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Angespielt

Angespielt: HyperBrawl Tournament

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HyperBrawl Tournament ist ein adrenalingeladener Sportspiel-Brawler-Hybrid, den wir vor seiner Veröffentlichung im Herbst mit drei Redakteuren anspielen konnten.

HyperBrawl Tournament ist bereits über die Apple Arcade für iOS-Geräte erhältlich, soll im Herbst aber auch für PC via Steam sowie für die Konsolen Nintendo Switch, PlayStation 4 sowie Xbox One erscheinen. In Arenen kloppen sich vier Helden in zwei Teams und versuchen dabei in drei Runden mit beherzten Würfen das Runde ins Ecke zu befördern. Das Spiel unterstützt Einzelspieler und lokalen sowie Online-Multiplayer. Es bietet sieben Modi und bietet zwölf Arenen. Als Modi stehen Arcade (ein schnelles Match im Single-/Multiplayer für 1-4 Spieler, in dem ihr Erfahrungspunkte sammeln und im Rang aufsteigen könnt), eine Einzelspieler-Kampagne mit dem Ziel, die Galaxy League und den Cosmic Cup zu gewinnen, Blitz-Duelle gegen Spielern aus der ganzen Welt, private Matches mit Freunden, Tutorials und erweiterte Tutorials sowie Free Play, in der ihr jede Charakterkombination einmal ausprobieren könnt.

Das Toreschießen ist gar nicht so einfach, denn jeder Charakter kann treten und kicken, hat eine Spezialfähigkeit und eine Waffe. Während die Fähigkeit vom Charakter abhängt, kann man jede Figur mit jeder Waffe kombinieren. Als Helden stehen z. B. der Tank Hero und Bulle Toro, der flinke Swift Hero Bazooki und der Core Hero Shade zur Verfügung. Während Tanks viele Hits aushalten, fetzen Swifts über das Spielfeld und Cores sind die ausgeglichen Charaktere. Das Charakterdesign erscheint etwas generisch und wirkt wie aus einem Hero-Baukasten.

Das Item, welches ihr vor dem Start jedes Matches auswählt, nimmt maßgeblich Einfluss darauf, wie ihr das Spiel erleben werdet. Mit der Grapple Gun schnappt ihr eurem Gegner den Ball direkt vor der Nase weg – in unserem Gameplayvideo macht das Kollege Isaac sehr oft und bringt den Gegner damit sicherlich zur Weißglut -, das Sentry Shield schützt euer Tor vor gefährlichen aufgeladenen Fernschüssen und der Minenmörser knockt Freund wie Feind  in einer geraden Line direkt aus. Während die Waffen das Zünglein an der Waage sind, ist die Gestaltung der vielen verfügbaren Arenen wiederum wieder generisch. Man hätte sich hier durchaus austoben können, setzt allerdings auf klassische Arenen in abgewandelten Skins und manchmal mit drehenden Wänden – da ist noch deutlich mehr drin. Cool: Man kann mit dem Hypercurve-Feature die Bälle anschneiden und quasi wie in einer Homingfunktion nach dem Verlassen eurer Hand kontrollieren.

Das Hauptproblem in HyperBrawl Tournament ist die Übersicht. Mit vier Spielern lassen sich schnell chaotische Zustände herstellen, wenn jeder seine Spezialattacken und Hyperfähigkeiten, mit denen er für kurze Zeit besonders stark und schnell ist, gleichzeitig einsetzt. Auch an der Balance der Angriffe könnte noch gefeilt werden. Manche Charaktere sind einfach zu übermächtig. Die KI reicht von “stellt Freiräume intelligent zu” hin zu “steht nur dumm im Weg herum.” Und das alles auf der gleichen Schwierigkeitsstufe. Hinzu kommen einige Bugs wie dass der Ball nach einem erzielten Tor nicht in die Mitte zurückgesetzt wird und die Runde damit vorbei ist oder die Beschleunigung von bestimmten Charakteren. Noch dazu ist das Spiel einige Male bei uns abgestürzt. Sowohl Spieldesign als auch Technik können also noch eine gute Prise Feinschliff vertragen.

Vorabfazit

HyperBrawl Tournament sorgt in seiner aktuellen Version bereits für kurzweilige Unterhaltung, artet aber schnell in unkontrollierbares Chaos aus und hat sowohl in Sachen Spieldesign als auch technischer Umsetzung noch einiges an Verbesserungsbedarf, bevor es mit Multiplayer-Hits wie Rocket League, Laser League und SpeedRunners in den Ring steigt. Es ist beileibe kein schlechtes Spiel, ist aber auf allen Plattformen einer Menge kompetenter Konkurrenz ausgesetzt. Wir sind gespannt, wie die finale Version von HyperBrawl Tournament abschneiden wird.

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