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Test

Im Test: Alien Zombie Death

Alien Zombie Death – was für ein Titel. Der Name dürfte Action- und Trashfans bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Was sich hinter dem vielversprechenden Namen verbirgt, lest ihr nach dem Sprung.

PomPom Games brachte vor etwa anderthalb Jahren das Spiel Alien Zombie Death in den PlayStation Store und stellte es als Teil der minis-Reihe sowohl PlayStation 3- als auch PSP-Spielern zur Verfügung. Im 2D-Shooter steuert ihr einen Raumfahrer, der allerhand Planeten vor angreifenden Alienscharen verteidigen muss.

Lila Blobs können die Ebene nicht wechseln, halten dafür mehr Schaden aus und beschießen euch.

Geometry Wars meets Contra

Das Spiel erinnert, obgleich ihr nicht in einem Raumgleiter steckt, an Geometry Wars. In mehrstöckigen Weltraumstationen, die an Sprossenwände erinnern und mal breiter sind, mal mehr in die Höhe gehen, beginnt jedes der 14 Levels mit einigen wenigen Gegnern, die am Rand jeder Seite erscheinen. Zu Beginn watscheln noch relativ harmlose grüne Aliens mit roten Glubschaugen auf euch zu. Diese erinnern optisch an eine Mischung aus Zombie, Echse und Krümelmonster und sind relativ behäbig, setzen euch aber später durch ihre schiere Masse zu. Für die alsbald folgenden geflügelten Bösewichte empfiehlt sich eine andere Taktik. Diese versuchen den Spieler einzukreisen. Hier sollte man also flink zwischen den Ebenen hin und her wechseln. Später kommen auch noch Bossgegner hinzu, die etwas kniffliger zu bezwingen sind.

Beispiel eines Bossgegners in Alien Zombie Death.

Euch steht nicht nur eine auf Dauer reichlich uneffektive Plasmawumme zur Verfügung. Im Laufe der Spielzeit jedes Levels erscheinen verschiedene Waffen und passende Aufsätze. Im Repertoire des an ein Michellinmännchen erinnernden Protagonisten befindet sich der aus Contra bekannte, diagonal schießende Dreifachschuss, ein besonders gegen später auftretende lila Schleimklötze effektives Lasergewehr und ein zielsuchender Raketenwerfer mit unfassbar großem Magazin. Außerdem könnt ihr eure Lebensenergie hier und da wieder auffrischen. Dies ist bei fortgeschrittener Spieldauer innerhalb eines Levels auch dringend von Nöten, da ihr nach dem dritten Ableben das Level neu beginnen könnt.

Das ist aber für geübte Spieler meist nicht nötig. Ihr schaltet Medaillen für erledige Gegner, das Erzielen von Punkten (durch abgeschossene UFOs an den Levelbegrenzungen) und eingesammelte Münzen. Damit ihr den nächsten Planeten vor den Unholden schützen könnt, benötigt ihr dann genügend Medaillen.

Guter Kompromiss zwischen PS3 und PSP

Die Steuerung geht relativ leicht von der Hand. Mit dem Analogstick, dem digitalen Steuerkreuz oder den X- und Dreieck-Tasten bewegt ihr euch vertikal zwischen den Ebenen umher. Mit Quadrat und Kreis bzw. L1 und R1 schießt ihr links und rechts. Nicht von ungefähr erinnert diese Steuermethode an klassische Twin-Stick-Shooter. Da es auf der PlayStation Portable anders als bei Sonys im Herbst erscheinenden Handhelt PlayStation Vita keinen zweiten Stick gibt, hat sich PomPom Games für diese äußerst intuitive Bedienung entschieden. Der schnelle Wechsel zwischen den Ebenen ist beim Ausweichen von Gegnern, wandernden Strombarrikaden und Geschossen in späteren Abschnitten Pflicht und funktioniert mit dem DualShock3-Controller der PlayStation 3 etwas direkter als auf der PSP, wo man durchaus öfters aufgrund der schwammigen Steuerung ein Level mehrmals spielen darf.

In Alien Zombie Death geht es heiß her, ohne dabei unfair zu werden.

Auf technischer Seite ist Alien Zombie Death für ein minis-Spiel, das dementsprechend auch nur rund drei Euro kostet, durchaus gelungen. Das optisch sehr vielseitige Gegnerdesign, die Planetenhintergründe und die knackigen Effekte ergeben ein homogenes und harmonisches Bild. Naturgemäß sieht das Spiel auf einem großen Fernseher mit angeschlossener PS3 etwas unscharf aus im Gegensatz zur stets flüssigen PSP-Version. Dies fällt vor allem in den Menüs und Beschreibungen auf, die löblicherweise komplett eingedeutscht sind – auch wenn ihr das Spiel im US- oder einem europäischen Store kauft. Die funkige Musik aus dem Hauptmenü schafft es leider nicht ins Spielgeschehen. Hier stehen mysteriöse Geräusche, eine leise treibende Musik und die sehr gelungen Soundeffekte im Vordergrund.

Für den Shoot’em-Up-Spaß zwischendurch

Alien Zombie Death ist ein spaßiger Arcade-Shooter, der zunehmend an Anspruch gewinnt und durch die Jagd nach Medaillen motiviert. Nach rund ein bis zwei Stunden haben geübte Spieler alle 14 Level abgeschlossen, aber denn nur rund ein Viertel des Spiels absolviert, da es noch Abzeichen für besonders hohe Endpunkte und ausgeschaltete Gegner gibt. Zum derzeitigen Preis macht man als Fan von Geometry Wars und Konsorten nichts falsch. Allerdings ist es eher ein Spiel für zwischendurch und ist leider nicht wie andere minis-Spiele (Shift Extended oder Who’s that flying?!) mit einer Geschichte versehen. PSN Plus-Abonennten (oder alle PS3-/PSP-Spieler, die sich für 30 Tage diese kostenlose Version geholt haben) können das Game derzeit kostenlos aus dem Network herunterladen und für 30 Tage spielen – zumindest im US-Store. Nach dem heutigen Update könnte es aber auch in europäischen Stores verfügbar sein.

Übrigens erscheint der doppelt so teuere PS3-exklusive Nachfolger Alien Zombie Megadeath (mit Trophy-Unterstützung, Koop-Modus u.v.m.) ebenfalls heute in europäischen Stores. Sobald wir eine Version haben, werden wir die beiden Spiele vergleichen.

Update: 22. November 2012

Mittlerweile ist AZD auch auf der PlayStation Vita spielbar. Dank der Möglichkeit, Teile der Steuerung von PSP- und minis-Spielen auf den rechten Analog-Stick zu legen, spielt sich Alien Zombie Death auf dem Sony-Handheld als Twin-Stick-Shooter ähnlich wie der Nachfolger auf der PS3.

Alien Zombie Death
Genre: Shoot’em-Up
System: PS3/PSP/PSVita, iPod touch/iPhone/iPad
Getestet auf: PS3/PSP
Preis: 2,99 Euro / 2,49 GBP / 3,99 US-Dollar (PSN), 1,59 Euro (iOS)
Entwickler: PomPom Games
Publisher: PomPom Games

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