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Im Test: Mario Party – Island Tour

Erinnert ihr euch noch an Nächte des Schabernacks vor N64 und GameCube? Auf dem 3DS werden sie nun auch wieder geschmissen, die wilden Klempner-Parties.

Mario Party: Island Tour ist das erste große Spiel, das 2013 für den Nintendo 3DS erscheint. Das Gameplay im Schnelldurchlauf, falls ihr komplett unbedarft seid: In Mario Party steuert ihr eine aus dem Mario-Universum bekannte Figur auf einem Spielbrett und würfelt bei jedem Zug, um als erster ins Ziel zu kommen. Der Clou ist, dass am Ende jeder Runde ein Minispiel gespielt wird und euch je nach Platzierung zusätzliche Würfelaugen oder Items bescheren, die euch voranbringen bzw. Gegner zurückwerfen. In Verbindung mit den Ereignisfeldern macht das seit jeher enorm viel Spaß.

Mario Party: Island Tour

Ein Spielbrett für alle Fälle

In Island Tour gibt es 6 Spielbretter mit Spielzeiten von 15 bis 60 Minuten. Somit ist für ausgedehnte Abende als auch kurze Duelle unterwegs gesorgt. Die Spielbretter unterscheiden sich nach Geschick, Glück und Minispielen.

Mario Party: Island TourDas Item Imperium etwa ist das klassische Brett mit rund 45 min Dauer und vielen Ereignisfeldern sowie Minispielen. Die kurze Raketen-Rallye ist hingegen aufgrund des Designs eher vom Glück und nicht vom eigenen Skill abhängig.

Als Charaktere stehen die Klassiker – Toad, Yoshi und Waluigi u.a. – zur Verfügung als auch Buu Huu und Daisy.

Minigames noch und nöcher

69 Minispiele warten darauf von 1 bis 4 Spielern genossen zu werden. Diese könnt ihr auch seperat im Einzelspieler-Hauptmenü frei anwählen, gegen die Zeit spielen oder im Ballonrennen zocken.

Die Variation innerhalb der Minispiele ist groß. Manchmal ist hier Glück ausschlaggebend etwa beim Hammerbammel, wo man sich einen Platz sucht und möglichst vom Hammer unverschont bleibt. Eure Fingerfertigkeiten werden z. B. bei der Pinguinrettung über die kniffligen Eisschollen gefragt oder beim Balancierballrennen.

IMario Party: Island Tourmmer wieder gibt es nette Hommagen an Nintendo-Games etwa Paparazzia, das wie Pokémon Snap nur mit Gumbas und Cheep Cheeps sowie Gyroskopiesensor funktioniert (ihr schwenkt den 3DS im Raum umher), oder diverse Mario Kart-gefärbte Minispiele wie Rutschkarts oder “Skate dich reich”.

Das Spielprinzip von “Viele Platzer keine Patzer” kennt man auch. Mit einem Gleiter muss man in verschiedenen Höhenlagen Ballone zum Platzen bringen in eine Art Drag-Race.

In der Koopa-Arena dürft ihr gar in schwerfälligen Panzern gegeneinander antreten. Hier hätte man aber mit Power-ups noch am Super Mario Kart-Ballonschlacht-typischen Partyfaktor etwas verändern können.

Nicht alles sonnig im Mario-Land

Es gibt auch Kritikpunkte, beispielsweise an den Minispielen. “Dreh das Ding” funktioniert beispielsweise dank ungenauer Gyroskopoe-Erkennung mehr schlecht als recht.

Wiederholungen sind bei so einer großen Anzahl natürlich vorhanden. Oft gilt es jemanden von Plattformen zu schubsen, ein Wettrennen zu gewinnen oder möglichst viele Items zu sammeln. In geselliger Runde macht das aber wenig aus, da gerade die Zugänglichkeit diese Reihe auszeichnet

.Mario Party: Island TourMario Party: Island Tour

Zusätzlich gibt es auch spezielle Bosslevel freizuschalten und Puzzlelevels, in denen Freunde von “3 gewinnt” ihre Freude haben.

Download Play check, aber online?

Erstmals in der über 10 Spiele umfassenden Reihe könnt ihr die aberwitzigen Minigames in 3D erleben. Das ist und bleibt aber nur ein optisches Gimmick und besonders in Spielen, in denen ihr den Handheld drehen und neigen müsst, bleibt der 3D-Slider besser aus. Hier hätten wir uns von Nintendo mehr Mut gewünscht dedizierte 3D-Minispiele anzubieten, in welchen man vom Hauptfeature des Nintendo 3DS sinnvoll profitiert etwa in Form von Tiefenrätseln.

Löblich ist, dass Mario Party: Island Tour das Download Spiel unterstützt. Ihr benötigt also nur eine Version des Spiels – egal ob als Modul oder eShop-Download – und könnt direkt mit bis zu drei (Noch-)Freunden loslegen. Ein Hot Seat-Modus, wo man mit einem Nintendo 3DS fröhlich nacheinander ziehen und die Minigames angehen kann, hätte unserer Meinung nach Sinn gemacht und einigen Spielern sicher selbst Lust gemacht, sich die Konsole bzw. das Spiel zuzulegen, um parallel spielen zu können. Fehlt aber leider.

Mario Party: Island TourMario Party: Island Tour

Was wir immer wieder vermissen bei Nintendo 3DS-Spielen ist ein Online-Modus. Egal ob Monster Hunter 3 oder eben Island Tour, online tut man sich auf dem Handheld immer schwer. Da wundert es nicht, wenn 3rd-Party-Spiele wie F1 verwaiste Server aufweisen, da man nur bei den großen Titeln wie Mario Kart oder Smash Bros. mit weltweiten Duellen rechnet.

Hat man gerade keinen 3DS-Gegner lokal parat, muss also die Künstliche Intelligenz ran. Glücklicherweise dürft ihr deren Spielstärke einzeln anpassen und so eurm Niveau anpassen. So ist sowohl für Einsteiger als auch regelmäßige Gamer eine gewisse Herausforderung vorhanden. Am meisten Spaß machen die Keilereien selbstverständlich im Mehrspielermodus.

Fazit

Die Mischung aus Monopoly und Wario Ware Inc. funktioniert auch auf dem kleinen 3DS-Bildschirm prächtig. Mario Party: Island Tour verfügt über schön designte Spielbretter und eine Vielzahl an launigen Minigames. Für Einzelspieler hat das Spiel zu wenig zu bieten, der Modus dient eher kurzweiligem Zeitvertreib durch Antesten der Minispiele oder Schlagen eigener Highscores.

Seine wahre Stärke liegt im Mehrspielermodus und dank Download Play ist man hier lokal schnell am Start. Ein Online- und Hot Seat-Modi wären wünschenswert gewesen, wer jedoch im Umfeld eine rege 3DS-Spielerschaft hat und gern mal abends gemütlich gemeinsam zockt, der sollte Mario Party: Island Tour keinesfalls verpassen.

Mario Party: Island TourMario Party: Island Tour
Genre: Geschicklichkeit/ Partyspiel
System: Nintendo 3DS
Preis: ca. 35 Euro
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo

 

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