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JahresrückblickSpecial

Patricks Spielejahr 2015

2015, ein Spie­le­jahr vol­ler Neu­auf­la­gen und Sequels, aber eini­ger New­co­mer.

Mein letz­ter per­sön­li­cher Spie­le­rück­blick liegt gan­ze 3 Jah­re zurück. 2012 hat­te das gesam­te Team sei­ne Spie­le­high­lights zusam­men­ge­fasst. In die­sem Jahr könnt ihr erst­mals selbst für eure Top­spie­le in 18 Kate­go­ri­en abstim­men und dabei 80 Spie­le gewin­nen (bis 29.12., klick!) und zumin­dest ich neh­me Stel­lung zu den Spie­len, die mich das Jahr über beschäf­tigt haben.

Inhalt

Sei­te 1: High­lights
Sei­te 2: Ent­täu­schun­gen & Nach­ge­holt
Sei­te 3: Top 5 Spie­le des Jah­res

Meine Highlights 2015

Game of Thrones

Jedes Jahr befin­det sich min­des­tens ein Spiel aus der Schmie­de Tell­ta­le Games in den Top 5, so auch wie­der 2015. Doch zu den Top 5 spä­ter mehr, jetzt erst­mal alles Gute, das nicht in die Top­lis­te gepasst hat. Game of Thro­nes und Mine­craft: Sto­ry Mode zäh­len sicher­lich dazu. Game of Thro­nes (nomi­niert als Best Sto­ry in a Game 2015 & Best Voice Work in a Game 2015) begann zwar 2014, ende­te jedoch in die­sem Jahr. Tell­ta­le hat es hin­be­kom­men, die alt­be­kann­te For­mel auf das belieb­te Uni­ver­sum umzu­mün­zen und die bis­lang bes­te Ver­sof­tung der Mar­ke auf den Schirm zu zau­bern. Anders als sonst gibt es aller­lei spiel­ba­re Cha­rak­te­re, eine Rei­he an völ­lig ver­schie­de­nen Schau­plät­zen und sehr vie­le Tode. Es fällt schon ziem­lich schwer eine emo­tio­na­le Ver­bin­dung zu dem Haupt­cha­rak­ter auf­zu­bau­en, wenn er stän­dig weg­stirbt. Aber getreu dem Mot­to „Der König ist tod, lang lebe der König“ schafft es Tell­ta­le doch irgend­wie emo­tio­nal zu berüh­ren und das selbst wenn man wie ich mit dem Fran­chise bis­her nichts zu tun hat­te. Ich freue mich schon auf die zwei­te Staf­fel.

Tell­ta­le gelang mit Mine­craft: Sto­ry Mode hin­ge­gen das Kunst­stück inner­halb von 3 Mona­ten gan­ze 4 Epi­so­den zu ver­öf­fent­lich. Scha­de eigent­lich, dass Epi­so­de 5 erst 2016 erscheint, sonst hät­ten wir das Spiel sicher­lich in unse­re „Spie­le des Jahres“-Abstimmung mit­auf­ge­nom­men. So wer­den wir es eben 2016 nomi­nie­ren. Gera­de in der aktu­el­len 4. Epi­so­de zeigt Tell­ta­le wie gekonnt mit mit Erwar­tungs­hal­tung und plötz­li­chem Able­ben belieb­ter Cha­rak­te­re umgeht. Ähn­lich wie Tales from the Bor­der­lands steckt in Mine­craft: SM eine Men­ge Selbst­iro­nie, es wird respekt­voll mit Mojangs Mar­ke umge­gan­gen und dass man so vie­le skur­ri­le Sto­ry-Momen­te aus dem Sand­kas­ten­spiel her­aus­ho­len kann, hät­te ich nicht gedacht. Auch hier freue ich mich auf die Fort­set­zung, auch wenn die eigent­li­che Geschich­te der ers­ten Staf­fel bereits abge­schlos­sen ist.

