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Test

Im Test: Bus Simulator 18

Der Bus Simulator 18 wartet mit verbesserter Grafik, neuen Verschönerungen der Busse und einem direkten Mehrspielermodus auf. Erfahrt in unserem Test, ob er damit den BS16 überholen kann.

Artikel-Autor: Exxoz

Vor kurzem wurde ich vom guten Patrick gefragt, ob ich so eine Art Rezension, Test und oder Meinung zum Bus Simulator 18 (BS18) schreiben möchte. Nun denn, wie Ihr hier sehen könnt, habe ich mich dazu entschlossen dies zu machen. Ich hatte schon Spielerfahrungen mit dem Vorgängertitel Bus Simulator 16 gehabt und auch in einem Let’s Play gespielt. Es stand für mich also nicht zur Debatte, ob ich den 18er nun auch spiele oder nicht. Also ran an den Speck und rein in den Bus.

Als erstes stechen uns die vielen neuen Details in der Landschaft und auch in der Stadtumgebung ins Auge. Auch die Busse wurden nun wesentlich schöner gestaltet, was sich auch im Detail des Fahrercockpits zeigt. Die Spielelemente darin sind entweder per Tastendruck auf der Tastatur, dem Controller oder dem Lenkrad einzeln anwählbar oder mittels Mausklick im Cockpit. Gerade wenn man mehrere Eingabegeräte nutzt, wie z. B. Maus, Tastatur, Lenkrad und Headtracking, kann ein schönes Spielgefühl entstehen. Die Belegung der Steuerung sind dabei frei konfigurierbar.

Kommen wir zum Anfang des Lebens als Busfahrer im Bus Simulator 18. Die Einleitung im BS18 ist in etwa so dünn wie im 16er. Story und technische Einführung erinnern an einen dünnen Martini, den man selbst im wohl verdienten Feierabend lieber links liegen lässt. Neulinge könnten hier und da schon mit einem Fragezeichen im Gesicht sitzen, da die Steuerung der einzelnen Elemente nur überflogen wird. Hat man seine Jungfernfahrt erfolgreich hinter sich gebracht, sitzt man schon sozusagen in seinem „Büro“ des eigenen Busfahrunternehmens. Hier hat man nun die Möglichkeit entweder allein oder im Multiplayer mit insgesamt 3 weiteren Mitspielern zu fahren. Diese können dann entweder eigenständig einen Bus fahren oder aber auch als Schaffner in den Bussen mit an Bord sein und Dinge tätigen wie z. B. die Fahrscheine zu kontrollieren, sich um Fundsachen kümmern oder am Ende der Fahrt den Müll aus den Bus zu entfernen. Am Ende der Fahrt wird eine Beurteilung der Route getätigt, wodurch der Spieler selbst und auch die Haltestellen sowie die Route an sich verbessert werden. Je besser man eine Route bedient, desto höhere Gewinne generieren eingestellte die vom Computer gesteuerten Fahrer in ihrem Dienst auf der Route. Als Busfahrer muss man sich neben der Fahrtätigkeit auch um die Kasse kümmern, die sich aber abstellen lässt. Hier sei angemerkt, dass die Benutzerführung im BS18 nicht ganz so schön gelungen ist wie im 16er. Zudem muss der Spieler nicht mehr persönlich das Wechselgeld ausrechnen. Dies übernimmt nun der Bordcomputer.

Die Missionen bauen im Spiel aufeinander auf und sobald diese erledigt wurden, werden weitere Stadtgebiete freigeschaltet. Diese sind recht abwechslungsreich gestaltet. Einiges wirkt sogar richtig schön, so wie einige Häuserfronten und Landstriche. Letzteres zeigt auf, dass wir nun auch Landtouren fahren können und nicht nur im reinen Stadtgebiet tätig sind. Auffallend ist, dass die Anordnung der einzelnen Gebiete der Fantasie der Entwickler entsprungen sind und nicht auf einer realen Vorlage basieren.

So bleibt die Hoffnung auf die Modding Community, die auch hier gerne dazu aufgefordert ist, wie für den BS16 auch für den BS18 selbst Inhalte zu erschaffen. Wo wir gerade beim Thema Inhalte erschaffen sind: Die Busse lassen sich wie im Vorgänger einfärben, mit Logos und Werbung versehen. Eine erwähnenswerte Neuerung ist die Möglichkeit, Nummernschilder nach eigenen Vorlieben zu gestalten.

In unserer 30-stündigen Spielzeit mit dem BS18 sind uns allerdings auch einige Negativpunkte aufgefallen. Zum einen wäre anzumerken, dass die Soundengine in einer Nachtfahrt plötzlich das lautstarke Zirpen der Grillen durch den Bus schallen lässt. Die Wechselgeldpolitik des Spiels ergibt oft abstruse Situationen und so werden oft Summen im Wert von 80 Cent gegeben. Animationsfehler der Passanten wie deren Glitchen durch die Landschaft, seltsame Laufbewegungen über Seitenbegrenzungen oder Blumekübel sorgen für den ein oder anderen Schmunzler.

Fazit

Alles im allen muss ich sagen, dass mir der Bus Simulator 18 recht viel Freude bereitet. Ich selbst spiele ihn mit einer Multieingabe, wie ich schon oben beschrieben habe. Einige der Busse haben dabei ein sehr angenehmes Fahrgefühl, aber andere halt weniger. Eines noch zum Schluss: Wer OMSI 2 spielt, wird von Bus Simulator 18 als Zusatz-Simulator doch eher enttäuscht sein. Vom Schwierigkeitsgrad her siedelt sich der Titel eher im guten Mittelfeld an, sobald man das Tutorial überstanden hat.

Alle Konsolenspieler können sich im Übrigen darauf freuen, dass das bislang PC-exklusive Spiel 2019 für die Xbox One und die PlayStation 4 erscheinen wird.

Wer sich hier im Text noch nicht ausreichend ein Bild machen konnte, ist gerne dazu eingeladen bei mir auf den YouTube Kanal im Bus als Fahrgast Platz zu nehmen.

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