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Im Test: Divekick

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Wolltet ihr schon immer mal ein Prügelspiel richtig rocken, die Spielstile und Kombos von unterschiedlichen Charakteren mühsam zu verinnerlichen?

Falls ja, könnte Divekick genau euer Ding sein mit überschaubarem Charakter-Aufgebot und 2 Tasten-Steuerung.

Divekick 3

Ursprünglich sollte Divekick noch simpler gestrickt sein. Mit den beiden ikonischen Charakteren Dive und Kick zog man schnell die Aufmerksamkeit auf sich und machte daraus ein vollwertiges Spiel. Spielerisch dreht sich alles um den namensgebenden Divekick, ein Luftkick, der von vielen Kämpfern dazu benutzt wird, die Bewegung in der Luft abzubrechen. Man möchte annehmen, nur eine Attacke zu benutzen wäre langweilig, doch Divekick varriert den Move gekonnt, sodass einem das bald nicht mehr auffällt.

Der Aufbau des Spiels ähnelt der von heute üblichen Beat’em-Ups. Jeder Kampf besteht aus Runden, von denen man eine vorgegebene Anzahl gewinnen muss, um den Gegner zu besiegen. Ein Zeitlimit gibts auch, nur ist das viel kürzer als bei anderen Prüglern. Kein Wunder, denn nach einem Treffer ist man auch schon tot. Dadurch ist jede Partie ziemlich schnell vorbei.

Divekick 1

Einfacher Einstieg, herausfordernder als gedacht

Wie eingangs erwähnt benutzt ihr beim Spielen nur zwei Knöpfe. Welche das sind, könnt ihr frei belegen. Der eine Button führt senkrechte Sprünge (Dives) aus, der andere Tritte (Kicks). Der Knopf zum Treten lässt euch auch nach hinten springen und vergrößert den Spielraum eurer Bewegungen.

Jede Figur verfügt über eine Reihe einzigartiger Spezialmanöver. Um diese einzusetzen, muss durch Kicken ein Balken aufgeladen werden. Die benötigte Aufladung und die Art der Sonderattacke richten sich danach, ob ihr in der Luft oder am Boden seid. Ist der Balken voll, so ist der Kick-Factor so lang aktiv, bis sich die Anzeige vollständig geleert hat oder ihr eine Runde verliert.

Edelsteine kommen der Abwechslung ebenfalls zu Gute. Ihr selektiert diese bei der Auswahl des Charakters und verleiht euch einen bestimmten Bonus. Das Kick-Juwel beschleunigt eure Tritte, während das so treffend bezeichnete YOLO-Gem euch in allen Bereichen stärkt, bei einem Gegentreffer habt ihr dafür automatisch verloren.

Divekick 2

Es ist ein Kreuz mit dem Cross

Erwartungsgemäß könnt ihr auch on- und offline gegeneinander antreten. Das Menü im Online-Mehrspielermodus wurde stark vereinfacht aufgrund des 2-Fingertastensystems. Ihr könnt hier also nicht auf eine Vielzahl von Optionen hoffen. Online-Partien laufen stabil ab, PS3- und PS Vita-Spieler können gemeinsam in den Ring steigen. Das erste blaue Auge geht direkt an den Vita-Recken, da der Online-Modus hier weitaus schlechter funktioniert, besonders in der Spielsuche.

Optisch nehmen sich die beiden Versionen nicht viel, bei der unscheinbaren Optik nicht gerade verwunderlich. Die grafische Aufbereitung dient als Mittel zum Zweck, was man den farblosen Charakteren besonders stark ansieht. Die Hintergründe sehen nicht gerade besser aus. Der Soundtrack bleibt ebenso wenig im Gedächtnis haften, der Musik-Player der Vita schafft Abhilfe.

Als Fan von Beat’em-Ups kommt man bei Divekick auf seine Kosten, da es – von der Grundidee bis zu einzelnen Spielelementen – voll von Referenzen zu bekannten Videospielkämpfern, Prügelspielen und deren Communities ist.

Fazit

So unscheinbar wie es wirkt, ist Divekick tatsächlich ein günstiges und heiteres Prügelspiel, besonders wenn man sich lokal zusammenschließt. Durch die Ergänzungen im Vergleich zum ersten Entwurf hat es zwar etwas an Charm verloren, aber einiges an Unterhaltungswert hinzugewonnen.

Divekick schafft es, die Komplexität eines Beat’em-Ups so zu vermitteln, dass jeder Spieler etwas damit anfangen kann und verzichtet dabei auf die üblicherweise damit verbundenen Ärgernissen.

Divekick
Genre: Beat’em-Up
Systems: PS3/Vita (Cross-Buy)
Preis: 10€/8£/10$ (PSN)
Entwickler: Iron Galaxy Studios
Publisher: Iron Galaxy Studios

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