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E3

E3 2018: Yakuza Kiwami 2 angespielt

West­li­che Fans der Action­spiel­se­rie Yaku­za haben seit der Loka­li­sa­ti­on des fünf­ten Seri­en­teils Grund zur Freu­de, da sie inzwi­schen bei­na­he halb­jähr­lich mit neu­en Tei­len beglückt wer­den. Wir haben das kom­men­de Remake des zwei­ten Yaku­za-Spiels für euch ange­spielt.

Yaku­za Kiwa­mi 2 ist eine Neu­auf­la­ge von Yaku­za 2, das von SEGA im Sep­tem­ber 2008 für die Play­Sta­ti­on 2 in Euro­pa ver­öf­fent­licht wur­de. Das Remake basiert auf der Dra­gon-Engi­ne, die bereits in Yaku­za 6, wel­ches im April die­sen Jah­res ver­öf­fent­licht wur­de, zum Zuge kam. Seri­en­pro­tag­nist Kazu­ma Kiryu wird weni­ge Mona­te nach dem dra­ma­ti­schen Ende des ers­ten Teils ein wei­te­res Mal aus dem vor­zei­ti­gen Ruhe­stand geru­fen und ver­tei­digt sei­nen Tojo-Clan bis zum letz­ten Atem­zug gegen den neu­en Ant­ago­nis­ten, den skru­pel­lo­sen Dra­chen Kan­sais Ryu­ji Goda.

Auf der E3 konn­ten wir zwei Tei­le des Spiels aus­pro­bie­ren: Kapi­tel 2 des Sto­ry­mo­dus‘ in der Rol­le von Kazu­ma Kiryu in Sou­ten­bo­ri, das Seri­en­ve­te­ra­nen schon aus Yaku­za 0 ken­nen, und das Bonus­sze­na­rio „The Truth of Maji­ma Goro“ in Kamu­ro­cho.

Kiryu kann in Sou­ten­bo­ri aller­lei Neben­ak­ti­vi­tä­ten nach­ge­hen, dar­un­ter der Ver­wal­tung des Caba­ret Clubs und des Clan Crea­tors aus den Vor­gän­gern, SEGA-Toi­let­ten­mi­ni­spie­le (Japan ist ver­rückt!), Gol­fen und Base­ball, Karao­ke und Bar­spie­le sowie Arca­de Games in CLUB SEGA, dar­un­ter voll­wer­ti­ge Klas­si­ker wie Vir­tua Figh­ter 2 und Vir­tu­al On. Letz­te­res ist ein 1-gegen-1 Robo­ter­kampf­spiel aus Mit­te der 90er. Man kann in alle Rich­tun­gen dashen, sprin­gen und sich mit dem Schwert erweh­ren. Vir­tu­al On erfor­dert etwas Übung, ist aber eine schö­ne Abwechs­lung zum All­tag eines japa­ni­schen Gangs­ters.

Wie im ers­ten Kiwa­mi ori­en­tiert man sich bei der Sto­ry stark am Ori­gi­nal, füllt die Spiel­welt aller­dings mit diver­sen abstru­sen Neben­auf­ga­ben. Das Kampf­sys­tem wur­de aus Yaku­za 6 über­nom­men. Kiryu ver­fügt also über einen Kampf­stil, aller­dings wur­de die Anzahl an Son­der­at­ta­cken, sog. „Heat Actions“, nahe­zu ver­dop­pelt. Wie im sechs­ten Teil wech­selt das Spiel blitz­schnell aus dem Open World-Erkun­dungs­mo­dus in den Kampf­mo­dus. Lade­zei­ten sind seit dem Umstieg aus der Dra­gon-Engi­ne pas­sé. Kiryu ist ähn­lich agil wie in 6, obwohl er zehn Jah­re jün­ger ist und er darf wie in den Vor­gän­gern aller­lei Umge­bungs­ob­jek­te wie Fahr­rä­der und Wer­be­schil­der für den Kampf gegen fie­se Gano­ven zweck­ent­frem­den.

