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Switch Port Report: Spyro, Streets of Rogue, FAR

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Nachfolgend werfen wir einen Blick auf die aktuellen Portierungen für die Nintendo Switch von Spyro Reignited Trilogy, Streets of Rogue und FAR: Lone Sails.

TV-Modus

Spyro Reignited Trilogy – Alles für den Drachen

Die Remaster-Collection der Abenteuer des lila Drachen schlug im vergangenen Winter ein wie eine Bombe. Während man das Spielgefühl der PlayStation-Originale unangetastet ließ, beeindruckte die Spyro Reignited Trilogy vor allem mit der detaillierten grafischen Darstellung. In dieser Woche ist die Spielesammlung für die Nintendo Switch erschienen und wir haben ausführlich in den ersten Teil reingespielt. Als jemand, der auf der PS1 eher Rayman und Croc gespielt hat, kann ich keinen direkten Vergleich zu den Originalspielen ziehen. Spyro the Dragon ist für die erste Hälfte ein gediegener Platformer mit geringem Anspruch, liebenswerten Charakteren und schöner Optik. Dann kommen die Fluglevel und Spyro wird zu Pilotwings: In einem Hindernis-Parcours müsst ihr unterschiedliche Ziele binnen weniger Minuten erfüllen und zwar alle in einem Run. Die Steuerung von Spyro auf der Nintendo Switch ist nicht pixelgenau. Hat das Leveldesign in den Jump’n’Run-Welten kleine Ungenauigkeiten noch verziehen, muss in den Fluglevel jede Bewegung sitzen. Glücklicherweise sind die Ladezeiten angenehm fix. Außerhalb dieser Frustmomente bietet Spyro the Dragon schöne Welten und angenehmes Platforming.

TV-Modus

Grafisch ist die Switch-Version im TV-Modus zwar hübsch, aber ein klarer Rückschritt zu den Versionen auf PlayStation 4 (1080p) und Xbox One (900p), insbesondere der Pro und X (beide 1440p). Stellt man die standardmäßig aktivierte und nur im TV-Modus verfügbare Bewegungsunschärfe ab, ist das in 72op dargestellte Bild zwar angenehmer und klarer, offenbart aber auch die niedriger aufgelösten Objekte und den sichtbaren Bildaufbau. Immerhin bleibt die Framerate größtenteils stabil auf 30 Bildern pro Sekunde, ähnlich wie auf PS4 und XB1. Eine höhere Bildwiederholungsrate gibt es nur in der am gleichen Tag wie die Switch-Version erschienenen PC-Fassung mit unbeschränkter Framerate. Im Handheld-Modus senkt sich zwar die Auflösung noch weiter, aufgrund des kleinen Bildschirms macht es sich optisch aber deutlich besser als auf einem 55 Zoll-TV und läuft weiterhin stabil in 30 FPS (Frames Per Second). Die Ladezeiten sind auch im portablen Modus angenehm gering und aufgrund der kurzen Spielzeit der einzelnen Level eignet sich die Spyro Reignited Trilogy ideal für ein paar Runden unterwegs.

  

Handheld-Modus

Insgesamt ist die Spyro Reignited Trilogy ein beeindruckendes Paket an klassischen Platformern mit hübscher Optik zu einem verdaulichen Mid-Range-Preis. Unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten ist die Switch-Version gut gelungen und zweifelsfrei die beste Möglichkeit, den niedlichen Drachen unterwegs ganze Herden von Schafen dezimieren zu lassen. Besitzt ihr allerdings eine PS4, XB1 oder einen potenten PC und legt keinen großen Wert auf Portabilität, solltet ihr zu einer dieser Versionen greifen, da diese Umsetzungen technisch klar überlegen und günstiger zu haben sind.

(Patrick)

Handheld-Modus

Streets of Rogue – Fast Food für Roguelike-Fans

Unser nächstes Spiel im Bunde ist Streets of Rogue, eine besondere Abwandlung des Roguelite-Genres. Von Beginn an nimmt sich das Spiel wenig ernst: Das Tutorial strotzt vor Witz und die landesübliche Währung sind Chicken Nuggets. Selbst die Charakterauswahl weicht stark von der Norm ab: Hier stehen Ninjas und Gorillas zur Verfügung. Der zum Trage kommende Humor wird schnell etabliert. Spielerisch findet man schnell den Einstieg und es ist ein Leichtes, die für jeden Level festgelegten Ziele zu erfüllen, auch wenn es hier etwas verrückt wird. Anders als die Roguelike-Konkurrenz könnt ihr in der Stadt von Streets of Rogue jedes Gebäude erkunden. Zwar könnt ihr jeden in eurem Weg attackieren, die beste Herangehensweise hängt allerdings von eurem Charakter und den von euch gewählten Fähigkeiten ab. Der Soldat geht am Einfachsten von der Hand. Er verfügt über viele Waffen und vernichtet Leute und Gebäude ohne große Mühen. Vampire fungieren als Leisetreter, da sie nicht von Kameras gesehen werden könne, doch sie heilen ihre Wunden nicht mit den üblichen Hilfsmitteln. Streets of Rogue bietet durch das Ensemble an eigenartigen Charakteren, die offen gehaltenen Levelziele und die völlig zerstörbare Umgebungen eine einzigartige Spielerfahrung, die sich eurem Spielstil anpasst. Das Spiel wird euch für viele Stunden unterhalten, habt ihr allerdings alle Charaktere ausprobiert, wird es etwas repetitiv.

