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Test

Im Test: Motorsport Manager

Der Motor­sport Mana­ger prescht am Don­ners­tag an die Start­li­nie. Unser Review prüft, ob nur Pro­fis die schwarz­weiß-karier­te Flag­ge errei­chen wer­den.

Seit unse­rer aus­gie­bi­gen Test­sit­zun­gen mit der games­com-Vor­ab­ver­si­on Ende August hat sich eini­ges getan. Da wir nur ungern alte Karos­sen neu bema­len und als neu­es Modell ver­kau­fen, emp­feh­len wir euch die Pre­view zu lesen, um einen zusätz­li­che Ein­bli­cke in die kom­ple­xe Spiel­me­cha­nik zu gewin­nen.

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Drei Klassen-Gesellschaft

Das Herz­stück des Motor­sport Mana­gers ist der Kar­rie­re-Modus. Hier ver­din­gen wir uns als Mana­ger eines Motor­sport-Teams und dür­fen von Beginn an zwi­schen drei Ligen wäh­len: die World Motor­sport Cham­pi­ons­hip (ali­as For­mel 1), der Asia-Paci­fic Super Cup (hier gab es über die Jah­re diver­se Renn­se­ri­en) und die European Racing Series (ali­as For­mel 3). Je nach Liga ist sowohl das fah­re­ri­sche Niveau ein ande­res, als auch die Bud­gets und somit unter­schei­det sich auch das Design der Autos. Wäh­rend in der ERS und APSC 1- bis 2-Ster­ne-Renn­stäl­le behei­ma­tet sind, buh­len in der pres­ti­ge­träch­ti­gen WMC die Top-Teams um die Gunst von Spon­so­ren­gel­dern.

Die Teams sind rea­len For­mel 1-Renn­stäl­len nach­emp­fun­den, was das Logo und die Farb­ge­bung der Boli­den angeht. Letz­te­re dürft ihr übri­gens nach Belie­ben für den schma­len Preis von 500.000 Euro ändern. Wir haben ein­mal ver­sucht den Teams die ent­spre­chen­den rea­len Inspi­ra­tio­nen zuzu­ord­nen:

  • Stein­mann Motor­sport => Mer­ce­des AMG
  • Scu­de­ria Ros­si­ni => Fer­ra­ri
  • Pan­ther Race Team => Red Bull Racing
  • Wind­sor Racing => Wil­liams
  • Kita­no Sport => McLa­ren Hon­da
  • Van Dort Racing => Force India
  • Rez­za­to Cor­sa => Tor­ro Ros­so
  • Thorn­ton Motor­sport => Manor Racing
  • Vélan Racing => Sau­ber F1
  • Cha­ri­ot Motor Group => Haas F1

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Top Feeling trotz Top Down

Das Renn­ge­sche­hen bestaunt ihr im Motor­sport Mana­ger stets aus der Vogel­per­spek­ti­ve. Habt ihr den Renn­bahn-Titel Pixel­Junk Racer gespielt, könnt ihr euch buch­stäb­lich ein Bild von der Prä­sen­ta­ti­on machen, aller­dings fah­ren die Autos nicht auf Schie­nen. Der Look erin­nert an Modell­bau­ten, sind die For­mel-Karos­sen recht plas­tisch dar­ge­stellt und die Kulis­sen durch vie­le Details wie fah­ren­de Jach­ten an der Bucht von Doha oder saf­ti­ge Wäl­der im Kurs von Mün­chen aus­ge­schmückt. Letz­te­re haben wir durch unse­re Abstim­mung doch noch im Renn­ka­len­der behal­ten. Im Ver­gleich zur Vor­ab­fas­sung läuft das Spiel wesent­lich flüs­si­ger. Per­for­mance-Ein­brü­che konn­ten wir kei­ne fest­stel­len. Auch an Audio-Effek­ten hat man zuge­legt. Zwar läuft gene­rell wenig Musik, am Renn­wo­chen­en­de dröh­nen euch das Geschrei der Fans, der Boxen­funk dar­ge­stellt durch ver­zerr­te Geräu­sche und kna­cki­ge Moto­ren­ge­räu­sche aus den Boxen.

