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Angespielt

Angespielt: One Upon Light – Licht und Schatten eines Knobelspiels

One Upon Light ist ein Spiel, das wir schon länger behandeln wollten. Es wurde 2013 vom Singapore Institute of Technology für die PlayStation 4 entwickelt. Zunächst erschien das Rätselspiel nur in asiatischen Gefilden und schaffte dann den Weg nach Europa. Durch Rising Star Games ist das Game ab heute auch auf Steam für den PC verfügbar und wir haben mal ausführlich reingespielt.

Die Geschichte des Spiels ist schnell zusammengefasst: Ihr seid ein Wissenschaftler, dessen Experiment mit Licht schief geht und so müsst ihr aus der komplexen Forschungsanlage entkommen. An jedem Levelausgang findet ihr eine Zeitung im Tabloid-Format, die euch über die Geschehnisse peu à peu aufklärt. Ab und an gibt es auch englisch vertonte Dialoge, die sinnig in’s Deutsche übersetzt sind. Doch die Story ist es nicht, warum man das rund 2- bis 3-stündige Abenteuer angeht.

One Upon Light

Das in Unity programmierte Spiel ist komplett in schwarz/weißem Cel-Shading gehalten und es gilt die Schatten auszunutzen, um voranzuschreiten. Ähnliche Mechaniken gibt es bereits in einigen Spielen – uns kommt dabei vor allem Contrast und echochrome in den Sinn -, doch das schmälert ja nicht die Begeisterung am Gameplay, soweit es gut umgesetzt ist.

In den Maschinenräumen der Forschungsanlage arbeiten stets schwere Geräte, die glücklicherweise dem Protagonisten Deckung in Form von Schatten verschaffen. Tritt er in’s Licht, krümmt er sich am Boden und ihr werdet an einem meist nah gehaltenen Rücksetzpunkt zum Neubeginn (re)animiert. Nicht nur das Timing ist wichtig, sondern auch der sinnvolle Einsatz von Hilfsmitteln wie Kisten. Diese sind manches Mal zu Schieben, hinter ihnen zu Kauern oder sie in Schienengeräte einzubauen, um sie von A nach B zu transportieren. Allerlei Hebel gibt es auch, die zum richtigen Zeitpunkt aktiviert werden wollen.

Während das Spiel zu Beginn noch sehr einfach ist, werden die Licht- und Schattenspiele schnell sehr anstrengend. Vorbei ist es mit der Gemächlichkeit und ihr müsst in Zehntelsekunden die richtige Entscheidung treffen. Das nimmt etwas den Flow heraus und stößt in manchen Szenen sauer auf. Auch die Länge der Level variiert sehr, so braucht ihr manchmal nur 30 Sekunden, sitzt aber auch gern mal 5 bis 10 Minuten an einem Abschnitt. Nach einer Stunde haben wir die Hälfte des Spiels erreicht und kommen deshalb zu obiger Spielzeit-Annahme.

Die Rätsel machen aber trotzdem Spaß. Sie fordern den geneigten Puzzlespiel-Liebhaber und man muss häufig um die Ecke denken, um die komplexer werdenden Aufgaben zu bewältigen. Der Wiederspielwert scheint sich jedoch gering zu halten, da es meist nur eine Lösung gibt und auch sonst keinerlei Ansporn das Spiel von Neuem zu beginnen.

One Upon Light

Vorabfazit

One Upon Light ist eines dieser Puzzlespiele, die fordern, eine gelungene Mechanik haben, wo aber wenig dahinter steckt. Es gibt keine Story, die einen wahrlich motiviert, keine Extras, man fokussiert sich auf das Lösen von Rätseln mit Licht und Schatten und das funktioniert gut. Für einige Stunden hat man mit dem vom SIT entwickelten Spiel sicherlich Spaß, den zerstreuten Wissenschaftler durch die dynamisch ausgeleuchteten Umgebungen zu navigieren. Eine Alternative mit etwas mehr Fleisch auf den Rippen wäre für Interessierte Closure.

This game was provided by the publisher for review purposes, check our review policy for details.

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