Wo wir gera­de bei auf das Geschich­ten­er­zäh­len aus­ge­leg­te Spie­le sind. The Stan­ley Para­ble war für vie­le der gro­ße Knal­ler in Sachen Sto­ry­tel­ling in Video­spie­len. Mit viel Witz und Selbst­re­fe­renz bewies Davey Wre­den, dass eine neue Art Geschich­ten in Video­spie­len zu erzäh­len Spaß machen und Erfolg haben kann. Doch der Erfolg schlug um in Eksta­se und dabei blieb so eini­ges auf der Stre­cke. Mit The Beginner’s Gui­de (nomi­niert als Best Sto­ry in a Game 2015) ver­ar­bei­tet Wre­den von Außen, wie The Stan­ley Para­ble ent­stan­den ist und wel­che Kon­se­quen­zen aus dem öffent­li­chen Druck resul­tier­ten. Das Spiel ähnelt noch viel mehr als der Vor­gän­ger einem „Wal­king Simu­la­tor“ und der Titel trifft schon eine sehr spe­zi­el­le Nische. Doch genau der gehö­re ich an. Ich habe The Stan­ley Para­ble bereits zu Mod-Tagen schon gespielt, war vom erwei­ter­ten Stand-alo­ne-Release nicht über­mä­ßig beein­druckt, aber erfreut über den Zuspruch. Lei­der gab es wohl nicht nur Zuspruch und das auf extre­me Art und Wei­se. The Beginner’s Gui­de hat mir die Augen geöff­net, was es heißt von einer Sekun­de auf die ande­re im Ram­pen­licht zu ste­hen und mit den Fol­gen klar zu kom­men. Ein sehr emo­tio­na­les Spiel, das man als Inter­es­sier­ter an der Ent­wick­lung von Games gespielt haben soll­te.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Spricht man von aus­schwei­fen­den Geschich­ten in Games, muss man auch von Hideo Koji­mas Bom­bast­werk, das da Metal Gear Solid heißt, reden. Metal Gear Solid V: The Phan­tom Pain (nomi­niert als Best Block­bus­ter Action Game 2015, Best Sto­ry in a Game 2015, Best Sound­track in a Game 2015 & Most Immer­si­ve Game World 2015) ist unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen zu Ende ent­wi­ckelt und ver­öf­fent­licht wor­den. Es gab viel Rum­mel um den Macher und den Publisher des Boll­werks und jetzt steht das Spiel in den Läden und Koji­ma arbei­tet gemein­sam mit Sony schon am nächs­ten Spiel. Bis­lang hat mir noch jedes MGS eine Men­ge Spaß berei­tet auf­grund der inter­es­san­ten Sto­ry und des span­nen­den Game­plays. MGS V: The Phan­tom Pain geht einen ande­ren Weg als die Vor­gän­ger. Sto­ry-Sequen­zen sind rar, aber immer noch so schräg wie im vier­ten Teil, die Spiel­welt ist weit­aus offe­ner und es grei­fen eine Men­ge Sys­te­me inein­an­der. Damit ist es spie­le­risch für mich wesent­lich inter­es­san­ter und ehr­lich gesagt auch zugäng­li­cher als die Vor­gän­ger. Ich schä­me mich nicht zu sagen, dass ich MGS 2 & 4, die ich inten­siv und lan­ge gespielt hab, nie zu Ende gebracht und deren Epi­lo­ge auf der bei­geleg­ten Movie-DVD bzw. You­Tube geschaut habe. MGS V spie­le ich rein im Let’s Play, dadurch ver­passt man den ein oder ande­ren ruhi­gen Moment, um die Span­nung für’s Publi­kum auf­recht zu erhal­ten. Doch das kommt dem Open World-Game­play zu Gute und ich bleib dran, ein Vor­teil im Grun­de. Und die aktu­ell sechs­te Sto­ry-Mis­si­on zeigt, dass die Face­offs mit einem inter­es­san­ten Neme­sis nicht aus­blei­ben, ich freue mich mit euch noch tie­fer in MGS V ein­zu­drin­gen, immer Mon­tag­abends auf Twitch.