Handheld-Modus

Die Switch-Version von Streets of Rogue ist eine kompetente Portierung mit kleineren Unstimmigkeiten. Durch die Darstellung von einfach gehaltenen 2D-Sprites bleibt die Bildwiederholungsrate meist stabil, doch sie senkst sich mancherorts wenn viel auf dem Bildschirm los ist. Das größte Problem ist, dass alles recht klein ist. Im Handheld-Modus steht man manchmal vor dem Problem, bestimmte Objekte kaum ausmachen zu können. Dieses Problem betrifft vor allem den Text und die Schriftgröße lässt sich nicht verändern.

TV-Modus

(Isaac)

Handheld-Modus

FAR: Lone Sails – Mal Dampf ablassen

Okomotive und Mixtvision brachten das atmosphärische Action-Adventure FAR: Lone Sails zur gamescom-Zeit auf die Nintendo Switch (wir berichteten darüber). FAR: Lone Sails ist kurz runtergebrochen eine Mischung aus INSIDE und Lovers In A Dangerous Space Time. Wenn man die ewigen Vergleiche mit anderen Spielen außer Acht lässt, entwickelt sich in FAR: Lone Sails ein unvergleichliches Spielgefühl. In einer postapokalyptischen Welt findet ihr ein Vehikel, das mit einer Dampfmaschine und Segel angetrieben wird – ein nicht ganz so klassischer Hybrid also. Im Laufe der rund drei-stündigen Reise müsst ihr der Witterung trotzen und werdet euer Gefährt nicht nur mit etwa einem Brennstoffeinsauger verbessern, sondern auch den Verfall eures trauten Untersatzes miterleben. Die Spielfigur spricht kein einziges Wort und trotzdem wird durch die Umgebung eine packende Geschichte inszeniert, die in der kurzen Zeit sogar Aufschluss darüber gibt, wie diese Welt so verfallen konnte. Dafür muss man natürlich die Augen offen halten. Hat man diesen Anspruch nicht, entwickelt sich trotzdem eine bedrückende einsame Stimmung, die von der atmosphärischen Musik unterstützt wird. Während die eigentlichen Tätigkeiten simpel sind und schnell in Fleisch und Blut übergehen – Treibstoff sammeln und nachfüllen, im richtigen Zeitpunkt den Dampf ablassen, abgenutzte Teile reparieren, den ein oder anderen Brand löschen und Hindernisse aus dem Weg schaffen -, so ist das gelungene Pacing von FAR: Lone Sails besonders hervorzuheben.

Auf der Nintendo Switch läuft FAR: Lone Sails ebenso flüssig und sieht genauso gut aus wie die übrigen Versionen für PC, PS4 und XB1, mit Abstrichen in der B-Note aufgrund der geringen Kantenglättung. Vergleicht man den von uns im Handheld-Modus der Switch aufgenommenen Screenshot (links) mit dem offiziellen Bild der Steam-Seite (rechts), lässt sich auf den ersten Blick kein Unterschied feststellen. Auch die kaum vorhandenen Ladezeiten sind gering. Der minimalistische Grafikstil funktioniert auch auf der Switch sehr gut.

Handheld-Modus

FAR: Lone Sails bietet eine einzigartige Spielerfahrung in seiner kurzen Spielzeit und konzentriert sich auf eine unterhaltsame Gameplayformel und eine eindringliche Atmosphäre. Die Switch-Version können wir uneingeschränkt empfehlen. Setzt man sich etwa in die Bahn von München nach Berlin, kann man eine besondere Reise mit einem fremdartigen Vehikeln mit vielen Höhe und Tiefen erleben – und gleichzeitig noch FAR: Lone Sails spielen.

Handheld-Modus

(Patrick)

Alle Screenshots in diesem Artikel – mit Ausnahme des PC-Bildes von FAR: Lone Sails – wurden von uns persönlich aufgenommen.

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