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Im Test: Lost Planet 3

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Ein Blick zurück: Es ist April 2013, als Capcom die dritte Fortsetzung seiner etwas neueren IP Lost Planet ankündigt.

Für viele war diese Ankündigung ein Schock und zwar nicht aufgrund der Tatsache, dass Capcom der mäßig beliebten Serie treu bleibt, sondern weil es komplett anders aussah. Manche behaupten sogar, dass es EAs Sci-Fi-Serie Dead Space nacheifert. Dieser Eindruck entsteht nicht ohne Grund, denn Capcom ändert seine Wege und schlägt einen westlichen Entwicklungsstil ein. Die Auserwählten sind Spark Unlimited, die sich für die umstrittenen Veröffentlichungen von Legendary: The Box und Turning Point verantwortlich zeichnen.

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Gelingt Capcom die Wiederbelebung der Serie?

Lost Planet 3 erzählt die Geschichte von Freiberufler Jim Peyton, der fürs schnelle Geld kurzerhand auf den unbewohnten Planeten E.D.N. III zieht. Schon bald merkt er, dass das schwerer als angenommen wird. Der Erde droht aufgrund der Rohstoffknappheit der Kollaps. Die einzige Möglichkeit sie zu retten, ist das Aufspüren eines neuen Planeten, dem man die Ressourcen abzwackt. Kurz nach seiner Ankunft wird Jim vom NEVEC-Forschunsteam in Empfang genommen und über seinen Job, an die wertvollen Mineralien zu kommen, unterrichtet.

Die Story an sich trägt sich weniger gut. Wir sind hingegen davon beeindruckt, wie sehr Spark Unlimited die Charakteristiken des Protagonisten Jim ausgearbeitet hat. Im Laufe der Geschichte wird Jim sich mehrmals an seine auf der Erde zurückgelassene Frau wenden, die er versorgt. Diese Fernbeziehung bringt jeden zum Weinen, besonders wenn die Frau vom heranwachsenden Sohn erzählt, der ebenso wie sie Jim stark vermisst. Selbst Jim, der sonst eher als harter Typ wirkt, zeigt sich hier von seiner emotionalen Seite. Dadurch, dass er ein Durchschnittstyp mit menschlichen Problemen ist, kann man sich besser mit ihm identifizieren.

In manchen Zügen gefällt uns die Geschichte sogar besser als der spielerische Anteil. Sollte euch das Gameplay also ab der Hälfte nicht mehr bei der Stange halten, wollt ihr zumindest wissen, wie Jims Geschichte endet.

Damit die Story auch gut erzählt wird, bedarf es einer qualitativen Vertonung. Glücklicherweise hat das bei Lost Planet 3 geklappt. Mit Glück hat das im Übrigen wenig zu tun, denn die erfahrenen Synchronsprecher wie Jim Pirri (Diablo 3, L.A. Noire, Captain America), Paul Nakauchi (Spiderman, Call of Duty: World at War, No More Heroes) und Bill Watterson liefern eine fabelhafte Leistung ab.

Wie zuvor erwähnt betraut Capcom ein westliches Studio für die Produktion von Lost Planet 3, einem zuvor ausschließlich japanischen Exportprodukt. Der Wechsel der federführenden Kraft fällt sofort auf, was uns an Capcoms Reboot von Devil May Cry, DmC, erinnert. Unverwunderlich führt das zu ähnlichen Ergebnissen.

Lost Planet 3 unterscheidet sich so stark von den vorhergehenden beiden Ablegern, dass man meinen könnte, wir reden von einem anderen Spiel voller schneller Action (etwa Dead Space 3). Statt sich auf die Mech-Kämpfe zu konzentrieren, setzt Spark Unlimited den Fokus auf die direkte Auseinandersetzung auf dem Schlachtfeld Mann gegen Mann. Fans der Serie könnte das sauer aufstoßen, doch Neueinsteiger werden es als unterhaltsames Erlebnis vor dem Erscheinen der Winter-Blockbuster sehen.

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Für die Mechs gibts neue Aufgabengebiete, etwa die Überbrückung von Reisen – die Karten von Lost Planet 3 sind riesig -, das Reparieren von Ausrüstung und zum Kämpfen. Ab und an muss Jim beschädigte Antennen, Kommunikationsleitungen und alles andere, was die lieben Einwohner von E.D.N. III so benutzen, reparieren. Unserer Meinung nach sind das die schwächsten Aufträge, muss man hier nur von A zu B und dort ein paar Knöpfchen drücken. Die Kampffunktionen der Mechs sind – Überraschung – nicht zum Kämpfen im traditionellen Sinne geeignet. Der Mech verfügt nämlich nur über Reparaturgerätschaften, einen gigantischen Bohrer und einen Einspanngriff. Kämpfe gestalten sichso sonderbar und frustrierend. Eine herbe Enttäuschung angesichts den Megawummen, mit denen man Aliens zuvor aus der Distanz aufs Korn genommen hat. Zwar lässt auch der Bohrer im Nahkampf eine gewisse Befriedigung aufkommen, an das Gefühl der Feuergefechte aus Teil 1 und 2 kommt das aber nicht ran.

Im Gegensatz zu den Vorgängern handelt es sich bei Lost Planet 3 nicht um.ein Nischenspiel, es spielt sich wie andere Blockbuster der Marke Spec Ops, Red Faction, oder Space Marine, natürlich nur mit der Extraportion verrückter Aliens.

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Grafisch hat sich dank der Verwestlichung einiges getan. Das Spiel nutzt statt dem MT Framework, Capcoms Engine der aktuellen Konsolengeneration (vornehmlich Beat”em-Ups), die Unreal Engine 3. Die Unterschiede sind riesig: Kristallklarer Schnee, scharfe Texturen und große Level mit vielen Objekten und tollen Lichteffekten. Verfügt ihr über Until now, R has been used mainly for statistical analysis, but due to the increasing number casino online of functions and packages, it has become popular in several fields, such as machine learning, visualization, and restore data operations. einen schnellen Rechner, verwöhnt euch DirectX 11 mit schönerer Optik. Auf einer zwei Jahre alten Radeon 6850 läuft auf hohen Details alles flüssig.

In Sachen Spielzeit hat sich auch etwas geändert. Zuvor gabs pro Spiel sechs verschiedene Kampagnen mit einer Gesamtspielzeit von knapp 15 Stunden. Lost Planet 3 bietet eine einzige Kampagne, bei der nach.sechs bis sieben Stunden der Abspann über den Bildschirm flimmert. Da das heutzutage im Genre üblich ist, kreiden wir das dem Spiel nicht groß an.

Pros:

– Interessante Geschichte

– Tolle englische Stimmen

– Hervorragende Grafik

– Gute Performance am PC

Cons:

– Fans könnten enttäuscht werden

– Uninspiriertes Gameplay

Fazit

Lost Planet 3 ist sicherlich nicht ein Vorzeige-Third-Person-Shooter, liefert aber solide Actionkost ab.

Test: Dvir/dm
Übersetzung: Patrick/olp

Lost Planet 3
Genre: Action
Systeme: PC, Xbox 360, PS3
Getestet für: PC
Preis: ca. 60 Euro
Entwickler: Spark Unlimited
Publisher: Capcom

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