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Vorschau

Vorschau: Call of Duty – Black Ops 4

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In zwei Tagen erscheint mit Call of Duty: Black Ops 4 eines der meist erwarteten Spiele in diesem Jahr. Wir haben den Blackout-Mehrspielermodus ausführlich angespielt und schildern euch unsere Eindrücke in der nachfolgenden Vorschau.

Merlin:

Ach, Call of Duty (CoD)… ein Franchise, welches mich noch nie begeistern konnte. Interessanterweise schafft Treyarch es jedoch mit Blackout einen Spielmodus aus dem Boden zu stampfen, welcher zumindest mein Interesse wecken konnte. Freilich, wirklich Neues wird hier nicht geboten. Wie bei Fortnite und Konsorten ist das Spielprinzip grundsätzlich recht simpel. 100 Spieler kämpfen auf einer weiträumigen Map ums überleben, sammeln Waffen, Munition sowie anderweitige Ausrüstung und wer als letztes noch steht gewinnt die Runde. Die anfangs unübersichtlich große Karte wird im Verlauf der Runden immer kleiner, was gerade gegen Ende Spieler zu Feuergefechten zwingt. Wirklich komplex hört sich der Spaß nicht gerade an und im Gegensatz zu Fortnite fällt der Einstieg Anfängern hier weitaus leichter.

Wo bei der Konkurrenz der schnelle Aufbau von Strukturen während eines Feuergefechts den Spieler zusätzlich fordern, so läuft bei CoD der Ausgang einer Auseinandersetzung vielmehr auf Positionierung und Bewaffnung heraus. Blackout spielt sich zwar weitaus langsamer als eine Runde Deathmatch, allerdings verlagert sich hier der Schwerpunkt auf taktisches Vorgehen.
Wer sich nicht auf die weitaus größere Map und die damit einhergehenden Möglichkeiten vorbereitet, wird schnell das Zeitliche segnen. Blanke Fäuste haben schlichtweg nichts in einem Feuergefecht zu suchen.

 

Den Großteil der Spielzeit verbringt man auch bei Blackout letztendlich damit, die Umwelt nach allerlei Verwertbaren zu durchstöbern. Rucksäcke erweitern das zu Beginn der Runde äußerst magere Inventar und Waffen können durch zahlreiche Aufsätze modifiziert werden. Selbst ein augenscheinlich miserabler Schießkolben kann durch so manche Modifikation zumindest als brauchbare Verteidigung dienen. Apropos Waffen: Die Auswahl ist recht vielfältig, wirklich überraschend ist das Arsenal jedoch nicht. Neben dem Pöbel im Waffenschrank lassen sich jedoch auch besonders seltene Powerwaffen finden, diese sind jedoch äußerst selten. Einige ganz nette Ausnahmen wie ein Greifhaken sowie eine Zombies beschwörende Falle in Form eines Affens lockern das Angebot jedoch etwas auf.

Neben kleineren Dörfern, einer heruntergekommenen Irrenanstalt sowie einer Iteration der beliebten CoD-Karte Nuketown lassen sich auch in manchen Arealen der Karte Zombies auffinden. Diese beherbergen meist seltenen Loot, allerdings sorgt die Aggressivität der Untoten dafür dass eine Auseinandersetzung mit eben jenen und der damit einhergehende, recht laute Geräuschpegel Gefahr für Leib und Leben darstellt. In den meisten Sessions, die ich gespielt habe, wurden jene Areale von Spielern eher gemieden, das Risiko ist den Aufwand meist leider nicht wert. Schade, handelt es sich bei diesen KI-Gegnern um eine der wenigen echten Neuerungen im Battle Royale-Genre.

Wer bisher nichts mit diesem Genre anfangen konnte, der wird wohl auch bei Blackout nicht sein Zuhause finden. Dazu unterscheidet sich der Modus schlichtweg zu wenig von der Konkurrenz. Probleme wie Pech bei der Qualität des Loots, manchmal langweilige Durststrecken zwischen Gefechten sowie campende Spieler sind auch bei Blackout inbegriffen, allerdings läuft hier zumindest technisch alles weitaus flüssiger als beispielsweise bei PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG).