Redet man von den Block­bus­tern 2015, muss man Fall­out 4 (nomi­niert als Best RPG/Adventure Game 2015, Most Immer­si­ve Game World 2015 & Best Voice Work in a Game 2015) nen­nen. Die Tat­sa­che, dass ich an die­ser Stel­le schon Fall­out 4 behand­le, zeigt schon, dass ich noch nicht sehr weit bin. Cir­ca 8 Stun­den steck­te ich bereits in Fall­out: New Vegas, ich brauch­te damals unbe­dingt die Ver­si­on, über die wir hier gar nicht reden brauch­te, und leg­te das Spiel wie­der zur Sei­te. Es war ein­fach zu groß, gefähr­lich und zeit­fres­send. Fall­out 4 habe ich eben­falls nach der Zeit zur Sei­te gelegt, habe in die­sen Stun­den aber wesent­lich weni­ger gese­hen, habe des­halb auf jeden Fall mei­ne Rück­kehr in’s Ödland nicht aus den Augen ver­lo­ren. War­um? Die Intro-Sequenz war super insze­niert, erin­ner­te mich an eine pro­mi­nen­te Sequenz aus Saint’s Row IV, hat­te aber nichts mit dem eigent­li­chen Spiel zu tun. Cub­ble­pot ist ein tol­ler Side­kick, der Hund eher drö­ge, aber aus­tausch­bar. Der Housing-Aspekt gefällt mir als Sur­vi­val-Fan sehr gut, nur das Inter­face ist etwas fri­me­lig. Außer­dem sind die Loca­ti­ons wesent­lich näher bein­an­der als in FO:NV und merk­lich inter­es­san­ter. Der Schwie­rig­keits­grad ist ähn­lich hoch ange­setzt, es han­delt sich schließ­lich noch um ein Fall­out. Und das wer­de ich gern noch wei­ter­spie­len in 2016.

Submerged

Sub­mer­ged ist eben­falls in der Post­apo­ka­lyp­se ange­setzt, aber deut­lich anders als das eben genann­te Spiel. Es sieht aus wie Ens­laved (dazu auf Sei­te 2 mehr), spielt sich wie The Legend of Zel­da und fühlt sich an wie Jour­ney. Für mich reicht es an die „Vor­bil­der“ nicht her­an, den Anspruch hat es aber auch gar nicht. Es gilt als Mäd­chen dem jun­gen ver­letz­ten Bru­der bei der Gene­sung zu hel­fen. Eine ver­sun­ke­ne Stadt stellt not­ge­drun­gen vor­rüber­ge­hend die neue Hei­mat für die zwei da. Man trifft selt­sa­me Mee­res­we­sen, lernt über den Nie­der­gang der Zivi­li­sa­ti­on und die Vor­ge­schich­te des unglei­chen Duos. Es wird viel geklet­tert, geschip­pert und abge­sucht. Am Ende wie­der­holt sich das Spiel zu häu­fig, bie­tet aber eine inter­es­san­te Spiel­welt, von der ich gern mehr sehen wer­de. Neu­gie­rig gewor­den? Dann das kom­plet­te Spiel in mei­nem Let’s Play anse­hen.

