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Angespielt

Angespielt: It Takes Two – Koop-Platformer mit Herz

Wir haben den Koop-Platformer It Takes Two für euch angespielt und sind in die Rolle von zwei Holzpuppen geschlüpft, um ihre Beziehungsprobleme zu verarbeiten.

Im vergangenen Dezember wurde It Takes Two im Rahmen der Game Awards angekündigt. Es wurde von Hazelight Games entwickelt und gestern von EA unter dem Label EA Originals, welches der renommierte Publisher zur Veröffentlichung von Titeln von unabhängigen Entwicklern nutzt, für PC, PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht. Das Spiel wird direkt auf einer traurigen Note eröffnet: Das junge Paar May und Cody erklärt der heranwachsenden Tochter Rose von ihrer bevorstehenden Trennung. Rose flüchtet sich in die Fantasiewelt ihrer Holzpuppen und ihres Buches des Liebesdoktors Hakim. Die Tränen des verzweifelten Mädchens versetzen ihre Eltern kurzerhand in die Rolle der kleinen Holzpuppen. Mit Hilfe von Dr. Hakim versuchen sie ihre Probleme zu überwinden und sie zu ihrem richtigen Selbst zurückzukehren.

Das Jump’n’Run glänzt mit tadelloser Präsentation und Vertonung. Die Synchronisation ist rein in Englisch gehalten, das Spiel verfügt allerdings über deutsche Untertitel – ein Versäumnis, wenn man das Spiel uneingeschränkt mit einem jüngeren Spielpartner ohne Englischkenntnisse erleben möchte. Dr. Hakim erscheint für unser Empfinden in der ersten Spielstunde, die wir mit It Takes Two verbringen konnten, etwas zu häufig und verliert sich in ellenlangen Monologen. Glücklicherweise kann man die Zwischensequenzen auch per Knopfdruck überspringen, allerdings nur dann wenn beide Spielpartner mit dieser Entscheidung übereinstimmen.

It Takes Two ist ausschließlich zu zweit spielbar und das sowohl online als auch lokal an einem System. Der Freunde-Pass ermöglicht es, den Spielpartner über das Internet ohne dass zusätzliche Kosten entstehen (außer der PlayStation Plus- bzw. Xbox Live Gold-Mitgliedschaft auf den Konsolen) in das Spiel einzuladen. Falls ihr den Koop-Modus von Portal 2 gerne gespielt habt, werdet ihr viel Spaß mit It Takes Two haben. Wie im Kultspiel von Valve knobelt ihr euch durch zahlreiche Abschnitte und müsst dabei gut zusammenarbeiten. Die Lernkurve ist seicht. Im ersten Abschnitt dreht sich alles um den ebenfalls zum Leben erweckten Staubsauger, den das Ehepaar schlecht behandelt und ausgemustert hat. Endlich kann er seine lang ersehnte Rache nehmen. May und Cody bahnen sich ihren Weg durch ein komplexes Konstrukt aus Röhren und gefährlichen Plattformen. Dabei hilft es, dass das Spiel komplett im geteilten Bildschirm (Splitscreen) abläuft, selbst wenn man nicht an einem Bildschirm sondern online miteinander spielt. So hat man stets im Blick, wo sich der Spielpartner befindet und kann die Timing-basierten Rätsel gut miteinander lösen. Das erste Kapitel kulminiert in einem Bosskampf gegen den Staubsauger, welcher klassisch in mehreren Phasen abläuft. Er verfügt über eine Stampfattacke, die Bodenwellen erzeugt, und feuert explosiven Müll auf uns, den wir mit einem Schlauch einsaugen und auf das erzürnte Haushaltsgerät feuern. Das gesamte Kapitel stellt für erfahrene Spieler keine große Herausforderung dar, was der breiten Zielgruppe zu Gute kommt.

Ersteindruck

It Takes Two ist eine liebevoll inszenierte Paartherapie im Look eines Animationsfilms und mit dem Gameplay eines einsteigerfreundlichen Jump’n’Runs, in dem man passend zur Thematik der Story stets zusammen arbeiten muss. Aufgrund seiner Einsteigerfreundlichkeit und des Freunde-Pass-Features eignet sich der Titel ideal in der aktuellen Situation, um mit seinen Liebsten ein Abenteuer zu erleben, bei dem man gemeinsam Knobeln, Lachen und Schluchzen kann. Damit machen wir jetzt auch erst einmal weiter und werden euch in unserem vollumfänglichen Test berichten, wie die Reise von May und Cody weitergeht.

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