ten mei­nen Test, die­sen Titel soll­te nie­mand ver­pas­sen.

2012 Top und Flop (3)

Zom­bie­apo­ka­lyp­se, länd­li­che Gegend und nichts im Ruck­sack. Das ist die Aus­gangs­si­tua­ti­on, in der ihr euch bei der äußerst belieb­ten Mod DayZ befin­det. Nun muss man sich als Spie­ler ent­schei­den, bege­be ich mich viel­leicht in die nahe­le­gen­de Stadt um mich aus­zu­rüs­ten? Aber was, wenn ich dort auf wei­te­re Über­le­ben­de tref­fe, die Neu­lin­gen gegen­über nicht gera­de freund­lich ein­ge­stellt sind? Viel­leicht soll­te ich mich doch dem Kerl da vor­ne anschlie­ßen, in einer Grup­pe über­lebt man schließ­lich immer am bes­ten.

Die­se und vie­le wei­te­re Ent­schei­dun­gen stel­len die Spiel­erfah­rung dar. Die Inter­ak­ti­on mit ande­ren Spie­lern, sei sie nun freund­lich oder mit einer Waf­fe in der Hand, ist die Geschich­te die ihr erlebt. Die her­um­schlur­fen­den Zom­bies stel­len eigent­lich nur das Grund­ge­rüst dar um eben jene Ent­schei­dun­gen zu for­cie­ren. Die­se Mod ist ein Glanz­bei­spiel für die Mög­lich­kei­ten, wel­che dem Medi­um Video­spiel zugrun­de lie­gen, und stellt des­halb ganz klar für mich das High­light des Jah­res 2012 dar. Mehr möch­te ich jedoch erst­mal nicht zu die­sem Titel schrei­ben, schließ­lich folgt noch ein Test der hoff­nungs­voll bald erschei­nen­den Stan­da­lo­ne-Ver­si­on.

Game Over- Das ging 2012 in die Hose

Mass Effect 3

2012 Top und Flop (11)

Jaja, das Ende von Mass Effect 3…… Viel muss dazu nicht mehr gesagt wer­den, jedoch liegt das eigent­li­che Pro­blem wel­ches Mass Effect 3 plagt woan­ders. Ver­gleicht man Mass Effect 3 mit Mass Effect. so wird einem eines bewusst: Von einer Star Trek‚esquen Space Ope­ra ent­wi­ckel­te sich die Mass Effect-Rei­he mehr und mehr in die Rich­tung eines des wohl popu­lärs­ten Gen­res über­haupt, dem 3rd-Per­son-Cover-Shoo­ter. Dies macht Mass Effect 3 nicht zu einem schlech­ten Spiel, jedoch nimmt die­se Ent­schei­dung der Serie ihre Iden­ti­tät.

Ob EA nun dahin­ter­steckt, dass Mass Effect 3 mehr Micha­el Bay als Rol­len­spiel ist, sei nun dahin­ge­stellt, ent­täu­schend ist die­se Ent­schei­dung den­noch. Wo wir im ers­ten Teil noch frem­de Pla­ne­ten selbst erkun­den konn­ten, müs­sen wir nun in einem öden Mini­spiel Res­sour­cen sam­meln, eini­ge der vor­herr­schen­den Kon­flik­te las­sen sich durch einen simp­len Wink in die rech­te oder lin­ke Rich­tung lösen und die Hand­lung, wenn auch gut umge­setzt, ist objek­tiv betrach­tet abso­lut banal und kli­schee­be­la­den.2012 Top und Flop (10)

Die Plä­ne für die ein­zi­ge Mög­lich­keit, die Rea­per zu stop­pen, befin­det sich also auf dem Mars? Die letz­te Ent­schei­dung beschränkt sich auf Rot, Grün oder Blau?

Ver­steht mich nicht falsch, Mass Effect 3 ist ein gutes Spiel, jedoch ent­spricht es kei­nes­falls mei­nen Erwar­tun­gen und ent­täuscht viel­leicht auch auf­grund der Ent­wick­lung die­ser Serie umso mehr.