Mit Spie­len, die von Mobil­platt­for­men auf „die gro­ßen“ Sys­te­me por­tiert wer­den, habe ich schlech­te Erfah­run­gen. Man den­ke nur an das durch­wach­se­ne Deus Ex: The Fall, das trotz unter­ir­di­scher Qua­li­tät für uns immer noch monat­lich mehr Auf­ru­fe gene­riert, als jeder neue Block­bus­ter. Soll­te man viel­leicht doch mal wei­ter­ma­chen, sobald unse­re You­Tube-Sper­re auf­ge­ho­ben wur­de. Jeden­falls hat mich 80 Days eines bes­se­ren belehrt: Mobi­le-Spie­le kön­nen auf dem PC unglaub­lich viel Spaß machen. 80 Days gibt es schon län­ger für iOS und Andro­id, die PC-Ver­si­on fügt einen kom­plett neu­en Kon­ti­nent hin­zu. Doch um was geht’s: Ganz im Stil der Roman-Vor­la­ge von Jules Ver­ne ver­sucht ihr in 80 Tagen um die Welt zu rei­sen. Ihr seid der Gen­tle­man Phi­leas Fogg, der mit sei­nem treu­en Beglei­ter Jean Pas­se­par­tout die Welt ver­sucht zu umrun­den und dabei aller­lei Aben­teu­er erlebt. Ich habe den Roman nach Voll­endung des Spiels – wenn man über­haupt davon spre­chen kann, da es ja zig Rou­ten gibt – gele­sen und dach­te mir sofort: Viel zu line­ar! Denn in 80 Days habt ihr vol­le Ent­schei­dungs­ge­walt: Benutzt ihr den Trans­si­bi­ri­en­ex­press wie in unse­rem Twitch-/You­Tube-Play­th­rough oder nehmt ihr – wie in mei­ner ers­ten nicht auf­ge­zeich­ne­ten Rei­se – die Süd­rou­te über Ägyp­ten und schei­tert kläg­lich, weil ihr von einem mecha­ni­schen Wach­hund auf­ge­lau­ert wer­det, die Abzwei­gung nach Nor­den neh­men müsst, um auf einem rie­si­gen Adler nach Schang­hai zu flüch­ten? Spoi­ler ist das nicht wirk­lich einer, da es Dut­zen­de wenn nicht Hun­der­te sol­cher Events gibt. Außer­dem könnt ihr Han­deln und viel über ein­zel­ne Kul­tu­ren erfah­ren, wobei Geld bei eigent­lich kei­ne Rol­le spielt – selbst an den ent­le­gends­ten Orten gibt es einen EC-Auto­mat mit fri­schem Baren. Kurz gesagt: 80 Days ist eine super Sache, ein­fach mal pro­bie­ren!

Wie ein­gangs erwähnt gab es vie­le vie­le Remas­ters von älte­ren Titeln in die­sem Jahr. Wer eine Über­sicht aller Remas­ters des Jah­res 2015 will, besucht unse­ren Spiel des Jah­res-Vote und klickt bei der Kate­go­rie bes­te Neu-Inter­pre­ta­ti­on eines Spiels 2015 auf den „Tipp“-Button – schon sprin­gen einem über zwei Dut­zend Titel in’s Auge. Durch­ge­spielt habe ich in die­sem Jahr nur eins davon: Teara­way Unfold­ed. Skep­tisch begann ich die Neu­auf­la­ge des Vita-Kra­chers (XTga­mer-Test der Vita-Ver­si­on): Kann das wirk­lich funk­tio­nie­ren, ein Spiel das so auf die Hard­ware der Vita zuge­schnit­ten ist – Game­play und Sto­ry – ade­quat auf den DualS­hock 4 der PS4 umzu­set­zen? Die Tar­sier Stu­di­os erwei­ter­ten das kun­ter­bun­te Schnip­sel­feu­er­werk um gelun­ge­ne neue Sequen­zen und brach­ten eine neue Note hin­ein – das unfer­ti­ge Gegen­stück zum DualS­hock 4 erin­nert etwas an den nie voll­ende­ten zwei­ten Todes­stern in Star Wars: Epi­so­de VI. Auch hier­zu habe ich ein Let’s Play gemacht, das natür­lich nicht im Gerings­ten so krea­tiv ange­gan­gen wur­de, wie die Ent­wick­lung die­ser Neu­in­ter­pre­ta­ti­on des Papier­kunst­werks von Media Mole­cu­le, aber viel­leicht den ein oder ande­ren doch noch zu die­sem groß­ar­ti­gen Titel führt.

