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E3

E3 2018: Fist of the North Star – Lost Paradise angespielt

Fist of the North Star ist ein Man­ga, der aus der Kol­la­bo­ra­ti­on des japa­ni­schen Zeich­ners Tetsuo Hara und des Autors Buron­son ent­springt und stark von Mad Max beein­flusst wur­de. Das Yaku­za-Team hat ein neu­es PS4-Spiel auf Basis der Mar­ke ent­wi­ckelt, das im März in Japan erschie­nen ist und im Herbst in west­li­chen Gefil­den ein­tref­fen wird.

Fist of the North Star: Lost Para­di­se ist in einem alter­na­ti­ven Uni­ver­si­um der belieb­ten Man­ga-Vor­la­ge ange­sie­delt. Obwohl das Spiel vom Ryu Ga Goto­ku Stu­dio, also den Machern der Yaku­za-Serie ent­wi­ckelt wur­de, sehen die Cha­rak­te­re gänz­lich anders aus. Prot­ago­nist Kens­hiro ist ein mus­kel­be­pack­ter Schrank mit hoch­ge­gel­ten schwar­zen Haa­ren und unter­schei­det sich stark von Yakuz­as Haupt­cha­rak­ter Kiryu. Das Art­de­sign ist stark an der Man­ga- und Ani­me-Vor­la­ge ange­lehnt. Es gibt also reich­lich plat­zen­de Köp­fe und Pixel­blut in Strö­men, das ver­gos­sen wird. Im fer­ti­gen Spiel wird man die Welt frei erkun­den und diver­se Kämp­fe bestrei­ten kön­nen.

Auf der E3 waren der Adven­ture und Batt­le Mode spiel­bar. Im fina­len Spiel wird bei­des in einer kon­ti­nu­ier­li­chen Kam­pa­gne mit­ein­an­der ver­wo­ben. Wir konn­ten den Batt­le Mode aus­pro­bie­ren. Hier stür­men wir als Kens­hiro ein Schloss und müs­sen zahl­rei­che Geg­ner, die im Steam­punk-Stil geklei­det sind (hemd­los mit stach­li­gen Arm­bän­dern), besie­gen. Das Game­play ist dabei stark an Yaku­za ange­lehnt. Durch Häm­mern des Qua­drat-Knop­fes voll­füh­ren wir eine „Rush Com­bo“, also eine Tira­de an Faust­hie­ben, die wir mit einem „Finis­hing Blow“, also einem KO-Schlag, been­den kön­nen. Mit Kreis heben wir hier aller­dings die Geg­ner nicht hoch, son­dern voll­füh­ren Spe­zi­al­an­grif­fe. Kon­text­sen­si­tiv las­sen wir dabei so schnit­tig klin­gen­de Atta­cken wie „Stone Moun­tain Split­ting Splash“ oder „Hoku­to Twin Exe­cu­ti­on“ vom Sta­pel, die in der Regel einen oder gleich meh­re­re Geg­ner sofort aus­schal­ten. Das spielt sich alles ange­nehm schnell und erin­nert an die War­ri­ors-Spie­le, auch in Sachen Geg­ner­auf­kom­men. Die unter­schied­li­chen Geg­ner­ty­pen erfor­dern es teil­wei­se auch Rüs­tun­gen zu zer­bre­chen oder ihnen mit X per „Sidestep“ (yep, Yaku­za-Fans ken­nen das auch schon) aus­zu­wei­chen.

 

Kein geschei­ter Prüg­ler ohne Boss­kämp­fe und so stellt sich uns am Ende ein blond gelock­ter Mus­kel­protz namens Shin in den Weg. Er mal­trä­tiert uns mit ähn­li­chen Schlag­kom­bos, die auch Kens­hiro drauf hat, und ver­fügt über eine Dash-Atta­cke. Kens­hiros „Hoku­to Hund­red-Fist Rush“, bei dem wir in weni­gen Sekun­den­bruch­tei­len ein gutes Dut­zend Qua­drat­sym­bo­le durch Mas­hen der Tas­te ver­schwin­den las­sen müs­sen, hat er aller­dings nichts ent­ge­gen zu set­zen.

Man soll im spä­te­ren Ver­lauf des Spiels das Ödland, ähn­lich wie in Rage 2, mit einem Bug­gy frei erkun­den kön­nen. Den Bug­gy darf man nach eige­nen Wün­schen anpas­sen. Apro­pos Indi­vi­dua­li­sie­rung: Wir konn­ten einen Blick auf den Fähig­kei­ten­baum erha­schen. Die­ser erin­nert an klas­si­sche Yaku­za-Spie­le und ist kreis­för­mig auf­ge­baut und erlaubt es euch aller­lei neue Angrif­fe zu erler­nen. Mini­spie­le wird es zur Auf­lo­cke­rung auch geben.

Span­nen­der­wei­se ver­leiht Kazu­hi­ro Naka­ya dem Krie­ger Shin die Stim­me, der bereits Aki­ra Nis­hi­ki­ya­ma in Yaku­za Kiwa­mi und einen Samu­rai in Ryu Ga Goto­ku Ishin syn­chro­ni­siert hat. Die Stim­me von Haupt­held Kens­hiro wird, wie soll­te es auch anders sein, von Taka­ya Kuro­da ein­ge­spro­chen, den Fans als Kazu­ma Kiryu ken­nen. Bei­de Stim­men erkennt man aller­dings nur bei genau­em Zuhö­ren wie­der. Uns ist es ehr­lich gesagt beim Spie­len der Demo in der lau­ten West Hall nicht auf­ge­fal­len.

Lost Para­di­se basiert auf der alten Yaku­za 5/0/Kiwami 1-Engi­ne, sieht auf­grund des comic­haf­ten Looks, detail­lier­ten Cha­rak­ter­mo­del­len und tol­ler Refle­xio­nen aber durch­aus ansehn­lich aus. Selbst bei Dut­zen­den von Geg­nern kam die Bild­wie­der­ho­lungs­ra­te nicht ins Strau­cheln.

Vorabfazit

Fist of the North Star: Lost Para­di­se stellt einen Ser­vice am Fan der Man­ga- und Ani­me-Vor­la­gen dar, ist aber für sich genom­men genau­so gut spiel­bar, wenn man kei­ne Kennt­nis­se des Uni­ver­sums hat. Die Ent­schei­dung für eine alter­na­ti­ve Zeit­li­nie eröff­net dem Ent­wick­ler eini­ge Frei­hei­ten im Erzäh­len der Geschich­te und erfah­rungs­ge­mäß sind die Sto­rys aus der Feder des Ryu Ga Goto­ku Stu­di­os qua­li­ta­tiv sehr hoch­wer­tig. Wer einen schnel­len Prüg­ler mit gerin­ger Ein­stiegs­hür­de und viel Poten­ti­al in Sachen Sto­ry sucht und auf Steam­punk steht, dürf­te am 2. Okto­ber 2018 mit Fist of the North Star: Lost Para­di­se für die Play­Sta­ti­on 4 fün­dig wer­den.

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