Fesseln konnte mich der Modus jedoch trotzdem, allerdings könnte dies auch daran liegen, dass sich meine Erfahrungen in diesem Genre auf Fortnite beschränken. Die knapp 12 Stunden, welche ich in der Beta verbrachte, motivierten zumindest durchwegs, auch wenn ich mir nicht sicher bin ob dies auch nach 100 Stunden noch der Fall sein dürfte. Verpasste Chancen wie bessere Belohnungen in von Zombies infizierten Gebieten könnten sich bis zum Release noch ändern, ob dieser Modus jedoch zusammen mit den restlichen Inhalten die mindestens 60 Euro des Titels rechtfertigt, bleibt abzuwarten.

Isaac:

Ich hätte nicht gedacht, dass mir die Blackout Beta von Black Ops 4 so viel Spaß machen würde. Bis jetzt habe ich das Battle Royale-Genre gemieden, da ich nach wenigen Stunden Fortnite entschieden habe, dass es nichts für mich ist. Der Grund dafür, dass mir Blackout besser gefallen hat, sind die Waffen. Das Schießen ist befriedigender als in Fornite und die Auswahl der Knarren ist größer. Der Wingsuit ist eine gute Ergänzung da er es erlaubt, von hohen Gebäuden zu springen, ohne sich um die schmerzhaften Konsequenzen Gedanken machen zu müssen. Die Balance des Modus war in der Beta nicht perfekt, denn einige Waffentypen – besonders Schrotflinten – waren bedeutungslos und Panzerungen verschafften den Spielern zu große Vorteile. Außerdem entstand der Eindruck, dass das Loot unausgeglichen verteilt wurde. Manchmal lagen viele Waffen herum, doch Medikamente gabs keine, in der nächsten Runde war es umgekehrt. Soweit diese Probleme in der finalen Version behoben wurden und nach der Veröffentlichung einige weitere Karten hinzugefügt werden, sollte dieser Spielmodus im fertigen Spiel viel Spaß machen.

Francesco:

Ich war nie ein großer Fan der CoD-Serie und des Battle Royale-Genres. Allerdings muss ich zugeben, dass mich die Black Ops 4-Beta ganz schön beeindruckt hat, selbst in den regulären Mehrspielermodi. Das traf auch auf Blackout zu: Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass das Call of Duty-Gameplay und die Battle Royale-Formel so gut kombiniert werden könnte, doch es hat geklappt. Ich hatte viel Spaß dabei herumzuschleichen, mir die bestmögliche Ausrüstung zusammenzustellen und unter dem Radar der anderen Spieler zu bleiben. Die riesige Karte ist eine Ansammlung unterschiedlicher Mehrspielerkarten vorangehender Call of Duty-Teile, was sie zum ultimativen Nostalgietrip macht. Insgesamt verrichtet Treyarch gute Arbeit mit der Entwicklung dieses Spiels (auch unter Berücksichtigung des Feedbacks der Spieler) und ich wünsche ihnen alles Gute für das Spiel.

Patrick:

Das knappe halbe Dutzend Stunden, die ich in die Blackout Beta von Call of Duty: Black Ops 4 (BO4) investiert habe, waren meine bislang ersten und einzigen Berührungspunkte mit dem Genre der Battle Royale-Spiele. Ich bin beeindruckt von der riesigen Karte, die voller abwechslungsreicher Schauplätze ist, und von der guten Performance auf der PlayStation 4 Pro, auch bei 100 gleichzeitig agierenden Spielern. Von der Auswahl an Vehikeln und Waffen bin ich etwas enttäuscht, da man sich auf Buggies, Boote und Helikopter beschränkt und die sich die Waffen alle etwas ähnlich anfühlen. Man wird vom Loot eher selten überrascht. Das gelungene Leveldesign sorgt für spannende Feuergefechte. Ich freue mich auf die finale Version von BO4 und darauf, auch die anderen Modi des Ego-Shooters auszuprobieren.

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