Dann habe ich noch drei Titel, die wohl die wenigs­ten von Euch ken­nen wer­den: Sun­set, Wes­te­r­a­do: Dou­ble Bar­reled und Attack on Titan: Huma­ni­ty in Chains.

Sunset

Wir begin­nen mal gedie­gen mit Sun­set (nomi­niert als Best RPG/Adventure Game 2015). Das hol­län­di­sche Stu­dio Tale of Tales (die wohl zuhauf mit Tell­ta­le und Traveller’s Tales ver­wech­selt wer­den) zeich­net sich für eine gan­ze Rei­he an klei­nen Spie­len ver­ant­wort­lich, die meist ziem­lich kurz sind und eine ver­zweig­te Geschich­te erzäh­len. Ich habe bis­lang das vol­le Line-up der Oran­je-Schmie­de auf You­Tube durch­ge­spielt, das könn­te sich mit dem bal­di­gen Vir­tu­al Rea­li­ty-Pro­jekt ändern, aber den letz­ten tra­di­tio­nel­len Titel von Tale of Tales konn­te ich noch spie­len. Sun­set heißt es und obwohl die Ego-Ansicht und die vie­len Dia­lo­ge gleich blei­ben, ist die Spiel­erfah­rung doch reich­lich anders als in The Path oder Fata­le. Ihr befin­det Euch in einem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land, das sich gera­de im Umbruch befin­det. Ihr putzt immer das glei­che Apar­te­ment, wäh­rend der Eigen­tü­mer die Welt durch­streift. Zu Beginn erkun­det man noch alles, macht sich mit den Gege­ben­hei­ten ver­traut, muss sich ori­en­tie­ren. Denn in jedem Besuch hat man ein Zeit­li­mit im Nacken und gewis­se Auf­ga­ben zu erfül­len – rich­tig bestraft wird man bei Nicht­er­fül­lung jedoch nicht. Doch die Welt um das Apar­te­ment ist im Wan­del, plötz­lich flie­gen Heli­ko­pter über das Gebäu­de, am Bal­kon sehen wir bren­nen­de Häu­ser und Sol­da­ten auf­ma­schie­ren. Auch der Kon­takt mit dem Eigen­tü­mer inten­si­viert sich, da die­ser in die anbre­chen­de Revo­lu­ti­on tief invol­viert ist. Das Apar­te­ment ent­wi­ckelt sich glei­cher­ma­ßen zum Rück­zugs­ort, aber auch zum Brenn­punkt. Ich war­te nur dar­auf, dass Sol­da­ten eines Abends ein­drin­gen und die unge­schol­te­ne Putz­frau ver­schlep­pen. Ob das pas­siert, fin­det ihr durch Spie­len oder Schauen sel­ber raus. Es lohnt sich jeden­falls. Auch wegen der zeit­ge­nös­si­schen Musik.

Zeit­ge­nös­sisch geht’s auch in Wes­te­r­a­do: Dou­ble Bar­reled zu, aller­dings im Wil­den Wes­ten. Es han­delt sich um eine erwei­ter­te Fas­sung des gra­tis Flash­spiels von Adult Swim Games. Als ein­sa­mer Cow­boy schlägt ihr euch durch weit­läu­fi­ge Land­schaf­ten vol­ler Gau­ner und Scharl­artar­ne. Von einem Top-Down-Wes­tern-Spiel habe ich nicht eine sol­che Spiel­tie­fe beim Kampf, der Spiel­welt und den Quests erwar­tet. Ihr müsst zwar nicht so tak­tisch wie in Hard West vor­ge­hen, aber schon bes­ser euer Vor­ge­hen pla­nen. Zudem ist die Spiel­welt rie­sig und beher­bergt vie­le Ort­schaf­ten, Wüs­ten, klei­ne­re Oasen und einen Minen­kom­plex. Ihr trefft eini­ge schil­lern­de Cha­rak­te­re und müsst am Ende natür­lich Rache üben, wie es häu­fig so ist. Die letz­te Quest hat es noch­mal so rich­tig in sich, hat mich aber durch den kna­cki­gen Schwie­rig­keits­grad auch inso­weit abge­tournt, dass ich das Spiel auch nicht mehr ange­fasst habe, obwohl es noch eine Men­ge an Neben­quests zu erle­di­gen gibt. Wes­te­r­a­do lässt das Herz von ein­sa­men Out­laws in jedem Fal­le höher schla­gen – sechs Mal pro Sekun­de.

