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Test

Im Test: A Fisherman’s Tale – Charmanter VR-Puzzler

Als Anglerpuppe Bob müsst ihr während eines Sturms das Leuchtfeuer in eurem Leuchtturm entzünden. Bis es dazu kommt, löst ihr reichlich schräge Rätsel in VR.

A Fisherman’s Tale versetzt euch in das Innere dieses Leuchtturms und die Besonderheit ist dabei, dass sich inmitten des Zimmers ein Puppenhaus befindet, in der ein weiterer kleiner Bob sein Dasein fristet. Die Story wird durch Dialoge mit den schrägen Figuren während des Puzzlens und durch Zwischensequenzen, in denen ihr euch umsehen könnt, erzählt. Alles beginnt damit, dass Bob mehrfach seine Morgenroutine abspielt, bis es zu einer Abweichung kommt. Wir wollen nicht zu viel vorweg nehmen, nur so viel: Da Bobs Vater Seemann war, hält es auch den Sohnemann nicht lange an Land. Alle Gegenstände, die ihr von eurer Dimension in die des Puppenhauses fallen lässt, finden sich in entsprechender Übergröße auch in eurer Dimension wieder. So gilt es mit der Unterstützung von einem gesprächigen Einsiedlerkrebs mit Napoleon-Komplex und einem vielfräßigen Fisch den Weg durch den Leuchtturm zu bahnen. Nicht nur das Ensemble an Charakteren ist in A Fisherman’s Tale bunt gehalten, sondern auch die Spielwelt. Sie steckt voller kleiner Details, mit denen ihr interagieren könnt.

 

Der Anspruch steigt im Verlauf des 90 Minuten kurzen Spiels an, überfordert euch aber an keiner Stelle. Beispiele für die absurden Rästel gibt es zuhauf: Um an einen Schlüssel zu gelangen müssen wir zunächst aus dem Puppenhaus eine Leiter entnehmen und sie in der “realen” Welt am Spiegel platzieren. Objekte werden in einem gewissen Radius automatisch angeordnet, sodass nerviges Drehen und manuelles Platzieren nicht notwendig sind. Danach klettern wir in das Maul eines riesigen Fisches, der uns auf dem Rand des nun riesigen Waschbeckens absetzt und wir klettern geschwind den Spiegel hinauf und schnappen uns den Schlüssel.

An anderer Stelle gilt es ein Spielzeugboot zusammenzusetzen, um dem Vater zu beweisen, dass in uns doch die Seele eines alten Seemanns steckt. Wir betreten den Balkon und müssen in der Miniaturdimension bestimmte Bootsteile mittels Angerkran herausfischen. Der Clou: Wir sehen die Szenerie in Echtzeit um uns herum in riesig, um den Kran mit drei Hebeln korrekt auszutarieren. Mehrere Lösungswege haben wir bislang nicht entdeckt und es gibt kaum Optionales zu entdecken – außer ein paar Gesprächsfetzen der großartigen deutschen Synchronisation, sobald man etwas länger braucht -. Der Wiederspielwert ist demnach gering. Wir haben A Fisherman’s Tale mit der Oculus Rift durchgespielt und die Steuerung funktionierte tadellos, auch wenn der letzte Raum wohl bewusst etwas frickelig zu lösen ist.

 

Fazit

A Fisherman’s Tale ist ein charmantes kurzes Rätselabenteuer in VR mit verschachtelter Story und ansprechendem Puzzle-Design. Wir hätten gerne noch länger in der zauberhaften Welt verbracht und weitere tierische Unterstützer kennengelernt. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert. Fans von Spielen wie The Room (XTgamer-Test) oder Moss können bedenkenlos zugreifen.

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