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Test

Im Test: The Room

Der Knobel-Hit fürs Handy The Room wurde für Nintendo Switch umgesetzt. Erfahrt im XTgamer-Test, ob sich die Umsetzung lohnt.

2012 erschien The Room für mobile Endgeräte und begeisterte Knobelfans mit seiner intuitiven Touch-Steuerung. Zwei Jahre später erschien das von Fireproof Games entwickelte Spiel für den PC. Sechs Jahre später will man mit diesem Merkmal auch auf der Switch glänzen.

In The Room inspiziert ihr unterschiedliche Rätselboxen. Die aufwendig gestaltenen Kästen verfügen über verborgene Schalter, Geheimfächer und zahlreiche Mechanismen, dies für euch zu finden gilt. Ähnlich einer Matroschka dringt ihr im Laufe jedes Kapitels immer tiefer in die Gefäße vor und seht euch mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Rätsel sind fordernd und abwechslungsreich. Sie gehen über simple Schalterrätsel hinaus, auch wenn es diese auch gibt. Der Spielverlauf ist nonlinear, wir können die Rätsel also häufig in beliebiger Reihenfolge angehen. Sie sind aber auch miteinander verbunden, was eure Kombinationsfähigkeiten beansprucht.

Gefundene Objekte wie Schlüssel und Edelsteine werden auf der linken Bildschirmleiste in Inventarslots platziert. Oft hilft es zum Weiterkommen, die Gegenstände genauer zu untersuchen. Hängt ihr trotzdem mal, hilft euch das Hinweissystem, das euch jederzeit bis zu drei Tipps gibt. Ein wichtiges Spielelement ist auch die Möglichkeit, in eine Art Infrarotsicht zu schalten. Dort gibt’s Tipps wie Safe-Codes und Spuren, die für das Weiterkommen unerlässlich sind.

Im Handheld-Modus dreht ihr die Box mit euren Fingern, im TV-Modus benutzt ihr einen Joy-Con und greift das Objekt mit der Schultertaste. Wir haben das Spiel größtenteils mit der Bewegungssteuerung im TV-Modus gespielt und das klappt überraschend gut. Einzig das Benutzen von Schlüsseln fühlt sich merkwürdig an, da ihr den Joy-Con nicht dreht, sondern schwenkt.

Die vier Kapitel des Spiels umfassen eine Spielzeit von zwei bis drei Stunden. Der Wiederspielwert ist gering, da es für jedes Rätsel nur eine Lösung gibt.

 

Die Story ist vernachlässigbar. Ein Forscher sucht nach dem Fünften Element, der Quintessenz. Hinweise hierfür findet ihr in sieben ins Deutsche übersetzte Tagebuchseiten, die ihr nach und nach findet. Kurze CGI-Sequenzen verbinden die Level miteinander. Visuell ist das Spiel wie aus einem Guss und besticht mit detaillierten Modellen der Boxen, deren Gravuren fantastisch aussehen. Im Vergleich zur Mobile-Version wurden der Detailgrad und die Lichtstimmung für die Switch-Umsetzung erheblich verbessert. Die Hintergründe sind stets atmosphärisch gestaltet, allerdings insgesamt etwas detailarm. Das Spiel ruckelte zu keinem Zeitpunkt in unserem Test und stürzte nicht ab.

Fazit

The Room ist auch auf der Switch ein atmosphärisches herausforderndes Knobelspiel. Die Rätsel sind abwechslungsreich und sowohl Bewegungs- als auch Touchsteuerung sind gelungen. Wir haben uns einfach mehr Umfang gewünscht. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass für iOS, Android und PC mit The Room Two und The Room Three zwei zusätzliche Spiele mit neuen Settings und zahlreichen neuen Rätseln erhältlich sind, hätte sich die Einbindung dieser Level in der Switch-Version angeboten. So bleibt The Room für Rätselfreunde ein unterhaltsamer kurzer Zeitvertreib und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Nachfolger ihren Weg auf die Nintendo-Konsole finden werden.

Info: Die Screenshots stammen allesamt vom Publisher und die Grafikqualität entspricht der Switch-Version.

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