Attack on Titan: Huma­ni­ty in Chains mag eine der gelun­gens­ten Ani­me-Ver­sof­tun­gen der letz­ten Jah­re sein, doch irgend­wie spricht kaum einer drü­ber. Selbst wenn man vom 2016er Play­Sta­ti­on-Spiel spricht, das im Grun­de genau das glei­che in High Defi­ni­ti­on ist, lässt man das 2015er Nin­ten­do 3DS-Spiel außen vor. In Euro­pa erschien das Spiel stark ver­spä­tet auf­grund eines Rech­testreits unter neu­em Namen. Sucht im eShop also bes­ser nach dem Unter­ti­tel als dem Ani­me-Titel. Das Spiel folgt in der Kam­pa­gne eng der Geschich­te der 1. Staf­fel des Ani­mes. Aller­dings sind die Sze­na­ri­en durch­ein­an­der gewor­fen. Ihr schlüpft in die Rol­le aller­lei Cha­rak­te­re aus der Vor­la­ge und neue Sze­na­ri­en wer­den zufalls­ge­ne­riert frei­ge­schal­tet. Das fand ich etwas merk­wür­dig, aber als Ani­me-Ken­ner fand ich’s halb so schlimm. Sein Poten­ti­al schöpft das Spiel erst nach eini­gen Stun­den aus, wenn man qua­si den Skir­mish-Modus frei­schal­tet. Dann kann man einen eige­nen Scout-Kämp­fer erstel­len, mit neu­em Equip­ment stän­dig ver­bes­sern und gemein­sam mit Freun­den online oder lokal auf Tita­nen­jagd gehen. Der Publisher war zwar so nett und hat uns eine Rei­he an Codes über­las­sen, jedoch sind Gamer weit­aus weni­ger zuver­läs­sig als die Scouts im Ani­me und so hab ich noch kei­ne Schlacht mit mensch­li­chen Mit­strei­tern, die ich kann­te, füh­ren kön­nen. Mit wahl­los zusam­men­ge­wür­fel­ten Teams funk­tio­niert das Game­play jedoch auch gut und es macht unglaub­lich viel Spaß die Schwach­stel­len des Tita­nen erst anzu­ge­hen, um dann den fina­len Stich in den Nacken des Tita­nen zu set­zen. Ein­zig an den Mis­sio­nen der Kam­pa­gne und der Spiel­welt­grö­ße müss­te (für die PSN-Inter­pre­ta­ti­on) geschraubt wer­den, sonst ein rund­um gelun­ge­nes Action-Spiel.

Lumini

Lumi­ni (nomi­niert für Most Immer­si­ve Game World 2015) ist ein net­ter klei­ner Titel, der mir gezeigt hat, wie man mit kleins­ten Mit­teln eine emo­tio­na­le Rei­se gestal­ten kann und so eini­ge Magic Moments kre­ierte. Unbe­dingt mal spie­len, Let’s Play anse­hen oder im etwas merk­wür­dig gewor­de­nen Video Review gucken!