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Fett Karriere machen

Zu Beginn des Kar­rie­re-Modus‘ dür­fen wir unse­ren ange­hen­den Top-Mana­ger benen­nen, ihm rudi­men­tär ein indi­vi­du­el­les Aus­se­hen geben (ihr wer­det euer Gesicht eh sehr sel­ten sehen) und einen Hin­ter­grund ver­pas­sen. Hier macht sich erst­mals bemerk­bar, dass es sich um eine wasch­ech­te Simu­la­ti­on han­delt. Als ehe­ma­li­ger Fah­rer steigt die Grund­mo­ti­va­ti­on der Fah­rer unse­res Teams, als ehe­ma­li­ger Inge­nieur beschleu­ni­gen wir die Her­stel­lung neu­er Bau­tei­le für unse­re Flit­zer und als lang­jäh­ri­ger Ange­hö­ri­ger des Motor­sports hat unse­re Stim­me bei Abstim­mun­gen um Regel­än­de­run­gen mehr Gewicht.

Haben wir uns in der Vor­ab­ver­si­on noch für die schnit­ti­gen Pan­ther ent­schie­den, sind wir dies­mal an den Kom­man­do­st­and der schwarz-weiß-oran­gen Van Dort Racing mit indi­schem Haupt­in­ves­tor (zwin­ker, zwin­ker) getre­ten. Das Team ver­fügt über exzel­len­te Kennt­nis­se in der Moto­ren­tech­nik, ver­fügt aber desas­trö­se Front­flü­gel und Brem­sen. Jeder Renn­stall hat dabei sei­ne eige­nen Beson­der­hei­ten. Die Top-Teams sind in allen Belan­gen mar­kant stark.

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Der Motor­sport wird in sei­ner Gän­ze abge­bil­det: Wir bau­en unser Haupt­quar­tier mit neu­en Gebäu­den aus, die uns Zeit- oder Qua­li­täts­bo­ni besche­ren, geben kur­ze Inter­views, wel­che unse­ren Ruf bei Fah­rern, Tech­ni­kern, dem Boss und der Öffent­lich­keit beein­flus­sen, sehen uns nach neu­em Talent in den Berei­chen Fah­rer, Inge­nieur und Chef­me­cha­ni­ker um, ent­wi­ckeln neue Tei­le, ver­bes­sern bestehen­de und ent­schei­den wel­cher Fah­rer wel­che Aus­stat­tung bekommt und küm­mern uns schließ­lich am Renn­wo­chen­en­de vor Ort ganz um die Renn­stra­te­gie.

War unse­re Vor­ab­fas­sung noch auf eine Hand voll Stre­cken limi­tiert, befin­den sich gan­ze 16 fik­ti­ve Kur­se im Renn­ka­len­der des Motor­sport Mana­gers und man­che sind sogar in bis zu 4 wei­te­ren Lay­outs spiel­bar. Orte und Stre­cken­de­sign sind an rea­le Kur­se ange­lehnt. Der Donut-Ring in Phoe­nix erin­nert an den India­na­po­lis Motor Speed­way, wel­cher von 2008 bis 2014 in der For­mel 1 ver­tre­ten war. Van­cou­ver, Syd­ney und Rio erin­nern uns indes­sen an die in den glei­chen Län­dern befind­li­chen F1-Stre­cken.

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Die Wahrheit liegt auf der Piste

Im Trai­ning ent­schei­den wir uns, wel­che zwei Fah­rer ran­dür­fen. Wir ent­schei­den uns immer für Maria Gon­za­lez, unse­re mexi­ka­ni­sche Stamm­fah­re­rin, und den 20 Jah­re jun­gen argen­ti­ni­schen Test­pi­lo­ten Cris­tia­no De Oes­te (wir ver­mu­ten hol­län­di­sche Ein­flüs­se). War­um darf unse­re eigent­li­che Num­mer 1  Wolf­gang Schmidt (einen noch deut­sche­ren Namen ist den Ent­wick­lern nicht ein­ge­fal­len) nicht schon am Frei­tag über die Pis­te hei­zen? Er bringt uns nur 14 Erfah­rungs­wer­te, wäh­rend Gon­za­lez und De Oes­te mit 16 uns das bes­te Feed­back geben.

In die­ser Ses­si­on dreht sich alles dar­um, die rich­ti­ge Abstim­mung für das Qua­li­fy­ing am Sams­tag zu fin­den. Inner­halb von 20 Minu­ten dür­fen wir frei tes­ten und die zu Beginn des Wochen­en­des gewähl­ten Rei­fen ver­wen­den – je nach Grand Prix sind das Ultra Soft, Super Soft, Soft, Medi­um, Hard, Inter­me­dia­te und Regen­rei­fen. In den Berei­chen Abtrieb, Fahr­ver­hal­ten und Geschwin­dig­keits­ba­lan­ce gilt es sowohl auf die Beson­der­hei­ten der Stre­cke als auch die Vor­lie­ben der Fah­rer ein­zu­ge­hen. Hier­zu gibt uns der Mecha­ni­ker eine Emp­feh­lung anhand eines grü­nen Bereichs, der aber zu Beginn des Trai­nings noch sehr groß ist und nur durch rigo­ro­ses Tes­ten ver­klei­nert wird. Smi­lies und Wer­te von „schlecht“ bis „aus­ge­zeich­net“ an, wie zufrie­den der Fah­rer mit der Abstim­mung der drei Wer­te ist.

