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Im Test: Mega Man X Legacy Collection

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Kürz­lich ver­öf­fent­lich­te Cap­com die Mega Man Lega­cy Collec­tion, wel­che die Spie­le X1 bis X8 umfasst. Damit wird die Vor­freu­de für die nahen­de Ver­öf­fent­li­chung von Mega Man 11 gestei­gert und zugleich erfährt man damit mehr über die His­to­rie unse­res allen Lieb­lings­kampf­ro­bo­ters.

X ist zwar im Ver­gleich zu den klas­si­schen Mega Man-Tei­len eine eigen­stän­di­ge Serie, doch die Haupt­merk­ma­le der Serie fin­den sich hier wie­der. Die Able­ger der X-Serie sind her­aus­for­dern­de Titel, doch um die Ziel­grup­pe zu erwei­tern führ­ten sie Ele­men­te wie Klet­tern und Sprin­ten ein. Dar­über hin­aus kon­zen­triert man sich dar­auf eine Geschich­te für Erwach­se­ne zu erzäh­len.

Die Mega Man X Collec­tion 1 und 2 umfas­sen jeweils vier chro­no­lo­gisch sor­tier­te Spie­le. Das Spiel bie­tet euch die Mög­lich­keit Gra­fik­fil­ter anzu­wen­den und so das Spiel so pixe­lig wie nur mög­lich dar­zu­stel­len, den unver­kenn­ba­ren Effekt eines Röh­ren­mo­ni­tors zu simu­lie­ren oder den Stil eines moder­nen Titels zu imi­tie­ren. Ihr könnt Mega Man X ent­we­der in gestreck­ten 16:9 oder im ursprüng­li­chen Sei­ten­for­mat von 4:3 spie­len. In letz­te­rem Modus wird der freie Bereich genutzt, um krea­ti­ve Rah­men im Mega Man-Design abzu­feu­ern – ent­we­der aus dem aktu­el­len Game oder aus einem Able­ger eurer Wahl. Legt ihr im 4:3-Modus mit akti­vier­tem Röh­ren­mo­ni­tor-Gra­fik­fil­ter los, durch­lebt ihr den ulti­ma­ti­ven Nost­al­gie-Trip.

Die ers­ten drei X-Spie­le fei­er­ten ihren Ein­stand auf dem Super Nin­ten­do (SNES) und sie gehö­ren noch immer zu den bes­ten Titeln, die die Serie zu bie­ten hat. Bei X4 ent­schied sich SEGA erst­mals dazu das SNES zu über­sprin­gen und das Spiel direkt für die Play­Sta­ti­on zu ver­öf­fent­li­chen. Gleich­zei­tig hat­te die Geburts­stun­de von Zero als spiel­ba­ren Cha­rak­ter geschla­gen. Zero kon­zen­triert sich im Ver­gleich zu X auf Nah­kampf­at­ta­cken und sorgt für schwie­ri­ge­re Aus­ein­an­der­set­zun­gen, er run­det das Spiel aller­dings sinn­voll und unter­halt­sam ab. Der ers­te Teil der Samm­lung ist ein wah­res Meis­ter­stück und ist immer noch zeit­ge­mäß. X1 bis X4 sind nach wie vor groß­ar­ti­ge und her­aus­for­dern­de Spie­le und ein Muss für alle Gamer. Die Mega Man X Collec­tion ist die idea­le Gele­gen­heit, die­sen Spie­len end­lich eine Chan­ce zu geben.

Der zwei­te Teil der Samm­lung ist hin­ge­gen etwas pro­ble­ma­ti­scher und hier ist es erfor­der­lich, dass wir wei­ter ins Detail gehen. An der Umset­zung der Spie­le haben wir nichts zu bean­stan­den, die­se ist gelun­gen. Mega Man X7 und X8 haben die Zeit nicht gut über­dau­ert. X5 und X6 erreich­ten zwar nicht an die Qua­li­tät der ers­ten vier Spie­le, sie sind aller­dings gute Spie­le und wag­ten es, die For­mel etwas auf­zu­bre­chen. X5 war ursprüng­lich sogar als Abschluss der Mega Man-Serie ange­dacht. Das könn­te euch anhand der unter­schied­li­chen emo­tio­na­len Enden auf­fal­len. Cap­com hat es sich aller­dings anders über­legt und X6 die Pro­duk­ti­on in Auf­trag gege­ben, wodurch die Geschich­te ver­kom­pli­ziert wur­de, wir aber auch ein gutes Spiel erhal­ten haben.

Was ist also schief gelau­fen? Das kann man in zwei Begrif­fen aus­drü­cken: Play­Sta­ti­on 2 und 3D. Habt ihr vor die­ser Ära bereits Video­spie­le gespielt, wisst ihr sicher­lich von dem dama­li­gen Trend, bestehen­de Spie­le in eine 3D-Umge­bung zu set­zen, denn “es war die Zukunft”. X7 erlei­de­te die­ses Schick­sal. Es krem­pel­te die zugrun­de lie­gen­de For­mel kom­plett um und war letzt­end­lich kein gutes Spiel, wenn nicht sogar Zeit­ver­schwen­dung. Noch dazu war es erst mög­lich als X – die Haupt­fi­gur der Serie – zu spie­len, wenn ihr alle 8 Mave­ricks besiegt und das Spiel abge­schlos­sen hat­tet. Erwar­tungs­ge­mäß hat dies nicht zu viel Gegen­lie­be von den Fans geführt.

SEGA erkann­te, dass die Serie nicht wei­ter in die­se Rich­tung gehen soll­te, und so mach­te X8 einen Schritt zurück und wur­de zu einem 2.5D-Shooter mit 3D-Tech­no­lo­gie, um letzt­lich ledig­lich die Gra­fik zu ver­bes­sern. Es stell­te eine Ver­bes­se­rung zu X7 dar, war aller­dings qua­li­ta­tiv nicht ver­gleich­bar mit den ers­ten sechs Spie­len.

Die Mega Man X Lega­cy Collec­tion beinhal­tet zusätz­lich den Ani­ma­ti­ons­film “The Day of Sig­ma”, der als Pro­log zu Mega Man X dient und erzählt, wie Sig­ma zum gro­ßen Böse­wicht der Serie wur­de. Die bei­den Samm­lun­gen kön­nen ent­we­der ein­zeln für je 20 Euro oder im Kom­plett­pa­ket für 40 Euro erwor­ben wer­den. Bei­de Collec­tions wer­den als zwei sepa­ra­te Ein­trä­ge in eurer Spiele­bi­blio­thek geführt.

Conclusion

Die Mega Man X Lega­cy Collec­tion ermög­licht es ori­gi­nal­ge­treu die Höhe- und Tief­punk­te der Serie zu erle­ben. Hadert ihr noch mit dem Kauf, emp­feh­len wir euch der Mega Man X Lega­cy Collec­tion 1 eine Chan­ce zu geben, da die­se die bes­ten Spie­le der Serie ent­hält und einen Pflicht­kauf für jeden Side-Scrol­ler-Fan der alten Schu­le dar­stel­len.

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