Dann gibt es noch vier Spie­le, deren Gen­res mir sonst nur wenig zusa­gen, mich aber doch eini­ge Stun­den vor den Rech­ner bzw. die Kon­so­le gefes­selt haben. Begin­nen wir mit Armel­lo, einem Fan­ta­sy-Run­den-Stra­te­gie­spiel. Schon 3 Wor­te in einer Gen­re­beschrei­bung, die mich im Grun­de auf­gäh­nen las­sen. Armel­lo schafft es aber durch sei­ne Zugäng­lich­keit und dem gewis­sen Glücks­fak­tor mir sofort Spaß zu machen. Schaut ruhig mal in die Run­de rein, die ich mit wild­bill gezockt habe, wirk­lich kurz­wei­li­ges Spiel­chen!

Im Rah­men unse­rer Racing Week pro­bier­te ich For­za Motor­sport 6 aus. Nach­dem mir tags zuvor Dri­veclub solálá gefal­len hat, erwar­te­te ich nicht viel. For­za erzeugt bei mir ähn­li­che Gefüh­le wie sei­ner­zeit Gran Turis­mo 3: A-spec oder DTM Racer Dri­ver 2 – Renn­spie­le, die mit gewis­sem Simu­la­ti­ons­an­teil und unzäh­li­gen unter­schied­li­chen Fahr­zeug­klas­sen moti­vie­ren, toll aus­se­hen und ein­fach Lau­ne machen. Obwohl ich For­za 6 nur kurz gespielt habe, freue ich mich bald mal wie­der eine Run­de zu dre­hen.

Blei­ben wir beim Sport: Golf macht mich nor­mal so gar nicht an. Auf den berüch­tig­ten PS2-Demo-Disks habe ich immer mal wie­der gern neue Ver­sio­nen von Tiger Woods PGA Tour gespielt. The Golf Club ist das ers­te Golf­spiel das ich besit­ze und obwohl ich mit mei­ner Leis­tung nicht zufrie­den bin (und sogar in den Kom­men­ta­ren geschol­ten wur­de), macht es unglaub­lich Lau­ne. Klar, so eine tol­le Per­for­mance wie die Rocket Beans bekommt man nur schwer hin, aber die Fas­zi­na­ti­on ein­ne Ball mit dem rich­ti­gen Eisen im rich­ti­gen Win­kel zu schla­gen um das Maxi­mum an Distanz her­aus­zu­ho­len pack­te mich hier sehr schnell.

So und dann war da noch der Pri­son Archi­tect. Ich hab schon öfters in Aus­schnit­ten etwas gese­hen, The Esca­pists ange­spielt und schnell wie­der weg­ge­legt, und dann die Ein­füh­rung der Voll­ver­si­on nach erfolg­rei­cher Ear­ly Access-Pha­se mit­be­kom­men und es direkt mal pro­biert. Und dann ver­ging Stun­de um Stun­de und ich war immer noch im Tuto­ri­al – ein sehr gutes Zei­chen für das Spiel, ein schlech­tes für mein Zeit­ma­nage­ment. Nur weni­ge Tage spä­ter ver­brach­te ich eine gan­ze Nacht mit dem Spiel und das war mei­ne letz­te Berüh­rung damit. Zu Beginn dach­te ich, das wird ja wie Rol­ler­Co­as­ter­Ty­coon mit Gefan­ge­nen, aber denks­te: ein Gefäng­nis ist kein Frei­zeit­park, auch nicht für den Ver­an­stal­ter. Man muss nicht nur an die Sicher­heit, son­dern auch an die Bedürf­nis­se und die Reso­zia­li­sie­rung der Gefan­ge­nen den­ken, an Besuchs­zei­ten, Ver­pfle­gung und Schu­lung des Per­so­nal u.v.m. Ich hof­fe nur, dass mir das Spiel so schnell in der Steam-Biblio­thek nicht mehr in’s Auge springt, sonst sind Augen­rän­der am nächs­ten Tag vor­pro­gram­miert.

