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Test

Im Test: Batman – The Enemy Within – Episode 4

Zum vor­letz­ten Mal dür­fen wir in Tell­ta­les Bat­man: The Ene­my Wit­hin mit dem Flat­ter­mann Gotham City sicher­hal­ten.

Zu Beginn der neu­en Fol­ge What Ails You befreit sich Bruce aus der schier unaus­weich­li­chen Lage, in einer Kühl­tru­he ein­ge­sperrt zu sein. Seli­na Kyle aka Cat­wo­man stat­tet ihm zwar einen kur­zen Besuch ab, spielt aber wie­der­mal nur eine Neben­rol­le. Das Haupt­au­gen­merk wird auf Bruces Bezie­hung zu John (bes­ser bekannt als der Joke) und Aves­ta. Letz­te­re ist eine der Agen­tin­nen der mys­te­riö­sen Orga­ni­sa­ti­on The Agen­cy (des­sen rea­les Vor­bild nur all­zu klar ist) und arbei­tet ins­ge­heim wie Bruce gegen Direc­tor Wal­ler.

Anders als vor­her­ge­hen­de Fol­gen beginnt Epi­so­de 4 direkt mit einem Pau­ken­schlag: Wir dür­fen als Bat­man das Ver­steck der Böse­wich­te aus­he­ben und dabei Har­ley Quinn, Bane und Mr. Free­ze in einer pom­pös insze­nier­ten Sequenz gleich­zei­tig bekämp­fen. Hier­bei haben wir wie in ähn­lich gela­ger­ten Action­pas­sa­gen die Mög­lich­keit per Knopf­druck zwi­schen ver­schie­de­nen Angrif­fen zu wäh­len – etwa feind­li­che Scher­gen zu blen­den oder zu scho­cken und an ande­rer Stel­le bleibt uns die Qual der Wahl zwi­schen Bane in’s Lee­re lau­fen zu las­sen oder ihn zu tack­len. Die Kämp­fe sind nach wie vor trotz der gerin­gen Ein­fluss­mög­lich­kei­ten sehr dyna­misch insze­niert, nur lei­der gibt es viel zu weni­ge die­ser Ein­la­gen in die­ser Fol­ge.

Statt Action gibt es vie­le Dia­lo­ge und Ent­schei­dun­gen, die die Bezie­hung zwi­schen Bruce Way­ne bzw. Bat­man und John Doe ali­as Joker bereits für die fina­le Fol­ge (und womög­lich zukünf­ti­ge Staf­feln) for­men. Ohne zu viel vor­weg­neh­men zu wol­len, fin­den wir die­sen Aspekt ohne­hin mit am Span­nends­ten, seit dem Staf­fel­start im letz­ten Jahr. Schön ist dabei auch, dass Ent­schei­dun­gen aus frü­he­ren Fol­gen direkt im Dia­log auf­ge­grif­fen und unter Umstän­den gegen uns ver­wen­det wer­den. Ande­rer­seits ist John in vie­len Situa­tio­nen doch zu treu­doof und ver­traut Bruce oder auch Har­ley blind und die Wand­lung zum ech­ten Joker hin läuft zu abrupt von stat­ten. Tell­ta­le hat­te viel Zeit, die­sen Wan­del ein­zu­fä­deln und hat am Ende dann doch die Zügel etwas zu stramm ange­zo­gen, ins­ge­samt gefällt uns die­ser Sto­ry-Strang jedoch wesent­lich bes­ser als die Two-Face-Geschich­te aus der ers­ten Staf­fel, da man hier mehr Fein­ge­fühl wal­ten las­sen hat.

Tech­nisch haben wir ledig­lich die teils zu lan­gen Lade­zei­ten zu bemä­keln. Visu­ell macht die Fol­ge beson­ders in den teil­wei­se spiel­ba­ren Plan­se­quen­zen eini­ges her und bleibt dabei flüs­sig.

Video: Die 4. Episode im Let’s Play

Fazit

Mit gro­ßen Flü­gel­schlä­gen einer Fle­der­maus nähern wir uns der fina­len Fol­ge von Bat­man: The Ene­my Wit­hin. In der “pen­ul­ti­ma­te Epi­so­de”, wie Tell­ta­le ihre vor­letz­ten Fol­gen ger­ne beti­telt, spie­len wir letzt­ma­lig mit der Psy­che des künf­ti­gen Ant­ago­nis­ten mit Fai­ble für bun­te Innen­de­ko­ra­ti­on, Ver­gnü­gungs­parks und dra­ma­ti­sche Abgän­ge. Wur­de die ers­te Staf­fel von Tell­ta­les Bat­man-Spiel mehr nach dem Sche­ma “Mons­ter der Woche” auf­ge­zo­gen, kon­zen­triert man sich dies­mal auf ein­zel­ne Nuan­cen in den Cha­rak­ter­zü­gen und baut einen für Bats-Fans epi­schen Abschluss für The Ene­my Wit­hin auf. Da es um Cat­wo­man und Gor­don recht still gewor­den ist, gehen wir davon aus, dass die­se in der abschlie­ßen­den Fol­ge tra­gen­de Rol­len spie­len wer­den und wir freu­en uns dar­auf her­aus­zu­fin­den, wie die Serie zu einem vor­läu­fi­gen Ende kommt.

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