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gamescom-Vorschau: Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr

Space Marines, Orks, Eldar, Neocrons – Zeit den futuristischen Kriegshammer auszupacken und fĂŒr Frieden im Universum zu sorgen.

NeocoreGames dĂŒrfte euch ein Begriff sein, wenn ihr auf Diablo-esque Action-RPGs steht. Mit der The Incredible Adventures of Van Helsing-Trilogie stellten die in Budapest ansĂ€ĂŸigen Entwickler unter Beweis, dass man die Sage des Graf Dracula gut mit einem noir-gothischen osteuropĂ€ischen Schauplatz verbinden und dabei ein spaßiges Koop-Rollenspiel resultieren kann.

Warhammer 40k Inquisitor Martyr

Mit Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr stĂŒrzen sich die Ungarn mit ihrem 10. Projekt in ein Universum, das in den letzten Jahren fĂŒr Videospiele ganz schön ausgeschlachtet wurde. Bis 2011 veröffentlichten EA, SSI und THQ ab und an Games, die sich die Tabletop-Vorlage zu Nutze machten. Seither darf jeder mal ran, so scheint es. Allein in 2016 werden 6 Spiele auf Basis des Universums veröffentlicht.

WĂ€hrend sich andere Entwickler meist daran machen, das komplexe Geflecht an Fraktionen, Einheiten und Planeten in Strategie-Spielen einzusetzen, bleibt sich Neocore seinen Wurzeln treu und schraubt ein weiteres Action-Rollenspiel zusammen. Ihr verkörpert einen der Inquisitoren, der im “Outer Rim des 40k-Universums” riesige Mechs und Monster bekĂ€mpft. WĂ€hrend wir zur Handlung noch keinerlei Infos haben, konnten wir zumindest das ARPG in einer Pre-Alpha-Version auf der gamescom anspielen.

Warhammer 40k Inquisitor Martyr

Das Interface ist Ă€hnlich aufgebaut wie in den Van Helsing-Games: Ihr habt eine kleine Übersichtskarte in der Ecke, ein Charakterportrait gibt euch gegenĂŒber Auskunft ĂŒber euren Gesundheits- und Mana-Status und am unteren Bildschirmrand reihen sich die SpezialfĂ€higkeiten aneinander. Es gibt unterschiedliche Klassen mit spezifischen Talenten, die ihr anhand eines verĂ€stelten FĂ€higkeitenbaumes euren BedĂŒrfnissen anpassen könnt. Wir haben uns fĂŒr einen Tank entschieden, der mit bulliger RĂŒstung eine Menge Schaden einsteckt, dabei aber nicht gerade flink unterwegs ist.

Mit Gattling-Gun bewaffnet stellen wir uns den Monstern in einem geradlinigen Innen-Level, das mit er BekĂ€mpfung eines Helbrutes endet (siehe Bild unten). An der Level-Struktur hat man im Vergleich zu Van Helsing gefeilt. Statt offene Gebieten nach Belieben zu durchkĂ€mmen, dĂŒrft ihr nun sogar unterschiedliche Planeten bereisen. Die Anordnung der einzelnen Bestandteile, aus denen sich die Level zusammensetzen, ist interessanterweise zufallsgeneriert. Es besteht laut den Entwicklern keine große Wahrscheinlichkeit, dass ihr den gleichen Level zwei Mal seht. Eine spannende Neuerung in diesem Genre, die fĂŒr Abwechslung sorgt.

Warhammer 40k Inquisitor Martyr

Anders als in den bisherigen Neocore-Spielen ist die KĂŒnstliche Intelligenz etwas ausgereifter. Widersacher suchen sich Deckung, schließen sich in Gruppen zusammen und fallen euch in die Flanke. Das macht die KĂ€mpfe spannender, denn ihr steht nicht nur immer in einem Pulk von Monstern und klickt dutzendfach. Umgebungen sind zerstörbar und so schießen wir eine SteinsĂ€ule kaputt, damit ein Gegner von der Decke begraben wird.

Visuell macht Martyr dank der eigens gebauten Coretech-Engine weitere Schritte nach vorn und sieht passend zum Setting dreckig aus, behÀlt dabei aber viele kleine Details bei. Das Monsterdesign ist einmal mehr sehr beeindruckend. Statt Werwölfen attackieren euch diesmal stark gepanzerte Orks mit allerlei Kriegsverzierungen.

Interessant ist auch das Mehrspieler- bzw. DLC-Konzept von Martyr: Ihr dĂŒrft mit Freunden die Kampagne durchspielen und bei der ErfĂŒllung von Missionen unterschiedliche Fraktionen unterstĂŒtzen. Je nachdem, wie stark die Gewichtung global ausfĂ€llt, so gestalten sich kĂŒnftige gratis per DLC angebotene Missionen. Auf dieses “Seasons” genannte Erweiterungskonzept mit einer großen Anteilnahme der Community sind wir sehr gespannt.

Warhammer 40k Inquisitor Martyr

 

Vorabfazit

Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr bietet klassisches Action-Rollenspiel-Gameplay gepaart mit interessanter Levelgestaltung und spannender Community-Einbindung bei der Entwicklung der Story. Selbst als Nichtkenner der Vorlage macht das ARPG bereits eine Menge Spaß und das “Seasons”-Konzept kann zur Langzeitmotivation beitragen. Wir freuen uns darauf, Anfang 2017 auf dem PC/Mac sowie der Xbox One und PlayStation 4 den Caligari-Sektor des  Warhammer 40k-Universum auf eine etwas andere Art zu erkunden.

Warhammer 40k Inquisitor Martyr

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