Assassin’s Creed III

Top Flop 2012 (1)

Wie Halo prä­sen­tiert sich auch Assassin’s Creed die­ses Jahr recht unver­än­dert. Jedoch kommt mit einer neu­en Engi­ne auch ein gan­zer Rat­ten­schwanz an tech­ni­schen Pro­ble­men hin­ter­her. Beson­ders bedau­er­lich sind die in Rudeln auf­tre­ten­den Bugs jedoch weil Assassin’s Creed jeher ein Fens­ter in ver­schie­de­ne Epo­chen der Mensch­heit bie­tet und uns schon mit eini­gen leb­haf­ten und wun­der­voll gestal­te­ten Städ­ten in den Bann gezo­gen hat. Wenn die Welt jedoch der­ar­tig von Bugs durch­lö­chert wird, dann ist es mit der Immer­si­on schnell vor­bei. Mal bleibt man ste­cken, fällt durch den Boden oder bestimm­te Auf­trä­ge las­sen sich auf­grund nicht auf­tre­ten­der Events nicht abschlie­ßen. Von den unglaub­lich gru­se­li­gen, mit sich stän­dig wie­der­ho­len­dem Geläch­ter aus­ge­stat­te­ten Kin­dern in Bos­ton möch­te ich gar nicht erst reden.

Beson­ders scha­de ist dies auch weil Assassin’s Creed III auch einen der Glanz­punk­te des Jah­res 2012 mit sich bringt: die unglaub­lich gut umge­setz­ten See­schlach­ten. Bei eben jenen wird einem erst bewusst wie scha­de es ist dass der­ar­ti­ge Simu­la­tio­nen eigent­lich nicht exis­tent sind. Mir wäre ein kom­plet­tes Assassin’s Creed auf hoher See jeden­falls recht.

Top Flop 2012 (2)

Auch bedau­er­lich: die Hand­lung ist wie­der ein­mal abso­lut über­zeu­gend und geni­al geschrie­ben, jedoch wird das Erleb­nis auf­grund der tech­ni­schen Män­gel extrem gestört. Ich habe jeden­falls die­sen Titel bis Hheu­te nicht been­det, vor allem eben wegen tech­ni­schen Unzu­läng­lich­kei­ten. Bei jeman­dem, der bis­her jeden Assassin’s Creed-Teil spä­tes­tens drei Tage nach des­sen Erschei­nen durch­ge­such­tet hat, ist dies beson­ders auf­fäl­lig und spricht wohl Bän­de.

Max Payne 3 2012 Top und Flop

Man neh­me unglaub­lich ner­vi­ge Video­fil­ter, kom­bi­nie­re die­se mit stän­dig auf­plop­pen­den Satz­fet­zen und mische einen der­ma­ßen depres­si­ven und schlicht­weg ner­vig her­um­heu­len­den Prot­ago­nis­ten hin­zu und her­aus kommt eine DER Ent­täu­schun­gen des Jah­res 2012. Max Pay­ne 3 igno­riert den Grund­satz weni­ger ist oft mehr voll­kom­men und stopft das Spiel mit der­ar­tig vie­len Ele­men­ten zu, dass es schlicht­weg unter der Last zusam­men­bricht. Die Hand­lung bleibt hier­bei nur gewohn­te Action­kost und der titel­ge­ben­de Max kann auch bei­lei­be nicht über­zeu­gen. Hier hat man es mit einem typi­schen Bei­spiel der Kate­go­rie pseu­do-art­sy zu tun. Soll hei­ßen: Max Pay­ne 3 prä­sen­tiert sich als kan­tig und düs­ter, letzt­end­lich bleibt jedoch hin­ter den Video­fil­tern, Wort­fet­zen und Mono­lo­gen nicht mehr als hei­ße Luft übrig.

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