Wir hof­fen, dass die Vault-Mecha­nik mit der Kiryu Gelän­der über­sprin­gen kann sinn­vol­ler ein­ge­setzt wird als in Yaku­za 6. Uns wur­de jedoch ver­si­chert, dass man die Dra­gon-Engi­ne zwi­schen dem 6. Teil und Kiwa­mi 2 ordent­lich auf­ge­bohrt habe und dies die ulti­ma­ti­ve Ver­si­on der Dra­gon-Engi­ne dar­stel­len wür­de. Visu­ell sieht Kiwa­mi 2 aus wie Yaku­za 6. Zwar war 6 bereits sehr hübsch, jedoch war für uns inner­halb der Anspiel­ses­si­on kei­ne opti­sche Ver­bes­se­rung ersicht­lich. Die Bild­wie­der­ho­lungs­ra­te wur­de hin­ge­gen im Ver­gleich zu Yaku­za 6 von 30 auf 60 Bil­der pro Sekun­de ver­dop­pelt. Kiwa­mi 2 läuft daher wie 0 und Kiwa­mi, die noch auf der alten Engi­ne basier­ten, in 60 FPS (Frames per Second). PS4 Pro-Besit­zer sol­len Ver­bes­se­run­gen in Sachen Per­for­mance und visu­el­ler Dar­stel­lung erwar­ten kön­nen.

Als Beson­der­heit bie­tet Yaku­za Kiwa­mi 2 mit „The Truth of Maji­ma Goro“ ein Zusatz­ka­pi­tel, in dem wir den belieb­ten Seri­en­cha­rak­ter Goro Maji­ma spie­len dür­fen, wie zuletzt in Yaku­za 0. Die­ses Sze­na­rio ist in einem sepa­ra­ten Menü­punkt anwähl­bar und wird sich durch Fort­schritt im Haupt­spiel frei­ge­schal­tet. Es ist zwei Mona­te nach dem „1 Mil­li­on Yen-Vor­fall“ in Yaku­za 1/Kiwa­mi ange­sie­delt und han­delt von Maji­ma, der das Büro des Ober­gangs­ters Aki­no­bu Uematsu stürmt. Eini­ge Cha­rak­te­re aus Yaku­za 0 wie das süße blin­de Mädel­Ma­ko­to Maki­mu­ra wer­den hier ihre Rück­kehr fei­ern, ganz zur Freu­de der Fans des Maji­ma-Abschnitts in Zero (uns ein­ge­schlos­sen!). Nach dem (Ach­tung Spoi­ler für Yaku­za 0) eher ent­täu­schen­den Ende der Bezie­hung von Maji­ma und Mako­to sind wir gespannt wie ein Flit­ze­bo­gen, wie die Love­sto­ry der bei­den fort­ge­setzt wird.

Natur­ge­mäß spie­len sich Aus­ein­an­der­set­zun­gen auf den Stra­ßen des fik­ti­ven Tokio­ter Ver­gnü­gungs­di­strikts Kamu­ro­cho (dem rea­len Kabu­ki­cho nach­emp­fun­den) in der Rol­le von Maji­ma total anders als mit Kiryu. Setzt Kiryu zum Groß­teil auf schnel­le Box- und Tritt­an­grif­fe, kann man Maji­mas Kampf­stil eher als aus­ge­fal­le­ne Art von Capoei­ra bezeich­nen. Bei­na­he im Lie­gen ver­teilt er har­te Trit­te in die Weich­tei­le sei­ner Wider­sa­cher. Kiwa­mi 2 ist ähn­lich bru­tal in Sze­ne gesetzt wie die Vor­gän­ger und ist daher nichts für Zart­be­sai­te­te.

Vorabfazit

Yaku­za Kiwa­mi 2 bleibt der Seri­en­tra­di­ti­on treu. Konn­tet ihr bis­lang nichts mit der mög­lichst rea­li­täts­ge­treu­en Dar­stel­lung des japa­ni­schen Mil­lieus und der har­ten Kämp­fe anfan­gen, so wer­det ihr auch dies­mal kaum warm damit. Seri­en­fans und Neu­lin­ge, die die Serie mit 0, Kiwa­mi oder 6 für sich ent­deckt haben, freu­en sich über eine Chan­ce, ein Schlüs­sel­ka­pi­tel der Kiryu-Saga zu erle­ben und erhal­ten als Zuckerl noch ein inter­es­san­tes Zusatz­ka­pi­tel mit dem ver­rück­tes­ten Augen­klap­pen­trä­ger Japans oben­drauf. Yaku­za Kiwa­mi 2 wird am 28. August 2018 für die Play­Sta­ti­on 4 erschei­nen.

Da SEGA im Rah­men der E3 Heim­com­pu­ter­ver­sio­nen von Yaku­za 0 (Release: 1. August 2018) und Kiwa­mi ange­kün­digt hat soll­te es nicht all zu lan­ge dau­ern, bis auch PC-Spie­ler in den Genuss des Action­ers kom­men kön­nen. In Japan wur­den bereits PS4-Remas­ters der drit­ten, vier­ten und fünf­ten Seri­en­tei­le für August und Herbst 2018 sowie Früh­ling 2019 ange­kün­digt, die laut dem Pro­du­cer Sato auch für west­li­che Fans kon­zi­piert wur­den.

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