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Jedoch han­delt es sich immer noch um einen hoch kom­ple­xen For­mel-Wagen, wes­we­gen wir hier kei­ne Schie­be­reg­ler spe­zi­ell für die­se Berei­che haben, son­dern hän­disch die Win­kel der bei­den Flü­gel, den Rei­fen­drück, den Rad­sturz sowie die Getrie­be­über­set­zung und die Steif­heit der Auf­hän­gung anpas­sen müs­sen, um den bei­den Autos eine in Pro­zent ange­ge­be­ne opti­ma­le Balan­ce zu geben.

Kei­ne Sor­ge: Die­ser Aspekt ist kom­plett optio­nal; Trai­ning und Qua­li­fy­ing kön­nen sogar kom­plett über­sprun­gen wer­den. Seid ihr, genau wie wir, in Renn­spie­len nie so tief in die Mate­rie ein­ge­stie­gen, kön­nen wir euch beru­hi­gen. Das rich­ti­ge Set­up zu fin­den ist näm­lich mit etwas Übung gar nicht so schwer. Schnell stellt sich her­aus, wel­che Reg­ler wel­chen Gesamt­wert beein­flus­sen. Ihr tariert die Bal­ken­wer­te so lan­ge aus, bis ihr ein „gut“ bis „aus­ge­zeich­net“ bekommt. So sind Balan­ce­wer­te von 96 bis 99 Pro­zent schnell erreicht.

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Odyssey Qualifiying

Damit ist die hal­be Mie­te schon gewon­nen, denkt ihr? Weit gefehlt! Das Qua­li­fy­ing stellt sich als kniff­ligs­ter Teil des Motor­sport Mana­gers her­aus. Hier gilt es nicht ein­fach nur auf die weichs­te Mischung zu set­zen, eine Lücke auf der Stre­cke für eure Fah­rer zu fin­den und sie raus­zu­schi­cken, ihr müsst wäh­rend der soge­nann­ten „Inlap“, also der Auf­wärm­run­de, Rei­fen auf Tem­pe­ra­tur brin­gen und die Brem­sen vom Glü­hen bewah­ren.

Um dies zu errei­chen dürft ihr anhand eines Schie­be­reg­lers – Play­Sport Games liiiieeebt die­se – die Geschwin­dig­keit des Autos live auf der Stre­cke beein­flus­sen. Jetzt möch­te man mei­nen, in Kur­ven fährt man lang­sam und auf Gera­den gibt man ordent­lich Gas, das führt aber bei uns nach aus­gie­bi­gen Ses­si­ons nicht zum Erfolg. Sind die Brem­sen über­hitzt und die Rei­fen zu kalt, kann man den Fah­rer direkt wie­der rein­ho­len und das Spiel­chen erneut ver­su­chen. In unse­rem drit­ten Grand Prix ist es sogar pas­siert, dass wir mit Maria Gon­za­lez gar kei­ne Run­de in der Qua­li­fy­ing-Zeit abge­legt haben und somit auf dem letz­ten Platz gestar­tet sind.

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Lights Out

Doch wie wich­tig ist schon die Pole, im Ren­nen muss man zei­gen, was man drauf hat. Nach einer schnit­ti­gen Kame­ra-Über­fahrt über die von den Boxen-Crews noch umge­be­nen Autos geht es auch schon los. Ist das Qua­li­fy­ing schon kniff­lig, so habt ihr im Ren­nen noch viel mehr Wer­te zu beach­ten und Reg­ler zu bedie­nen. Über den But­ton Stra­te­gie dürft den Fah­rern jeder­zeit dik­tie­ren, wie ihr Fahr­stil aus­zu­se­hen hat und in wel­chen Motor­mo­dus sie gera­de schal­ten sol­len. Dank der fünf Fahr­sti­le habt ihr für jede Situa­ti­on geeig­ne­te Maß­nah­men parat.

Ihr star­tet meist im „Angreifen“-Modus und lässt mit dem Motor­mo­dus „Über­ho­len“ den V8-Motor auf­heu­len. Doch in die­ser Ein­stel­lung könnt ihr nur weni­ge Run­den unter­wegs sein, da Treib­stoff­ver­brauch und Rei­fen­ver­schleiß enorm sind.