Desti­ny lege ich seit der Beta ab und an immer wie­der rein und nun ist ja auch The Taken King (oder König der Beses­se­nen) erschie­nen. Im Zuge des­sen habe ich die Haupt­kam­pa­gne wei­ter­ge­spielt und bin nun end­lich am letz­ten Pla­ne­ten ange­kom­men. Eini­ge von euch wer­den es auf Twitch mit­er­lebt haben, der Mars ist schon geil. Tol­le Land­schaf­ten, kna­cki­ge Mis­sio­nen, inter­es­san­te Boss­fights – so mag ich das. Ich freue mich schon, den letz­ten Pla­ne­ten anzu­ge­hen und dann The Taken King zu spie­len. Bis dahin ver­öf­fent­li­che ich auch die Mars-Vide­os auf You­Tube. Die sind sogar schon hoch­ge­la­den, da kann selbst You­Tube mit ihrer Sper­re uns gar nüscht.

Auf Sei­te 2 geht’s dann mit den Games wei­ter, die mich 2015 ent­täuscht haben und die ich nach­ge­holt habe.

3 comments
  1. Kat van Lee

    Until Dawn fand ich ja per­sön­lich rich­tig gut. Den Plottwist habe ich nicht vor­aus­ge­se­hen und *Ach­tung Spoi­ler* das gan­ze Über­na­tür­li­che, das spä­ter dazu kam, auch nicht. Das war mir zwar auch etwas too much (War­um brauch man das, wenn man Josh hat?!), aber im End­ef­fekt hat mich die­ses Spiel wirk­lich geschockt – und zum Aus­ras­ten gebracht („ICH HAB DOCH MEINE HAND RUHIG GEHALTEN AAAAAAAAARGH!!!“).

    Reden wir nicht über THPS5… xD Das war wirk­lich ein Aus­set­zer der 1.Klasse. Wenn die Lizenz aus­läuft muss man halt irgend­was zusam­men­schus­tern. Scha­de eigent­lich 🙁 Die alten Spie­le waren sooooo gut!

  2. Kat van Lee

    Das ist eine über­ra­schen­de Top 5 😀 Bis auf Tales from the Bor­der­land hät­te ich mit kei­nem gerech­net, aber das kommt wohl auch davon, dass ich die­ses Jahr recht weni­ge aktu­el­le Spie­le in die Play­Sta­ti­on gewor­fen habe (Sor­ry PS! ♥). Sehr inter­es­sant auf jeden Fall, da ich bis­her von Everybody’s Gone to Rap­tu­re nur mäßig-tol­le Reviews gele­sen habe. Dei­nen Test wer­de ich jetzt wohl mal genau­er anschau­en ^^

    *zeigt noch mal den Yaku­za-Spoi­ler* Hihi

  3. Kat van Lee

    Zu Sei­te 1: Attack on Titan für 3DS wur­de bereits ver­öf­fent­licht? Wie­so hat das kei­ner mit­be­kom­men (mich ein­ge­schlos­sen)? O_______________ó NOOOOOO! Ich dach­te, das kommt erst nächs­tes Jahr zusam­men mit dem Live Action Movie.

    Zu MGSV hat­te ich die Demo beim Release-Event (E-was?) gespielt und war echt posi­tiv beein­druckt 🙂 Tol­le Gra­fik, gutes Hand­ling der Waf­fen und … eine Kis­te haha­ha­ha

    Metal Gear Solid VM
    Attack on Titan: Huma­ni­ty in Chains
    Attack on Titan: Huma­ni­ty in Chains
    Fall­out 4 muss­te ja in der Lis­te erschei­nen, aller­dings ver­steh ich den Hype immer noch nicht ^^ Soll­te wohl mal die Vor­gän­ger spie­len. Alle spie­len es! ALLE!

    Teara­way Unfold­ed erwar­tet mich daheim in B wie­der 🙂 Bin schon gespannt drauf. Eine Welt aus Papier ^o^

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