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Test

Im Test: Final Fantasy XV Pocket Edition HD

Switch to: English

Final Fantasy XV ist sowohl im Hinblick auf die Kritiken als auch auf die Verkaufszahlen ein voller Erfolg und das, obwohl es innerhalb der Serie einen neuen Pfad eingeschlagen hat. Der Hauptcharakter Noctis wurde zu einem der bekanntesten Charaktere der gesamten Reihe und das urspr├╝ngliche Spiel wurde immer weiter verbessert. Square Enix wollte es jedem erm├Âglichen, die Story genie├čen zu k├Ânnen und da kommt die Pocket Edition ins Spiel.

Wie ihr wahrscheinlich schon vermutet habt, handelt es sich hierbei um eine f├╝r Smartphones entwickelte Version, die spielerisch und grafisch wesentlich simpler gestaltet ist und auf Chibi-Charaketere setzt. Da das Originalspiel nicht f├╝r die Switch erschienen ist (daf├╝r h├Ątte es enorm runtergedampft werden m├╝ssen), entschied sich der Entwickler daf├╝r das Spiel auch auf die Nintendo-Konsole zu portieren, zus├Ątzlich zu den erneuten PS4- und Xbox One-Fassungen.

Wir m├╝ssen das Offensichtliche sofort ansprechen: Im Anbetracht der guten Verf├╝gbarkeit des Grundspiels f├╝r PS4 und Xbox One stellt sich uns die Frage, warum die Pocket Edition f├╝r diese Systeme umgesetzt wurde. Kurz gesagt ist es die ideale M├Âglichkeit, wenn man nicht viel Zeit mit Erforschen und Nebenaktivit├Ąten verbringen und seine Spielzeit rein in die Story investieren m├Âchte. Sofern ihr bereits das zugrunde liegende Final Fantasy XV gespielt haben solltet, bietet euch diese Version nicht gerade viel neues. Die HD-Edition schn├╝rt die gesamte Spielerfahrung in ein Paket. Anders als in der Mobilversion m├╝sst ihr nicht jede Episode einzeln kaufen. Es gilt also das Motto “kauf’ das gesamte Spiel, oder lass es sein”. Da das Originalspiel sehr gut war, waren wir besonders daran interessiert, wie das Spiel f├╝r leistungsschw├Ąchere Systeme umgesetzt wurde und welche Kompromisse dabei eingegangen werden mussten.

Zun├Ąchst waren wir positiv davon ├╝berrascht, dass die gesamte Hauptgeschichte vertont wurde, ohne dass nur ein Teil ausgelassen wurde. Musik und Sprachausgabe (wahlweise auf u. a. auf Deutsch, Englisch und Japanisch) wurden ├╝bernommen und die Handlung verl├Ąuft so, wie man sie als Spieler des Originals kennt. Wie zuvor erw├Ąhnt wurden die Nebenaufgaben fast vollst├Ąndig entfernt und die ├╝brigen Spielelemente wurden in ein simpleres Minispiel verpackt. Das bedeutet allerdings nicht, dass wichtige Ereignisse in der Geschichte, die mit diesen Elementen in Verbindung stehen, ├╝bersprungen werden. Dialoge, die etwa sonst nur im Auto abgelaufen sind, sind immer noch Bestandteil des Spiels und ihr ├╝bernehmt kurz das Lenkrad, bis das Gespr├Ąch vor├╝ber ist. Schnitt, n├Ąchster Teil des Levels. Die Level laden kaum zum Entdecken ein, denn sie sind um einiges schlichter und geradliniger. Dabei sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass es sich um ein f├╝r mobile Endger├Ąte entwickeltes Spiel handelt, das lediglich f├╝r andere Systeme umgesetzt wurde.

Kommen wir dazu, wie sich die Pocket Edition spielt. Ihr k├Ânnt bis zu drei unterschiedliche Waffen aus verschiedenen Gattungen ausr├╝sten und mit nur einer Taste einfache Kombos vollf├╝hren. Dar├╝ber hinaus k├Ânnt ihr Warp Strikes dazu benutzen, um euch an einen anderen Punkt innerhalb des Szenarios zu teleportieren oder um Gegner zu schw├Ąchen. Der Gro├čteil der weiteren Kombo-Aktionen, etwa die Unterst├╝tzung durch Verb├╝ndete oder Paraden, werden durch Quick Time Events ausgel├Âst. Einerseits k├Ânnen die K├Ąmpfe euch im Verlauf des Spiels einiges abverlangen, andererseits sind sie weniger kompliziert und verlaufen wesentlich entspannter. Die M├Âglichkeit zu Kochen ist enthalten, doch um die Rezepte zu nutzen m├╝sst ihr in jedem Level bestimmte Zutaten mit euch f├╝hren. Praktisch: Die Ingredienzien werden auf der Karte markiert. Sobald euch das Spiel automatisch in ein Lager setzt, k├Ânnt ihr eure Werte verst├Ąrken und die Kochboni einsetzen. Selbst die Zeitpunkte, in denen man sich ausruhen kann, sind diesmal also vorgegeben.

Fazit

Ich habe lediglich zu beanstanden, dass man durch die Verwendung des Chibi-Stils die Story kaum ernst nehmen kann, besonders wenn die Protagonisten ernstere T├Âne anschlagen oder bei traurigen Momenten. Der Kontrast zwischen den ausdruckslosen Gesichtern und der fantastischen Sprachausgabe brachte mich pers├Ânlich eher zum Lachen. Der Grafikstil ist ebenfalls daf├╝r verantwortlich, dass die Umgebungen zumeist d├╝rftig und uninspiriert aussehen. Zusammengefasst erh├Ąlt man genau das, was man von einem Mobile Game erwartet. Es ist ein gro├čartiger mobiler Titel mit offenkundigen Einschr├Ąnkungen. Wie ich eingangs erw├Ąhnt habe empfehle ich dieses Spiel Switch-Spielern w├Ąrmstens, da es die einzige M├Âglichkeit ist das Spiel jemals auf dieser Plattform spielen zu k├Ânnen. Auf den anderen Systemen – wir haben das Spiel auf der PS4 getestet – ist es ein ziemlich gro├čes Dilemma. Wollt ihr das Spiel in seiner G├Ąnze genie├čen und habt ihr gen├╝gend Zeit zur Verf├╝gung, dann holt euch doch direkt das originale Final Fantasy XV. Die Pocket Edition ist ein ziemlich guter Ersatz daf├╝r, wenn ihr auf wesentlich entspanntere und schnellere Art und Weise die Story erleben wollt.

Schaut euch die ersten Spielstunden in englischer Sprache nachfolgend an

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