Eine Tank­füll­an­zei­ge sowie die Anga­be, wie vie­le Run­den wir noch mit dem der­zei­ti­gen Motor­mo­dus absol­vie­ren kön­nen, klä­ren uns über die benö­tig­ten Wer­te auf. Eine sich lee­ren­de Rei­fen­an­zei­ge zeigt uns wie sehr der Rei­fen schon gelit­ten hat und ein hori­zon­ta­ler Bal­ken an der Sei­te davon stellt die Tem­pe­ra­tur dar.

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Star­ten wir auf wei­chen Rei­fen, soll­ten wir zu Beginn ordent­lich Gas geben, da die­se schnell in ihrer Kon­sis­tenz nach­las­sen. Har­te Rei­fen hal­ten auf Kos­ten der Geschwin­dig­keit gan­ze 20 Run­den.

Die Rei­fen auf Tem­pe­ra­tur zu hal­ten und dabei nicht im Feld zurück zu fal­len stellt sich im Van Dort Racing Team als größ­te Her­aus­for­de­rung dar. Das o.g. Start­set­up soll­te man inner­halb des Renn­zy­klu­ses nur ein­set­zen, wenn man direkt hin­ter einem Kon­kur­ren­ten fährt und die­sen etwa an einer Haar­na­del­kur­ve über­ho­len kann. Setzt man zu früh auf den hohen Motor­mo­dus, ver­liert man wert­vol­le Zeit und wird mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit von den Hin­ter­män­nern und -frau­en ver­schlun­gen.

Schön: Man kann über das Hover­me­nü „Aktu­el­le Plat­zie­rung“ nicht nur Live-Abstän­de, Run­den­zei­ten und Rei­fen­ver­schlei­ße der Mit­fah­rer ein­se­hen, son­dern auch deren der­zei­ti­gen Fahr­stil und Motor­mo­dus und den eige­nen dem­entspre­chend anpas­sen. Rückt uns etwa der stets aggres­siv fah­ren­de North auf die Pel­le, legen wir eben auch den höhe­ren Motor­mo­dus ein, bis des­sen Rei­fen auf­grund des Hin­ter­her­fah­rens total abge­fah­ren sind und er in die Box flüch­tet.

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Ab in die Manege

Boxen­stopps dürft ihr jeder­zeit anord­nen. Eine Renn­stra­te­gie mit der Anzahl an Stints dürft ihr der­zeit nicht – wie etwa in F1 2016 – fest­le­gen. Die Boxen­stopps dürft ihr regu­lär ablau­fen las­sen oder sie in zwei Stu­fen beschleu­ni­gen, unter dem Risi­ko, dass etwas schief geht – die Scu­de­ria Ros­si­ni soll­te alle Rei­fen fest mon­tie­ren!

Hier­bei könnt ihr nicht nur die Rei­fen wech­seln, son­dern müsst auch den Zustand eurer Tei­le im Blick behal­ten. Wur­de die neue Rad­auf­hän­gung genau vor dem Grand Prix fer­tig­ge­stellt, ver­fügt sie meist nur über 40 pro­zen­ti­ge Sta­bi­li­tät und muss im Ren­nen defi­ni­tiv repa­riert wer­den. Macht ihr das nicht, meckert euer Fah­rer. Igno­riert ihr das auch, kann das schnell das Aus bedeu­ten. Unfäl­le haben wir bis­lang übri­gens nur einen erlebt und das, obwohl das Mate­ri­al in Ord­nung war. Der drit­te Grand Prix war nach einem Bren­nen des Motors auch für Wolf­gang Schmidt kein rei­nes Freu­den­fest.

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Durch die unter­schied­li­chen Mecha­ni­kern erge­ben sich span­nen­de Situa­tio­nen: Wech­seln wir bei begin­nen­dem Regen frü­her als die Kon­kur­renz auf die Inter­me­dia­tes und fah­ren erst­mal etwas lang­sa­mer, haben aber hin­ten raus einen Zeit­ge­winn? Spa­ren wir uns einen Boxen­stopp und fah­ren ins­ge­samt auf har­ten Rei­fen etwas lang­sa­mer und holen viel­leicht die etwa 25 Sekun­den eines Stopps der Kon­kur­ren­ten wie­der her­aus?

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Den Kreuzschrauber noch einmal ansetzen

Der vol­le Rea­lis­mus ist hin­ge­gen nicht gege­ben, schließ­lich muss man bei der Kom­ple­xi­tät an Spiel­me­cha­ni­ken auch Abstri­che machen. Wenn unser Qua­li­fy­ing-Set­up zu 99 Pro­zent gelun­gen ist und die Tem­pe­ra­tur­wer­te „gut“ und wir dann trotz­dem gera­de so unter den ers­ten 10 auf dem Grid Platz neh­men, ist das selt­sam. Eben­so merk­wür­dig, wenn wir mit fri­schen Softs par­tout nicht am Vor­der­mann mit völ­lig zer­stör­ten Medi­um-Rei­fen vor­bei­kom­men. Mit einem mit­tel­mä­ßi­gen Team scheint es auch noch etwas schwer zu sein, vor­ne mit­zu­mi­schen. Um schnel­ler zu wer­den, brau­chen wir neue Tei­le. Die benö­ti­gen Zeit und Aus­bau­ten unse­res HQs. Die­se Zeit haben wir nicht, denn Spon­so­ren und Chef wol­len Ergeb­nis­se sehen. So bil­det sich schnell eine Abwärts­spi­ra­le, die schwer zu brem­sen ist, selbst wenn man jeden Moment hoch­kon­zen­triert an der Abstim­mung bas­telt. Ist halt nicht jeder dafür geschaf­fen, einen Renn­stall in der Königs­klas­se zu lei­ten, was?

An Fea­tures wür­den wir uns einen Fah­rer- und Stre­cken-Edi­tor wün­schen. Mit einer Anbin­dung an den Steam Work­shop wür­de man den Fans sicher­lich eine gro­ße Freu­de berei­ten. Auch eine Online-Anbin­dung, als Rang­lis­ten oder gar einen kom­pe­ti­ti­ven bzw. koope­ra­ti­ven Modus könn­ten wir uns vor­stel­len. Im Koop-Modus bei­de Fah­rer ein­zeln zu mana­gen wür­de sicher­lich etwas Hek­tik her­aus­neh­men und nicht weni­ger span­nend sein.

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Fazit

Der Motor­sport Mana­ger rich­tet sich an ers­ter Linie an begeis­ter­te Anhän­ger des For­mel-Motor­sports. Ihr habt in allen Berei­chen Ein­fluss, die uns für die­se Sport­art ein­fal­len: der Pro­duk­ti­on der Autos, Aus­wahl der Mit­ar­bei­ter, Abstim­mung der Renn­stra­te­gie, Dar­stel­lung in der Öffent­lich­keit und dürft auch noch Ein­fluss in die Regeln durch regel­mä­ßi­ge Abstim­mun­gen neh­men. Zu Beginn mag die visu­el­le Dar­stel­lung das für vie­le nur sim­pel run­ter­ge­bro­chen „Kreisal­fah­rens“ genann­ten Motor­sport­zir­kus­ses nicht gera­de für adre­na­linge­trie­be­nen Ner­ven­kit­zel sor­gen. Lässt man sich jedoch dar­auf ein und nutzt die zahl­rei­chen Game­play­aspek­te, so ent­fal­tet sich schnell eine moti­vie­ren­de Simu­la­ti­on, die einen so schnell nicht mehr los­lässt. Wir hof­fen, dass man auch nach der Ver­öf­fent­li­chung an Ver­bes­se­run­gen hin­sicht­lich der Balan­ce zwi­schen den star­ken Pres­ti­ge-Teams und den schwä­che­ren Teams arbei­tet, auch wenn das wie­der­um an der har­schen Rea­li­tät vor­bei gehen wür­de.

Der Motor­sport Mana­ger ist eine gelun­ge­ne kom­ple­xe Renn­si­mu­la­ti­on, die den For­mel-Renn­zir­kus in all sei­nen Facet­ten dar­stellt, Fans mit akri­bi­scher Detail­ar­beit abholt und wie das Vor­bild trotz der hohen Qua­li­tät stets Ver­bes­se­rungs­be­darf haben wird.

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Der Motor­sport Mana­ger ist ab dem 10. Novem­ber auf Steam zum Preis von rund 35 Euro erhält­lich.

Motor­sport Mana­ger
Gen­re: Simu­la­ti­on
Sys­tem: PC (auch für iOS/An­dro­id-Gerä­te erhält­lich)
Preis: ca. 35 Euro (Steam)
Ent­wick­ler: Play­Sport Games
Publisher: SEGA

Kom­plet­te Bil­der­ga­le­rie:

This game was pro­vi­ded by the publisher for review pur­po­ses, check our review poli­cy for details. The screen­shots were taken by our­sel­ves using the final Steam review ver­si­on of the game.

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